21.01.2020 - 14:02

Vorbestellungs-Start für Canoos gleichnamiges E-Auto

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Das US-amerikanische Startup Canoo (zuvor Evelozcity) nimmt ab sofort Vorbestellungen für seinen Erstlings-Stromer – ebenfalls Canoo genannt – entgegen. Die Warteliste sei ab sofort eröffnet, heißt es. Vorreservierungen sind nach Angaben des Unternehmens kostenlos und frei von Verpflichtungen.

Canoo will sich von anderen Herstellern im Elektroautomarkt allen voran durch ein recht radikales Design und ein Abo-Modell mit einer monatlichen Flatrate abheben, zudem der Canoo ab 2021 zunächst in Los Angeles angeboten werden soll.

„Als wir den Canoo im September als ausschließlich per Abo erhältliches Fahrzeug enthüllt haben, waren wir von der positiven Resonanz überwältigt“, kommentiert Canoo-Chef Ulrich Kranz, der das Startup mit zwei weiteren deutschen Managern gründete: Stefan Krause, mit dem er zuvor bei BMW und Faraday Future arbeitete, sowie Karl-Thomas Neumann, dem ehemaligen Opel-Chef. Mittlerweile haben sich allerdings beide aus dem Vorstand des kalifornischen Startups zurückgezogen.

Den Zeitplan für den Marktstart hat das offenbar nicht zurückgeworfen. Die Warteliste will der Hersteller nun schonmal als Marketinginstrument nutzen. Personen, die mitmachen, könnten ihre Position innerhalb der Liste verbessern, indem sie diese an andere empfehlen oder Umfragen absolvierten, heißt es. „Canoo mischt eine der traditionellsten Industrien der Welt auf, daher sollte es nicht überraschen, dass wir die Dinge mit dem Anreizprogramm anders angehen“, so Kranz.

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Im September 2019 – gut eineinhalb Jahre nach der Firmengründung im Dezember 2017 – stellte Canoo seinen auf einer selbstkreierten Skateboard-Plattform basierenden Debütstromer vor. Der Produktionsstart ist für kommendes Jahr vorgesehen. Das geräumige Elektrofahrzeug soll eine EPA-Reichweite von rund 250 Meilen (etwa 400 km) und eine 80-Prozent-Ladung des Akkus in unter 30 Minuten gewährleisten. Der Elektromotor an Bord liefert laut Canoo 220 kW, die Höchstgeschwindigkeit betrage 200 km/h. Was autonome Fahrfunktionen angeht, wird der Canoo mit dem Niveau „Level 2 plus“ aufwarten.

So viel zu den bisher publizierten technischen Daten, als wirklich innovativ dürfte aber das Design durchgehen. Canoo spricht davon, ein Auto „mit dem Innenraum eines großen SUV und der äußeren Grundfläche eines Kompaktautos“ kreiert zu haben. In der Tat mutet das nur 4,4 Meter lange und 1,9 Meter breite Modell wie ein Kleinbus an. Bis zu sieben Personen sollen im Canoo Platz finden: Zwei vorne und fünf in einem loungeartigen Innenraum hinten. Besonders augenfällig: Die Fahrgäste nehmen hinten auf einer eckigen Sitzbank Platz. Interessant auch: Canoo verzichtet anders als Tesla oder Byton auf große Displays. Die Idee: Die Insassen sollen ihr Smartphone nutzen, um etwa Navigation, Musik oder Heizung zu steuern – in etwa so, wie man das aktuell aus dem „Connected Home“-Bereich kennt.

Den neuen Stromer wird es darüber hinaus nicht zu kaufen, sondern nur via Abo-Modell geben, das Versicherung, Registrierung, Wartung und eventuell sogar Strom integriert. Das Unternehmen spricht von einem „unverbindlichen Abo zu einem monatlichen, erschwinglichen Preis und ohne festes Enddatum“. Wie hoch die Abo-Kosten ausfallen werden, ist noch unklar.

Quelle: Info per E-Mail

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21.01.2020 14:21