09.03.2020 - 10:05

Peugeot plant offenbar Elektro-Nachfolger für Kleinwagen 108

Peugeot hat laut CEO Jean-Philippe Imparato vor einigen Wochen beschlossen, an seinem Kleinwagen-Modell 108 festzuhalten. Eine mögliche neue Generation des Peugeot 108 würde laut Imparato als reines Elektroauto angeboten – eventuell mit der Technik des neuen Fiat 500.

Hier könnte PSA die Fusion mit Fiat Chrysler nutzen und den elektrischen Peugeot mit Antriebstechnik des neuen Fiat 500 Electric ausstatten. Imparato hat jedoch klargestellt, dass bis zum Abschluss der Fusion keine Diskussionen über den Technologieaustausch stattfinden.

Kleinstwagen mit Verbrennungsmotor stehen wegen der immer strenger werdenden Abgasvorschriften vor einer ungewissen Zukunft, da sich in einigen Fällen der Einbau teurerer Abgas-Nachbehandlungen in dem preissensitiven Segment nicht lohnt – und dann immer noch den CO2-Flottenausstoß des Herstellers belasten. Einige Autobauer überlegen deshalb, ihre Baureihen auslaufen zu lassen – oder wie der VW-Konzern mit dem Up und den Schwestermodellen Seat Mii electric und Skoda Citigo e iV auf den E-Antrieb zu wechseln.

Peugeot hat sich inzwischen für letzteres entschieden. „Wir haben vor einigen Wochen beschlossen, den 108 in unserer Aufstellung beizubehalten“, sagte Imparato gegenüber dem britischen Magazin „Auto Express“. „Warum? Weil dieses Auto einen vernünftigen Erfolg hat und weil es wichtig ist.“ In Großbritannien verkaufe Peugeot 6.000 108 pro Jahr. Aber: „Wenn es eines Tages ersetzt werden sollte, sehe ich keine andere Lösung als 100 Prozent EV.“

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Die Problematik des Flottenausstoßes wurde offenbar auch im Peugeot-Vorstand intensiv diskutiert. „Auch wenn dieses Segment nicht vollständig auf unsere CO2-Offensive abgestimmt ist, werden wir, wenn der Kunde das Auto im Moment will, mit dem 108 auf dem Markt bleiben“, so Imparato. „Im Moment sind wir auf einem sehr positiven CO2-Niveau und müssen nicht mit CO2 kämpfen.“

Da der 108 derzeit auf einer anderen Plattform basiert als der größere Bruder 208, kann er nicht dessen E-Antrieb (in angepasster Form) übernehmen. Stattdessen steht im Raum, die Technik des kürzlich vorgestellten elektrischen Fiat 500 zu nutzen – 87 kW Motorleistung, 42 kWh Batteriekapazität für 320 Kilometer WLTP-Reichweite. Laut dem Peugeot-CEO ist das möglich, wird aber aus gutem Grund derzeit nicht intern diskutiert. „Wir befinden uns in einer Phase der Fusion der Unternehmen, in der es verboten ist, sich über Interna wie Plattformen auszutauschen“, so Imparato. „Ich freue mich, nach Abschluss des Vertrags darüber zu diskutieren.“

Nur eines scheint klar: Der nächste 108 soll ein vollwertiger Kleinstwagen werden und kein reduziertes City-Gefährt wie der Ami der PSA-Schwester Citroën. Ein solches Modell sei „nichts für Peugeot“. „Für meine Kollegen in Citroën ist es der richtige Weg“, sagt der Pegueot-Chef. „Wir teilen eine gemeinsame Vision in Bezug auf die PSA-Gruppe, aber jede Marke schreibt ihre eigene Geschichte.“
autoexpress.co.uk

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09.03.2020 10:18