18.05.2020 - 12:22

Norwegen: ASKO will Scania bis zu 75 E-Lkw abnehmen

Norwegens größter Lebensmittelgroßhändler ASKO hat sich verpflichtet, in den kommenden drei Jahren bis zu 75 Batterie-elektrische Lkw bei Scania zu bestellen. Der schwedische Nutzfahrzeughersteller will seinerseits die Pläne für seine Batterie-elektrischen Lkw noch in diesem Jahr offiziell vorstellen.

Zunächst zu ASKO: Der Lebensmittelgroßhändler – im Besitz der NorgesGruppen – hat bereits 2016 die ersten E-Lkw getestet und in Trondheim seit Anfang dieses Jahres auch vier Brennstoffzellen-Lkw von Scania in Betrieb. In der Masse der Flotte setzt der Händler aber auf die Batterie: Insgesamt hatten die Norweger bereits 55 E-Lkw bei Scania bestellt. Und nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen des Landes auch zehn Tesla Semi. Die Bestellung bei Scania wird nun nochmals um 20 Exemplare aufgestockt.

Hintergrund ist die Absicht des Konzerns, bis 2026 eine emissionsfreie Verteilung der Lebensmittel zu erreichen. In diesem Kontext hat ASKO kürzlich auch eine Vereinbarung mit ABB über die Lieferung der benötigten Ladeinfrastruktur geschlossen. Die ersten Hochleistungsladegeräte des Typs ABB HVC 150C (150 kW) sind bereits im ASKO-Distributionszentrum in Oslo in Betrieb, wo sie zurzeit zunächst zwei Batterie-elektrische Scania-Lkw laden. Die beiden Fahrzeuge kommen auf eine Nutzlast von jeweils zehn Tonnen und eine Reichweite von bis zu 120 Kilometern.

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Scania hat bereits elektrifizierte Nutzfahrzeuge im Portfolio: Die Produktion von Batterie-elektrischen Bussen und Hybrid-Lkw beziehungsweise -Bussen ist bereits angelaufen. Was fehlt, sind bis dato eben Batterie-elektrische Lkw. Erst kürzlich haben die Schweden neue Unternehmensziele vorgestellt, die neben einer drastischen Reduzierung der eigenen Kohlenstoffemissionen auch die Minimierung von Emissionen bei Kunden fixieren. „Die ASKO-Vereinbarung ist ein greifbares Beispiel dafür, wie wir mit unseren Kunden zusammenarbeiten, um den Übergang zu nachhaltigen Transportlösungen zu vollziehen“, sagt Scania-Chef Henrik Henriksson.

Volkswagens Nutzfahrzeugtochter Traton hat in diesem Zusammenhang angekündigt, mit ihren Marken MAN, Scania und Volkswagen Caminhões e Ônibus (VWCO) bis zum Jahr 2025 insgesamt mehr als eine Milliarde Euro in die Forschung und Entwicklung im Bereich Elektromobilität investieren zu wollen. Dabei verfolgen die Marken unterschiedliche Ziele: Scania soll als „Innovationsführer“ nicht-fossile Lösungen vorantreiben, während MAN als „breit aufgestellter Business Partner“ auf eine Vielzahl von Antrieben setzen will. Bei VWCO steht mit den Märkten in Lateinamerika und Afrika ein bestmögliches Preis-Leistungs-Verhältnis im Vordergrund. Das heißt aber nicht, dass VWCO auf Elektromobilität verzichtet: Ab 2020 werden 1.600 E-Lkw an den brasilianischen Bier- und Getränkehersteller Ambev ausgeliefert.
prnewswire.com

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