31.05.2020 - 22:45

Bayern will 100 Wasserstoff-Tankstellen errichten

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Bayern hat eine neue Wasserstoffstrategie vorgestellt, mit der sich der Freistaat zu einem „weltweiten H2-Technologieführer“ entwickeln will. Angestrebt wird unter anderem, Wasserstoff-Anwendungen im Verkehr zu forcieren und den Ausbau der H2-Infrastruktur voranzutreiben.

Als Basis der Pläne sollen in den nächsten Jahren bayernweit 100 H2-Tankstellen errichtet werden. Dafür legt das Landeswirtschaftsministerium ein Förderprogramm in Höhe von 50 Millionen Euro auf. Unterstützt wird sowohl die Errichtung öffentlicher als auch betrieblicher H2-Tankstellen für Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge, allen voran BZ-Busse und -Lkw.

Zur Marktaktivierung will die Staatsregierung zudem Elektrolyseanlagen und Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge selbst fördern. Damit beabsichtigt der Freistaat vor allem, neue Wertschöpfungsmöglichkeiten für Tankstellen-Standorte in der breiten Fläche zu schaffen: etwa „an kommunalen Betriebshöfen, bei Stadtwerken oder für Fuhrpark- und Omnibusunternehmen“, heißt es aus München. Wert legt der Freistaat dabei auf „grünen Wasserstoff“ – sprich durch erneuerbar Energien generierten Wasserstoff.

Im vergangenen Jahr hat Bayern bereits erste Weichen für die Entwicklung neuer H2-Technologien gestellt: Im September 2019 gründete die Staatsregierung das Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B) in Nürnberg und rief das Bayerische Wasserstoffbündnis mit mittlerweile über 30 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden ins Leben. Das H2.B wird auf Basis der nun publik gemachten Strategie jetzt auch eine „Wasserstoff Roadmap Bayern“ für die Zeit bis 2025 erarbeiten. Ein weiterer Bestandteil von Bayerns neuer Wasserstoff-Offensive ist die Förderung der Mobilitätsforschung. Die Technische Universität München (TUM) und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben sich vor diesem Hintergrund zusammengeschlossen, um Wasserstoff-Technologien für die Mobilität gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wirtschaft weiter zu erforschen und anschließend in die Anwendung zu bringen.
automobilwoche.de, heise.de, br.de, stmwi.bayern.de, tum.de

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37 Kommentare zu “Bayern will 100 Wasserstoff-Tankstellen errichten

  1. Swimcoach

    Es ist nich nachvollziehbar, dass Deutschland auf Batterieäntieb setzt anstatt ďen Wasserstoffantrieb zu fördern. Es mag sein, dass hohe Kosten entstehen, aber auf lange Sicht, wird ein Gewinn erzielt und sei es nur für die Umwelt. Nutzen wir diese Technologie, entwickeln sie weiter und nutzen wir das „Knowhow“ füŕ bessere Antriebe. Steigen wir um, investieren wir jetźt, dann ist auch Batterieentsorgung ein Problem weniger.

    • Schmidt-Wienke

      Hier bei uns wird Lobbyarbeit anscheinend massiv gefördert.
      Die Brennstoffzellen sind Einsatzbereit.
      Ich will hier den reinen Elektroantrieb nicht verteufeln, aber es wird so nicht funktionieren.
      In den Ballungszentren zum Pendeln um zur Arbeit zu gelangen.
      Super klasse.
      Was ist mit den Millionen Menschen die einen Anhänger benutzen?
      Egal ob Forst oder Landwirtschaft, ob Menschen die ihren Wohnwagen oder Motorboot, das Motorrad oder sonstiges transportieren. An den reinen E Mobilen ist die Anhängelast stark eingeschränkt.
      Die Reichweite nimmt massiv ab. Die Ladestationen können einen Massenandrang niemals bewältigen.

    • Korbinian Rottmair

      Wasserstoff ist nunmal insgesamt extrem ineffizient. Wir reden hier über den Faktor 2-3. Das ist in etwa so, als würde jemand einen Verbrenner, mit einem Benzinverbrauch von 20L auf 100km vorstellen. Dafür müßte das Auto zumindest fliegen können.

      Hinzu kommt, dass der große Vorteil, der schnelle Tankvorgang, immer weiter schwindet. Den Toyota Mirai vollzutanken dauert 15min, den Audi eTron zu 80% zu laden hingegen 20 min. Das Fernziel sind 5 min für 75%, bei einem Akku mit über 1000km Reichweite.

      Die Ineffizienz wird dem Wasserstoffauto vermutlich den Gar ausmachen. Beim Wankelmotor haben damals 15% Mehrverbrauch gereicht, wir reden hier über 100-200%.

      Von den ganzen anderen Nachteilen garnicht erst anzufangen.

      • Dani_E!

        gründsätzlich haben Sie da Recht, das Thema H2 ist für den Individualverkehr völlig ungeeignet. Kein Wunder , dass alle großen Europäischen Hersteller die Entwicklung eingestellt haben. Für den Fernverkehr sehe ich da allerdings durchaus Potential. Insofern ist die Förderung von Tankstellen für eben diesen nicht per se unfug! Hier geht man eben nicht den gleichen Weg wie beim Elektroauto, wo man noch Jahre beim Ausbau der Lademöglichkeiten hinterherhinkt. Zugegeben die Investitionen sind im Vgl. zu den Ladesäulen die dringend nötig wären erschreckend hoch. Hier sollte man auf jedenfall entsprechend ein Vielfaches in die Elektromobilität investieren und nicht nur private Firmen und Hersteller verpflichten, sondern auch von staatlicher Seite forcieren

      • Lars Höntze

        Hallo dann nennen Sie doch mal Nachteile von Brennstoffzellen Autos. Solange in Deutschland bei Wind die Windmühlen abgeschaltet werden und der nicht produzierte Strom trotzdem bezahlt wird. Ist der Wasserstoffantrieb nicht zu teuer. Für etwas zu bezahlen was nicht produziert wird und keiner etwas davon hat ist viel teurer.

      • Klaus Schaake

        Bitte entschuldigen Sie die drastischen Worte: Ihre Darstellung ist in allen Punkten unfundierter Quatsch!
        Offensichtlich haben Sie noch nie einen Mirai betankt.
        Ein Volltanken für min. 500 km dauert maximal 5min.
        Ohne wirklichen Hintergrund muss man nicht etwas kommentieren. Sie sollten dringend Fakten in Fachbeiträgen lesen und sich ernsthaft mit der Materie beschäftigen und nicht unqualifiziert Nonsens nachplappern. Auch Ihre Meinung zur H2- Effizienz liegt weit neben der Realität. Ich erlauben mir diesen Kommentar als erfahrener FECV-Fahrer und H2- Insider.
        Das Bayern voranpreschen will kann man nur in höchstem Maße loben und hoffen, dass das nicht nur ein Strohfeuer ist.

      • Martin

        23.331 kWh auf 100km benötigt mein mirai (=0.7kg H2), ist in 5 Minuten auf 100% und somit über 550km Reichweite geladen.
        Auch im Winter fällt diese Reichweite unmerklich, dafür ohne Akku Vorheizungstricks, ab.
        Dazu tanke ich ihn mit grünem H2 aus regenerativer Erzeugung mit Überschussenergie.
        Dadurch kenne ich von jedem H2 Molekül im Tank wirklich seine Herkunft.
        Somit benötigt ein Akku Auto, da es 3x weniger Energie braucht als mein mirai, nur 7.7kWh auf 100 km…
        Wie weit wohl ein Tesla Model X damit kommt?

        • Farnsworth

          Faktisch richtig. 0,7kg H2 entspricht einem Heizwert von ca. 23kWh. Der Wasserstoff liegt aber nicht im Tankbären Zustand irgendwo rum sind, sondern diese muss man auch herstellen. Wieviel erneuerbare Energie ist denn notwendig um diesen herzustellen? Wieviel Energie um diesen auf 700bar zu komprimieren? Und um mal bei ähnlichen Fahrzeugen zu bleiben wie weit kommt denn ein Model 3 damit? Ein Model X ist eher deutlich größer. Herr Schaake schrieb diffus etwas, dass die Effizienz gar nicht so schlecht wäre. Eine Hinweis wie hoch der Gesamtwirkungsgrad ist wäre hilfreich am Besten noch mit Quellenangabe. Mein letzter Kenntnisstand ist es Faktor 2-3 zum Energiegehalt des Wasserstoffs.
          Warum sollte es eigentlich nicht möglich sein überschüssigen Windstrom mit höherer Effizienz in E-Autos zu schieben, die am Netz hängen?

          • mike

            genau, für Überschuß wurde vor Jahrzehnten das Fernsteuersignal eingeführt. Es wurde für „Nachtspeicheröfen“ genutzt um Nachts die Kraftwerke besser auszunutzen. genau so ginge es auch mir „Überschuß-Strom“ wenn man denn wollte. und ein Entsprechender Stromtarif sollte in einer freien Marktwirtschaft ja selbverständlich sein.

    • Jaufi

      Bin dabei! Wobei das eine das andere nicht ausschließt. Würde sagen, BMW geht den richtigen Weg und hält sich alle Wege offen. BMW eben!

  2. Schmidt

    Endlich werden die ersten Bundesländer wach in Richtung zukunftsträchtige Energie.
    NRW ist wieder mal dabei, den rechtzeitigen Wechsel zu verschlafen

  3. Peter Saar

    eine Tankstelle kostet 1,5 Mio € – 100 Stück = 150 Mio.
    ohne Aussicht auf Amortisation.
    1 kg H2 kostet 9,50 € und wird mit 15 € subventioniert
    und ist zusätlich nur “ blauer Wasserstoff “ aus Erdgas.
    Die Hoffnung auf „grünen Waserstoff“ in großer Menge ist gleich null.
    Na dann mal weg mit den Fördergeldern.
    (Haupsache sie bleiben in Bayern)

    • Energiewender

      Alles auf den Punkt gebracht. Danke. Die H2 Busfahrkarte Kurzstrecke für 10 € und alle die „Hurra Wasserstoff“ rufen, fahren dann mit, wäre die Lösung.

    • FSW

      Eine H2 Tankstelle lässt sich mit >15 Nutzfahrzeugbetankungen pro Tag relativ einfach wirtschaftlich betreiben. Kommen dann noch sukzessive immer mehr PKWs dazu, wird der Case spannend.

      Es ist übrigens falsch, dass H2 subventioniert wird. Der Preis von 9,50€/kg (netto=7,98€) wurde nur gesetzt, um regionale Einkaufspreisschwankungen zu kompensieren.

    • Martin

      In D gibt es 15’000 Tankstellen.
      In D gibt es 65 Millionen Auto’s.
      1 Wallbox kostet 1000€
      1 H2 Tankstelle 1-2 Millionen €

      Würden alle Tankstellen mit H2 Nachgerüstet, es würde 15-30 Milliarden € kosten.

      Da ein BEV Daheim, im Geschäft und in der Freizeit je eine Wallbox braucht, sonst klappt es mit dem Akku als Smartgridspeicher nicht, darf mit mindestens 2 Stück pro BEV gerechnet werden = 130 Milliarden €

  4. Mike Lehmann

    Sehr geehrte Damen und Herren

    Wann ist mit einer Wasserstoff Tankstelle in
    Landshut zu rechnen?

    Vielen Dank im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen
    Mike Lehmann

  5. VPetry

    Super! Herzlichen Glückwunsch an die bayerische Staatsregierung zu diesem unpopulären Schritt. Werdet noch mutiger! Und schafft euch einen breiten Horizont jenseits der ideologischen Glaubenskämpfe des ENTWEDER – ODER.

    • mike

      z.B. Sono Motors fördern, was dann eine Innovationsprämie wäre.

  6. Peter Zimmermann

    Gut gemacht – Bayern, hoffe, dass wir Hessen und danach die anderen Bundesländer auch ins Thema holen können…

  7. Zellermayer Robert

    Ich finde das sehr gut, denn was wollen die Anderen die immer Rumschreien wir brauchen andere Lösungen gegen CO2. Dies momentan die einzige Lösung. Du brauchst doch nicht glauben das Elektroauto eine gut Lösung sein soll. Batterien herstellen ist das eine aber entsorgen das andere. Genau so schlimm wie Atommüll. Ich habe Solarstrom auf dem Dach 66000 kwh.
    Mit mehr Solar könnte man auch Wasserstoff produzieren.
    Macht der Umwelt und den nachfolgenden Generationen eine Freude und seit für neue Inovationen.
    Es war immer schon so, dass manche einfach los brüllen aber nicht nachdenken.
    Ich bin der Meinung, dass der Wasserstoff die einzige und wahre Sache ist.

    • Fabian

      Soso, Sie haben also eine 66 MW Photovoltaik Anlage auf dem Dach?
      Wie groß ist dann Ihre Bude?

      • mike

        ich glaube der verkauft Solarzellen. Da macht Wasserstofferzeugung natürlich Sinn…Wahrscheinlich jemand aus Dr. Söders Familie.

    • Korbinian Rottmair

      1: Das alte Akkus genauso schlimm sind wie Atommüll ist völliger Quatsch. Wahr ist, dass es momentan nicht genug Recyclingkapazitäten gibt, aber die kann man schaffen.
      2: Auch die Brennstoffzelle wird nicht aus Luft und Liebe Hergestellt, sie erfordert seltenen Rohstoffe, besonders wenn sie in Autos einsetzbar sein soll. Die Platinmetalle sind auch begrenzt.
      3: ein Wasserstoffauto benötigt zwei bis dreimal soviel Strom, als ein Elektroauto, wenn man den Wasserstoff mit Elektrolyse gewinnt. Fossil gewonnen benötigt Wasserstoff etwa 1,5 mal soviel Energie, als ein Benzin-, Diesel- oder Erdgasauto.

      Das Wasserstoffauto wird wohl untergehen, so wie der Wankelmotor untergegangen ist. Einzig der Blaue Wasserstoff könnte noch eine Alternative sein.

    • SebastianK

      Auch Wasserstoffautos haben einen Akku!
      Dies ist systembedingt notwendig, da die Brennstoffzelle träge ist.
      Des Weiteren werden auch in der Brennstoffzelle selbst Seltene- /Edelmettalle verwendet.
      Und die Aussage, wenn wir mal grünen Strom im Überfluss haben ist der Wirkungsgrad vernachlässigbar… Keiner investiert in den Bau von Kraftwerken, PV-Anlagen wenn sich die Investitionen nie rechnet!
      Des Weiteren können mit der gleichen Strommenge, die notwendig ist für den Betrieb eines Wasserstoffautos, Drei Akku betriebene KFZ bewegt werden. Der Wirkungsgrad ist über die gesamte Herstellungs, Speicher, Transport Strecke einfach viel zu ineffizient.
      Wasserstoff (Gas) diffundiert durch jedes Tankmaterial, mal schneller, mal langsamer. Somit haben wir bei einer Langzeitspeicherung Sommer-> Winter allein dadurch erhebliche Verluste. Außer wir speichern flüssig. Hier benötigen wir dann Energie zur Kühlung auf -253 Grad.

      Wasserstoff sehe ich nur in Spezialfahrzeugen, Flieger, Raketen und evtl. Schiffe.

      • Martin

        Bis 2012 experimentierte BMW mit dem flüssigen H2.
        Der dampfte in der Tat in 9 Tagen aus.

        Wir stellen nun fest, Akku haben keine Selbstentladung von 0.5% im Monat.
        Wie auch aktuelle H2 Tanks nicht maximal 0.5% des Tankinhaltes in 12 Monaten verlieren…

        Aktuelle H2 Brennstoffzellen Autos benötigen 0.7kg H2 auf 100 km = 23.331kWh …
        Ein Tesla Model S benötigt 21.3kWh auf 100km… Ja, das ist wirklich 3x sparsamer!

        Und wir stellen fest, Verbrenner benötigen kein Platin in der Abgasreinigung.
        Wir stellen auch fest, dass ein Brennstoffzellen Auto keinen maximal 1.6kWh Akku benötigt, der rund 50x kleiner ist als der vom Tesla Model S…

        Man könnte mit dem selben Materialaufwand, statt 1 Verbrenner Auto, gleich deren 50 Verbrenner Auto von der Strasse holen….

        • mike

          wieveiel Energie braucht es um 0.7kg H2 herzustellen und zu vertreiben? wieviel braucht es um den Kohlefaser Hochdrucktank herzustellen und zu entsorgen?
          Bei vergleichbarer Fahrweise benötigt ein Model S ca.16kWh/100km.

      • R. D.

        Genau so ist es, dem ist nichts hinzuzufügen.

    • Nico

      Wasserstoff Autos haben auch ne Batterie (ca 20kwh)
      Die aktuellen Brennstoffzellen halten nur ein Bruchteil so lange wie ein Elektroauto
      Aktuelle wasserstoff Autos fangen bei ca 80.000€ an. Viel Spaß eins zu kaufen.
      Wasserstoff wird derzeit aus Erdgas gewonnen und kostet fast 10€ pro Kilo.
      Seltene Erden sind im Elektromotor verbaut, den hat auch ein wasserstoff Auto.

      Und die Batterien muss man nicht entsorgen sie sind ja nicht kaputt, haben nur webiger Kapazität und eigenen sich daher hervorragend als Netzspeicher. Außerdem kann man sie schon heute zu 90% profitabel recyceln. Also nicht so schlimm wie Atommüll. Informiere dich doch bitte über beide Technologien ganz genau. L.G.

      • Nico

        Außerdem ist die Reichweite nicht wirklich höher… Aktuelle wasserstoff Autos Schaffen so 600km…

        Tesla Cybertruck soll auf bis zu 800 kommen
        Und Roadster auf 1000 km
        Die Zukunft wird noch einiges bringen.

        Desweiteren tankt ein H2 Auto kaum schneller als ein Model 3 lädt.
        (Ladespeed in Zukunft auch steigend)
        Vorallem dann nicht wenn kurz vor dir jemand getankt hat, weil die H2 säule erstmal 15 Minuten braucht um den Druck von 600bar wieder aufzubauen.

        Ein Elektroauto kann dann geladen werden wenn es parkt. Ein h2 Auto nicht.
        Daher ist es falsch zu denken man müsste erst zu ner Säule, sich da anstellen und dann weiter.
        Ein Model 3 zb wird einmal bis 2 mal die Woche im Alltag mal über nacht geladen…
        Und auf Langstrecke kst es bei 250kw Ladeleistung in 15 bis 20 Minuten Weiterfahr bereit.

        Außerdem ist das 2018 Technik… (gen 3)
        Die 4te generation wird noch mal besser.
        Bitte betrachte nicht nur die Gegenwart von Elektroautos, sondern vorallem die Zukunft.

        Zb Porsche will 350kw Ladeleistung ermöglichen
        Und Lucid sogar 450kw.
        Da kann selbst ein h2 pkw nicht mithalten.

        Vorallem da Anschaffung und Betrieb arsch Teuer sind. Und es dem Kunden kaum mehr Wert bietet.

  8. Christian Hartmann

    Erdgas will keiner fahren weil das so gefährlich ist, aber Wasserstoff wollen alle. H2 hat einen Speicherdruck von 700bar, Erdgas von 200bar. Dichte Flaschen für H2 gibt es auch nicht. H2 reagiert auch noch schneller als Erdgas.
    Wer H2 fahren will, sollte mal mit Erdgas anfangen. Der Hauptteil ist dort Wasserstoff.
    Traut euch und träumt nicht weiter.

  9. Holger Pissot

    Herzlichen Glückwunsch an Bayern!
    Ich werde nämlich nie verstehen, wieso alle auf Batteriefahrzeuge setzen. Unsinnig lange Ladezeiten, keine Entsorgungskonzepte für veraltete Batterien und Nutz-/Landwirtschaftsfahrzeuge, die nie und nimmer effizient mit Batterien betrieben werden können (wieviel % der Nutzlast-Kapazitäten werden alleine für die Batterien benötigt??).
    Ok, die Autolobby muß nun natürlich aufpassen: Auf Wirtschaftsmanipulationen im H2-Bereich sind sie natürlich nicht vorbereitet…..,

    • mike

      und wie entsorgt man Kohlefasetanks?

  10. Farnsworth

    Ja macht mal. Alle jammern rum, wie teuer E-Autos sind. Glaubt ja nicht, dass Wasserstoffautos da irgendwie preislich auch nur in die Nähe kommen können. Seit wie langer Zeit forschen unsere Autokonzerne jetzt an Wasserstoffautos? Wie viele Milliarden sind an Forschungsgeldern geflossen? Was ist da bis jetzt bei rum gekommen? Ein Toyota Mirai kostet 79.000€. Für eine Art Prius! Oder der Hyundai Nexo auch in der Preisklasse. Schon mal den Kofferraum gesehen? Ich schon auf der IAA. Unter dem Ladeboden ist kein Platz mehr für ein Ersatzrad. Alles voll durch den Tank. Schon mal ins Wartungsbuch geschaut? Wie wartungsanfällig so eine Brennstoffzelle ist?
    Und wo soll man denn so ein Teil tanken. Mir sind schon aktuell die Umwege zu der Tankstelle zu blöd. Wenn mein Up kommt zahle ich 16.500€ und Stöpsel den Abends einfach in die Steckdose, fertig. Aber es scheinen entgegen jeder Statistik ja immer alle nur Langstrecke und mit Hänger durch die Gegend zu fahren.

    Die Schauermärchen von der Entsorgung der Batterien sind auch Nonsens. Das sind wertvolle Rohstoffe, die lässt sich niemand durch die Lappen gehen.

    Tesla wird unserer Automobilindustrie zeigen wo es lang geht. Entweder man bietet etwas Konkurrenzfähiges oder man ist bald weg vom Fenster. Kodak und Nokia lassen grüßen.

    Ich bin nicht gegen Wasserstoffautos, aber ich glaube nicht an eine weite Verbreitung als Privat-PKW. Höchstens als Nische. Die einzigen vermeintlichen Vorteile sind Reichweite (braucht man nur selten) und Tankzeit. Und die wird man sich sehr teuer erkaufen müssen.

    Farnsworth

    • Martin

      Interesssnter Vergleich.
      Ein E-Up vs mirai.
      Dabei noch den Kofferraum bemängeln….
      Wie sieht denn der Vergleich vom E-Up zum Tesla Model S aus?
      Inkl Preis?
      Und mirai vs Tesla Model S, Preis, Ladezeit, Reichweite?

      • Farnsworth

        Der Punkt ist der: es wird kein Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb in der Preisklasse eines e-Ups geben. Die Komponenten passen nicht in diese Fahrzeugklasse. Wo soll denn der Tank hin? Ich brauche kein 80.000€ Auto. Aber wenn ich eins kaufen würde, dann sollte der auch was bieten.

        Aber weil Du danach fragst: Kofferraum Nexo: 461l/1.466l Model S:804l/1.792l e-Up:251l/941l Mirai:361l . Interessant ist auch die Zuladung. Beim E-Up 327-370kg. Beim Mirai 320kg. Wow nicht schlecht, aber dafür kann man ihn ja schnell tanken.

        In der Preisklasse sind Model S und Mirai ungefähr gleichauf. 610km Reichweite Model S vs. 480km beim Mirai. Die theoretische Ladedauer ist schwer zu vergleichen. Fest steht. Mit einem Mirai muss ich im Alltag ständig zur Tankstelle. Mit dem Tesla nie. Fahre ich eine Strecke von 520km müsste ich den Mirai nachtanken, den Tesla nicht. Fahre ich 800km würde ich den Tesla nur so voll machen, dass er mich zum Ziel bringt, weil da kann er ja über Nacht wieder vollgeladen werden.

        Aber diese Fragen sind für mich ein theoretischer Natur. Ich habe eine Analyse meines Fahrprofils gemacht und kam zu dem Schluss, dass für mich die 260km Reichweite eines e-Ups für mich absolut ausreichend sind. Ich werde höchstwahrscheinlich 6-10 Strecken im Jahr fahren, bei denen die Reichweite nicht ausreichen wird. Warte ich halt mal eine halbe Stunde und trinke gemütlich einen Kaffee. So what?

        Noch ein Punkt zur Entsorgung: wie gut lässt sich eigentlich so ein GFK/CFK-Komponenten-Tank recyceln?

        Farnsworth

        • Martin

          komisch, mein mirai hat eine Reichweite von 600km und nicht nur 480km wie es eben angegeben wurde.
          Habe diese Reichweite selber erfahren.
          Laut Wikipedia soll der E-UP von VW weniger Liter Kofferraumgrösse haben.
          Das Lithium aus den Akku’s zuruckzugewinnen ist zwar technisch möglich, aber „frisches“ ist massiv billliger, daher wird es noch nicht genutzt.
          Die Drucktanks haben eine Lebensdauer von 20 Jahren.
          Da auch Flugzeuge Kohlefaser nutzen, läuft da gerade die Forschung wie es zu Rezyklieren ist.
          Akku’s lieben kälte nicht, gut es ist das Elektrolyt das dann träger wird.
          Da auch ich BEV Erfahrung habe ist mir der Reichweitenverlust bekannt.
          Was für eine Reichweite im Sommer soll den der ID.3 haben? Und im Winter?
          Wird da der Akku auch geheizt?

  11. mike

    diese Wasserstoffkreisläufe sollten erst mal stationär im großen Maßstab einigermaßen zuverlässig funktionieren. Da könnte man einen Teil der Verlustwärme wieder gewinnen. aber so ….Lobby hoch 2?

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/05/31/bayern-will-100-wasserstoff-tankstellen-errichten/
31.05.2020 22:39