ZeroAvia meldet Erstflug mit Batterie-elektrischer Maschine

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Das auf elektrische Flugzeugantriebe spezialisierte Unternehmen ZeroAvia hat im Rahmen des von der britischen Regierung unterstützten Projekts HyFlyer nun in Cranfield erfolgreich den Erstflug eines sechssitzigen Batterie-elektrischen Flugzeugs absolviert.

Der Jungfernflug mit der Batterie-betriebenen Maschine ist nur der erste Schritt auf dem Weg zu Testflügen mit einem Wasserstoff-Flugzeug, die noch im Laufe dieses Sommers folgen sollen. ZeroAvia entwickelt wie berichtet einen Brennstoffzellen-Antrieb für Flugzeuge und präzisiert nun seine Kommerzialisierungspläne: Wasserstoff-Flugzeuge mit zehn bis 20 Sitzplätzen wollen die Kalifornier innerhalb von drei Jahren einsatzbereit machen, bis zum Ende dieses Jahrzehnts sollen H2-Flieger für 50 bis 100 Passagiere realisiert werden. Flüge mit mehr als 200 Sitzplätzen und einer Reichweite von über 3.000 Meilen (5.556 Kilometer) hält das Unternehmen bis zum Jahr 2040 für erreichbar.

Technische Details wie etwa den Aufbau des Antriebsstrangs, die Integration in den Rumpf, die Lage der Tanks oder die Leistung des Antriebs nennt ZeroAvia weiterhin nicht. Dafür berichtet ZeroAvia, dass am Flughafen in Cranfield kürzlich eine Wasserstoff-Betankungsinfrastruktur in Betrieb gegangen ist. Außerdem habe man „einen vollständigen Satz bodengestützter Flugsimulationen mit voller Leistung für Wasserstoff-Langstreckenflüge abgeschlossen“. Mit eingebunden in das Projekt sind unter anderem das European Marine Energy Centre (EMEC), das sich um die Entwicklung der Betankungsinfrastruktur kümmert, und das Unternehmen Intelligent Energy, das seine Brennstoffzellentechnologie für Anwendungsfälle in der Luftfahrt modifiziert.

ZeroAvia, ein Startup aus dem Silicon Valley, wurde von Val Miftakhov gegründet, bekannt als Gründer und CEO des 2017 von Enel übernommen kalifornischen Ladeinfrastruktur-Spezialisten eMotorWerks. „Mit der zügigen Dekarbonisierung des Landverkehrs wird der schnell wachsende Luftverkehr bald zur führenden Emissionsquelle. Daher müssen wir Wege finden, die Luftfahrt nachhaltiger zu gestalten“, äußerte Miftakhov vergangenens Jahr bei der Vorstellung der Unternehmenspläne. Dabei zieht ZeroAvia einen Wasserstoff-elektrischen dem Batterie-elektrischen Antrieb vor. Und zwar mit der Begründung, dass Wasserstoff später niedrigere Betriebskosten verursache und ein vielversprechenderes Energie-Gewichts-Verhältnis habe, was den kommerziellen Betrieb aus Sicht des Unternehmenschefs in einem viel größeren Maßstab und in einem kürzeren Zeitrahmen rentabel macht.

Eingebettet ist die Entwicklungsarbeit von ZeroAvia in das Projekt HyFlyer, das von der britischen Regierung forciert wird. Es zielt darauf ab, kleine Mittelstrecken-Passagierflugzeuge zu dekarbonisieren. Dabei soll der konventionelle Antriebsstrang im Flugzeug durch Elektromotoren, Brennstoffzellen oder Gasspeicher ersetzt werden. Die Projektteilnehmer arbeiten als Höhepunkt von HyFlyer auf einen Flug über 250 bis 300 Seemeilen von Cranfield zu den Orkney-Inseln in Schottland hin.
prnewswire.com

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