21.07.2020 - 11:53

Mercedes EQS mit mehr als 700 Kilometern Reichweite?

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Daimler-Chef Ola Källenius hat im Rahmen seiner Rede bei der Hauptversammlung kürzlich einige nähere Details zum EQS verraten. Die rein elektrische Luxuslimousine, die auf einer reinen Elektroarchitektur basiert, soll „nächstes Jahr ein neues Zeitalter bei Mercedes“ einläuten.

Zudem gab der Daimler-Vorstandsvorsitzende an, dass das elektrische S-Klasse-Pendant „mehr als 700 Kilometer Reichweite nach WLTP“ bieten soll. Bei der Vorstellung des Konzeptfahrzeugs Vision EQS im vergangenen Jahr war noch eine WLTP-Reichweite von „bis zu 700 Kilometern“ genannt worden.

Offen ist, was genau Källenius mit „nächstes Jahr“ meint – den tatsächlichen Marktstart oder nur die Präsentation des tatsächlichen Serienmodells. Die Serienversion wird in der Factory 56 in Sindelfingen vom Band laufen, wie Källenius nun erklärte. Die Batteriepakete werden aus dem Werk Untertürkheim kommen. Darin sieht der Schwede ein „Symbol für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland“.

Während Premium-Konkurrent BMW bekanntlich auf den Multi-Energy-Ansatz baut und Batterie-elektrische Modelle auf der selben Basis wie die Verbrenner bauen will (auch den 7er als potenziellen EQS-Konkurrenten), setzt man in Stuttgart auf eine reine Elektro-Plattform. „Das eröffnet ganz andere Möglichkeiten – vom Verbau der Batterien bis hin zum Design“, so Källenius.

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Während BMW also auch beim elektrischen 7er an den großen Motorraum für die V8-Benziner und das wuchtige Front-Design gebunden ist, ist Daimler bei der Gestaltung des Vision EQS eigene Wege gegangen, etwa das gestreckte „one-bow“-Design und der kurze Überhang vorne. Noch nicht bekannt ist, ob das Serienmodell des EQS auch Designelemente wie die aus 229 einzelnen LED-Sternen bestehenden Heckleuchten von der Studie übernehmen wird – oder ob es an dieser Stelle wieder etwas konventioneller wird.

Viele technische Daten sind zum EQS von nicht bekannt. Der EQS wird das erste Modell auf Basis der skalierbaren Elektrofahrzeugarchitektur (EVA) von Daimler. Mit dem Skateboard-Aufbau sollen nicht nur verschiedene Modelle flexibel gefertigt werden können, sondern auch unterschiedliche Varianten eines Modells. Bei der Studie sprach Daimler von zwei E-Motoren, die zusammen 350 kW leisten sollen. Die Ladeleistung soll ebenfalls bei 350 kW liegen. Es gab bereits Berichte über mögliche AMG-Versionen des EQS.
daimler.com (PDF, ab S.8)

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7 Kommentare zu “Mercedes EQS mit mehr als 700 Kilometern Reichweite?

  1. Hans Herbert

    Bei Mercedes kann das nur eines heißen: sie werden nächstes Jahr mit den Planungen fertig. (schmunzel)

    • Sebastian

      @Hans Herbert: Es fahren schon seit letztem jahr Erlkönige rum.

  2. Jürgen Kohl

    Eine schöne Daimler Werbung.

    Wir wissen nix, sagen nix, aber das ist ein riesen super tolles klasse Auto. Wir soll den Gag denn glauben?

    700 km? Der EQC ist doch schon eine Niete , die niedrige Reichweite bekannt. Gladenlos verloren gegen den Audi e-tron und Tesla. Das Beste oder nichts. Jeder mag entscheiden was diese haltlosen Ankündigungen sind. Heiße Werbeluft. Ich bin gespannt, wann Geely den Laden übernimmt.

    • TL431

      EQC gnadenlos gegen Tesla verloren? Also der EQC ist in Europa vor Model S/X.

  3. Sascha Breit

    Ich habe mich schon bei der Präsentation der letzten S-Klasse gefragt, wo die ganzen Hybride sind. Mich hat gewundert, dass das zu Beginn nicht mal angedacht war. Die Lösung mit dem wesentlich kleineren Kofferraum wegen des Akkus sieht nicht nach hoher Ingenieurskunst aus. Mal gespannt, wann der EQS zu kaufen ist, und hoffentlich mit dem vielen LED-Schnickschnack, endlich mal was anderes, weniger konventionelles.

  4. Peter Weber

    Letzt endlich ist es ein alter Marketingtrick. Man versucht so die, die sich jetzt Gedanken machen Umzusteigen noch so lange wie möglich bei der Stange zu halten. Das stellen wir bei vielen Gesprächen von Interessierten fest. Nach dem Motto: “wir warten, weil da kommt doch….”
    Ein Abwandern der potentiellen Mercedeskunden zu anderen Marken, versucht man so weitestgehend auszubremsen.
    Die, die mutiger sind, kaufen jetzt schon Audi, Tesla und co. Die Konservativen hält man halt so bei der Stange und es funktioniert.

    • Jan Friedrich

      Guter Punkt, das glaube ich auch. Ausbremsen ist auch der richtige Ausdruck, denn gänzlich lässt sich das Abwandern nicht aufhalten. Und ich glaube nicht mal, dass die Kunden alle zu Tesla gehen. Das wirklich erschreckende ist für mich, dass man technisch den Anschluss an noch ganz andere Unternehmen (VW Konzern, aber auch Konkurrenten aus Fernost, wie Kia, Hyundai, Nissan) zu verlieren scheint… Diese mögen oft nicht direkt im Gleichen Marktsegment unterwegs und zu vergleichen sein, aber wenn der Abstand erst einmal groß genug ist, könnten eben doch deren Oberklassemarken auch in Europa Einzug halten.

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21.07.2020 11:31