Ballard stellt gemeinsam mit Audi entwickeltes BZ-Stack vor

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Ballard Power Systems erweitert sein Angebot an PEM-Brennstoffzellenstacks um ein neues Exemplar namens FCgen-HPS, das sich für eine Reihe von leichten, mittleren und schweren Nutzfahrzeugen eignet, aber beispielsweise auch in Schiffe, Schienen- und Luftfahrtfahrzeuge verbaut werden kann.

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Der neue BZ-Stack mit 140 kW Maximalleistung und einer volumetrischen Leistungsdichte von 4,3 kW pro Liter hat Ballard im Rahmen seiner Kooperation mit Audi entwickelt. Die Ingolstädter erhalten im Rahmen eines dieser Tage unterzeichneten unverbindlichen Memorandum of Understanding das Recht für die Nutzung des FCgen-HPS in allen Anwendungen inklusive Nutzfahrzeugen und Pkw. Die Absichtserklärung soll noch in diesem Jahr mit einer endgültigen Vereinbarung formalisiert werden.

Die Leistungswerte des neue PEM-Brennstoffzellenstack sind laut den Kanadiern das Resultat von Fortschritten in puncto Membran-Elektroden-Einheiten (MEAs) und Kohlenstoff-Bipolarplatten. Das FCgen-HPS halte eine Betriebstemperatur von bis zu 95 Grad Celsius aus und sei am anderen Ende der Skala noch bei -28 Grad Celsius „startfähig mit schneller Leistungssteigerung“ , wie Ballard in einer begleitenden Pressemitteilung schreibt.

Unternehmenschef Randy MacEwen konstatiert, dass das Bewusstsein wachse, dass Brennstoffzellensysteme gut geeignet sind, um eine Reihe von mobilen Anwendungen zu dekarbonisieren, die in der Vergangenheit nur schwer zu dekarbonisieren waren – etwa Busse, Lkw, Züge und Schiffe, bei denen eine hohe Nutzlast, Reichweite und eine schnelle Betankung erforderlich sind. „In diesen Anwendungsfällen geht es typischerweise um die Depotbetankung bei der Rückkehr zur Basis (…). Das FCgen-HPS unterstützt unsere Bemühungen, in diese großen Märkte vorzudringen und verbessert gleichzeitig unsere langfristige Positionierung für zukünftige Antriebsanwendungen, einschließlich Pkw und urbane Fluggeräte.“

Mit Audi hat Ballard bereits seit 2013 einen Partner aus der Automobilbranche an der Seite. 2018 hatte das Duo seine Kooperation im Bereich Brennstoffzellen um 3,5 Jahre bis August 2022 ausgeweitet. Im Rahmen des bereits mehrmals verlängerten Programms HyMotion unterstützt Ballard Power Systems Audi unter anderem bei der Einführung einer Kleinserienproduktion von BZ-Fahrzeugen.

Die Ingolstädter verantworten bekanntlich die BZ-Entwicklung für den gesamten Volkswagen-Konzern. Sitz von Audis Brennstoffzellen-Kompetenzzentrum ist der Standort Neckarsulm in Baden-Württemberg. Die jüngste Präsentation eines Brennstoffzellen-Konzepts datiert von 2016. Seinerzeit stellten die Ingolstädter den h-tron vor, einen H2-Wagen auf Basis des A7 Sportback mit einer Reichweite von bis zu 600 Kilometern.

Update 31.10.2020: Ballard Power Systems und Audi haben ihr Memorandum of Understanding jetzt wie oben angekündigt mit einer endgültigen Vereinbarung formalisiert.
ballard.com, ballard.com (Update)

1 Kommentar

zu „Ballard stellt gemeinsam mit Audi entwickeltes BZ-Stack vor“
Roger Hobbs
16.09.2020 um 11:56
Dafür kostet ein FCEB auch mal eben 185k€ mehr und der Kilometer noch einmal 6 Cent mehr gegenüber einem BEB. Klingt erst einmal wenig...das sind pro Bus und Tag 9 Euro bei 150km und 3.2k€ im Jahr. Auf die Laufzeit von min. 12 Jahre knappe 40k€ pro Bus...sie merken es sicher schon.

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