05.10.2020 - 21:37

Plug-in-Hybrid: Förderung nur noch bei elektrischer Fahrt?

These des Monats erörtert die Förderung von PHEV-Fahrzeugen in Bezug auf den E-Antrieb

Hartnäckig hält sich das Gerücht, Plug-in-Hybride würden zu wenig geladen. Neuere Studien auf Basis realer Daten stützen die These – und zweifeln den Umweltnutzen der Fahrzeuge an. Sollten Plug-in-Hybride also nur noch gefördert werden, wenn sie auch überwiegend elektrisch fahren? Stimmen Sie ab!

Die Fahrzeughersteller bezeichnen ihre Plug-in-Hybride gern als “das Beste aus zwei Welten” oder Brückentechnologie ins Elektrozeitalter. Der Staat fördert fleißig und belohnt den Kauf von PHEV-Fahrzeugen mit dem Umweltbonus und niedriger Dienstwagen-Besteuerung. Und der Kunde freut sich: Im September waren Plug-in-Hybride mit 7,6 Prozent Marktanteil an den Neuzulassungen auf Augenhöhe mit rein elektrischen Autos, die mit 8 Prozent ebenfalls einen Rekordwert erzielt haben. Doch zuletzt ist das PHEV-Segment in Verruf geraten: So haben das Fraunhofer ISI und das ICCT das Segment genauer angeschaut – mit klaren Ergebnissen. Eine Auswertung realer Daten von über 100.000 PHEV weltweit ergab, dass die realen Kraftstoffverbräuche und CO2-Emissionen von PHEV im Mittel circa zwei bis vier mal höher sind als in den Testzyklen seitens der Hersteller angegeben wird. Verkürzt heißt das: Plug-in-Hybride fahren zu oft im Verbrennerbetrieb – und zu selten elektrisch. Das gilt insbesondere für PHEV-Dienstwagen.

Muss die Bundesregierung auf diese Fehlentwicklung reagieren? Schließlich wird der ohnehin nur geringe ökologische Vorteil der Plug-in-Hybridfahrzeuge ad absurdum geführt, wenn das Zusatzgewicht von Batterie und Elektroantrieb im Alltag mit dem Verbrennungsmotor durch dei Gegend kutschiert wird. Sollte der Gesetzgeber die Förderung also an elektrische Fahranteile koppeln – und so die Nutzer zum Laden der Batterie motivieren? Das möchten wir – die Begleitforschung des Technologieprogramms IKT für Elektromobilität und der Branchendienst electrive.net – mit Ihnen diskutieren. Im Oktober stellen wir deshalb folgende These des Monats zur Debatte:

“Plug-in-Hybride sollten ab 2021 nur dann die staatliche Förderung erhalten, wenn überwiegend der E-Antrieb genutzt wird.”

These des Monats

Wie könnte der Staat eine solche Lenkungswirkung bei Plug-in-Hybriden konkret durchsetzen? Bitte tragen Sie nach der Abstimmung gerne auch Ihre Vorschläge zur technischen Lösung des Problems im Textfeld ein. Wir sammeln die Ideen und bereiten sie im Nachgang im Rahmen der Auswertung umfassend auf, um ein Meinungsbild darzustellen.

Die “These des Monats” bietet electrive.net im Rahmen der Begleitforschung des Technologieprogramms “IKT für Elektromobilität” an. Die Abstimmung bleibt bis zum 30. Oktober 2020 geöffnet. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

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https://www.electrive.net/2020/10/05/plug-in-hybrid-foerderung-nur-noch-bei-elektrischer-fahrt/
05.10.2020 21:38