15.10.2020 - 09:16

Ford plant Rückruf des Kuga PHEV – acht Wochen nach Bekanntwerden des Problems

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Ford bekommt die Batterieprobleme beim Kuga PHEV offenbar nicht in den Griff. Nachdem der Hersteller im August den Verkauf des Teilzeitstromers aufgrund von Bedenken hinsichtlich einer Überhitzung der Akkus eingestellt hatte, ruft Ford nun europaweit alle Kuga-Modelle mit Plug-in-Hybridantrieb in die Werkstätten zurück.

Hans Jörg Klein, Vertriebschef für Ford Deutschland, entschuldigt sich zudem in einer Videobotschaft für das Problem. Wegen der Probleme verschiebt Ford darüber hinaus den Start der Serienproduktion des nächsten Plug-in-Hybridmodells Escape PHEV auf das nächste Jahr.

Ford ist aktuell nicht der einzige Hersteller, der Probleme mit seinen PHEV-Batterien hat. BMW hat in dieser Woche den zweiten Rückruf für einige seiner Plug-in-Hybride innerhalb von zwei Monaten verkündet. Im August war es eine Schweißperle, die bei einigen Fahrzeugen nicht korrekt entfernt wurde und so im ungünstigsten Fall zu einem Kurzschluss führen konnte. Nun will BMW Unreinheiten in den Batteriezellen entdeckt haben, was zu einem erhöhten Brandrisiko führt – Fahrer der betroffenen BMW-Modelle sollen – wie bei Ford – ihr Fahrzeug nicht mehr per Kabel laden.

Der große Unterschied zwischen Ford und BMW: Die Münchner können innerhalb einer deutlich kürzeren Zeitspanne Abhilfe schaffen. Die nun angekündigte zweite Aktion soll noch im Oktober anlaufen. Ford hingegen hat für das Problem am Kuga PHEV offenbar immer noch keine Lösung.
handelsblatt.com, auto-motor-und-sport.de, reuters.com (Escape PHEV)

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15.10.2020 09:18