22.12.2020 - 11:16

Tesla: Supercharger werden bereits von Dritten genutzt

Tesla hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder offen gezeigt, sein Supercharger-Netzwerk auch für andere Hersteller zu öffnen, wenn diese sich an den Kosten beteiligen. Nun hat Tesla-Chef Elon Musk auf Twitter erstmals bestätigt, dass die Supercharger bereits anderen E-Fahrzeugen zugänglich gemacht werden.

Dies geschieht laut Musk allerdings bisher „unauffällig“ und in geringem Umfang. Es gilt als wahrscheinlich, dass sich der Tesla-CEO unter anderem auf das Unternehmen Aptera bezieht. Das US-amerikanische Unternehmen hat kürzlich ein dreirädriges Solar-Elektroauto mit Schnellladefunktion präsentiert. Dem Portal „Inside EV“ fiel in diesem Kontext auf einem Foto auf, dass Aptera offenbar Teslas Supercharger-Technologie verwendete. Ob es noch weitere Hersteller gibt, die dies tun, bleibt unklar.

Aus dem jüngsten Quartalsbericht des kalifornischen Elektroautobauers geht hervor, dass die Anzahl von Supercharger-Stationen und Ladepunkte gegenüber dem zweiten Quartal 2020 wieder um jeweils sieben Prozent zugenommen hat. Tesla steht somit nun weltweit bei 2.181 Supercharger-Stationen mit 19.437 Ladepunkten – rund ein Drittel mehr als vor einem Jahr. Erst vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen den deutschen Supercharger-Standort bei Oberhonnefeld um 20 Ladeplätze der neuesten Generation V3 erweitert. Damit ist der Ladepark mit jeweils 20 Superchargern des Typs V3 und V2 nun der größte Zentraleuropas.
twitter.com via insideevs.com

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10 Kommentare zu “Tesla: Supercharger werden bereits von Dritten genutzt

  1. Udo

    Scheint nur Elon weiter als bis zur Nasenspitze zu denken
    In Deutschland wird mal lange geplant und getestet
    Gestern erst wieder ein Beitrag bei YouTube gesehen igembb

  2. Paul

    Das wäre sehr schlau von Tesla. Habe es nie verstanden, wieso man dieses Asset nicht für zusätzliche Einnahmen nutzt. Denn auch die Supercharger sind selten zu mehr als 50% belegt. Aber ob die technisch notwendige Umrüstung so einfach zu bewerkstelligen ist? Ginge wohl nur per App und nicht per Ladekarte.

    • Chris

      Plug & Charge ist als Schnittstelle zwischen Auto und Ladesäule nach ISO 15118 genormt. Gerade bei Tesla stellt sich die Frage ,ob die die Norm erfüllen. Zudem will Tesla ja nicht nur neue Ladekunden für seine Super Charger generieren, sondern auch eine Kostenbeteiligung der Hersteller beim Aufbau der Infrastruktur. Das Thema taucht dabei immer mal wieder in den Medien auf, wenn Musk auf die Schnelle etwas zwitschert.

      Die Abrechnung ist aber aber nicht genormt. Es gibt jedoch Bestreben, das Thema seitens der Anbieter anzugehen – s. der Bericht hier über den Porsche Taycan.

      Von Nextmove gibt es auch ein Video, dass vermutlich wegen eines Softwarefehlers andere auch den Superchargern laden konnten.

      • Sebastian

        Elon Musk und Herbert Diess sind gute Freunde…

    • Andreas pei

      App reicht ja auch, das Auto würde über seine ID erkannt, also Automatisch. APP ist gut um zu schauen ob Ladepunkte frei simd und wie voll der Wagen ist. Bzw. zum Starten und Stoppen des Ladens. Tesla ist bequemer als der Rest

  3. Johann Schnitzhofer

    Ich würde das sehr begrüßen, weil andere Ladestationen oft nicht funktionieren! Ich habe einen Vw E-Golf und mache oft längere Reisen und da wären die Supercharger eine willkommene Ergänzung zu anderen Ladestationen!

    • Nico

      Toll, ich freu mich auf all die Langsamlader an dem SuC.. es wird so schon manchmal Eng an gut besuchten SuC. Wenn dann dort noch Kona und co stehen welche max. Die Hälfte des Potentials nutze können.. Toll. Dafür hab ich den Tesla nicht gekauft..

      Wenn die Stalls erweitert werden dann wärs für mich ok. Oder wenn es sowas wie “Tesla priority” gibt. Oder es müssen immer die Hälfte der Stalls für Teslas frei sein gäbe schön Möglichkeiten.

      • Victot

        Mimimimi

  4. David

    Der Softwarefehler vor einigen Wochen in den Super Chargern, wo jedes Auto mit CCS Ladeoption gratis „tanken“ konnte, hat ja eindrucksvoll bewiesen, dass Tesla alle Standards einhält und die Authentifizierung und die Kommunikation mit jedem markenfremden Fahrzeug ausgezeichnet funktioniert.

    Wenn ein kleiner Softwarefehler alle Autos freischaltet, aber die Tesla Fahrzeuge ab kassiert, wie es geschehen ist, bedeutet das, die Authentifizierung scheint sehr einfach zu passieren, vermutlich über die Mac Adresse.

    Insofern wird es genügen, sich mit einem Fremdfahrzeug einmalig bei Tesla zu registrieren und Zahlungsinformationen ein zu geben, um danach jederzeit Strom beziehen zu können. Fastned macht es ja nicht anders.

    Und, ja, was Tesla da vorhat, macht völligen Sinn. Auch wenn es Tesla-Fans überhaupt nicht passen wird. 2013 musste man ein Ladenetz haben, wenn man erstautotaugliche Elektroautos verkaufen wollte. 2021 muss man das nicht mehr haben, vielmehr ist es ein teurer Klotz am Bein.

    • Albrecht Lutter

      Dieser „Klotz am Bein“ wird gerade in nächster Zukunft der entscheidende Kauffaktor werden wenn sich alle anderen E-Autos ein paar vereinzelte Ionity und Fastned teilen und du im Urlaubsverkehr auch mal eine Stunde wartest bevor du teuer laden darfst. Das Ladenetzwerk ist der Schlüssel zum Erfolg und alles andere als ein Klotz

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/12/22/tesla-supercharger-werden-bereits-von-dritten-genutzt/
22.12.2020 11:13