02.03.2021 - 11:07

Nio verringert Verlust auf 677 Millionen Euro

Der chinesische Elektroauto-Hersteller Nio hat seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2020 und das Gesamtjahr 2020 vorgelegt. Im Schlussquartal konnte Nio Umsatz und Auslieferungen deutlich steigern. Den eigentlich für 2021 geplanten Europa-Start erwähnt Nio im Ausblick seines Geschäftsberichts jedoch nicht mehr.

Der Gesamtumsatz belief sich im vierten Quartal 2020 auf umgerechnet rund 850 Millionen Euro, was einer Steigerung von 133,2 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2019 und einer Steigerung von 46,7 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2020 entspricht. Der Nettoverlust lag im vierten Quartal 2020 bei 177 Millionen Euro, ein Rückgang von 51,5 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2019 und ein Anstieg von 32,6 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2020.

Nio hat im vierten Quartal 2020 insgesamt 17.353 Elektroautos ausgeliefert – verglichen mit 8.224 Auslieferungen im vierten Quartal 2019 und 12.206 im dritten Quartal 2020. Nio konnte im Gesamtjahr 2020 insgesamt 43.728 E-Autos ausliefern, mehr als doppelt so viele wie 2019 (20.565).

Im Gesamtjahr 2020 belief sich der Umsatz von Nio auf umgerechnet 2,08 Milliarden Euro (+107,8 Prozent gegenüber 2019) und der Verlust auf 677,4 Millionen Euro (53 Prozent weniger als 2019).

Im Januar 2021 lieferte Nio 7.225 Fahrzeuge und im Februar 2021 5.578 Fahrzeuge aus, 352 bzw. 689 Prozent mehr als im jeweiligen Vorjahresmonat. Dabei handelt es sich ausschließlich um Zulassungen der diversen SUV-Modelle. Die E-Limousine ET7 wurde zwar vorgestellt und ist in China bereits bestellbar, soll aber erst ab dem ersten Quartal 2022 ausgeliefert werden.

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Für Nio-CEO William Bin Li ist der Auslieferungsrekord im vierten Quartal und der positive Jahresauftakt ein Zeichen, dass die „Transformation“ des Unternehmens auf dem richtigen Weg ist. „Unterstützt von wettbewerbsfähigen Produktangeboten, herausragenden Dienstleistungen und innovativen Geschäftsmodellen haben wir eine zunehmende Benutzerbekanntheit erlangt und erwarten, im ersten Quartal 2021 20.000 bis 20.500 Fahrzeuge auszuliefern“, so der Firmengründer.

Finanzvorstand Steven Wei Feng ergänzt: „Mit Blick auf die Zukunft, gestützt auf unsere kontinuierliche technologische Innovation, die Stärkung der finanziellen Leistung und die unerschütterliche Entschlossenheit, die beste Benutzererfahrung zu erzielen, sind wir zuversichtlich, dass das Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig ist.“

Wir erinnern uns: Vor einem Jahr bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für 2019 hatte Nio noch Zweifel an der eigenen Zukunft geschürt. „Der fortlaufende Betrieb hängt von der Fähigkeit des Unternehmens ab, eine ausreichende externe Eigenkapital- oder Fremdfinanzierung zu erhalten“, hieß es damals. Das ist gelungen, erst im Januar 2021 hat Nio Mittel in Milliarden-Höhe beschafft.

Früheren Angaben zufolge will Nio noch in diesem Jahr auch in Europa verkaufen und auch global seine Präsenz ausbauen. Wie William Bin Li in der Telefonkonferenz nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen angab, will das Unternehmen im laufenden Jahr 20 neue Nio Houses und 120 Nio Spaces eröffnen. Ende 2020 verfügte das Unternehmen über 23 Houses und 303 Spaces in 121 chinesischen Städten. 2020 hieß es noch, das erste europäische Nio House könnte in Kopenhagen eröffnet werden. Aber: Den Europa-Start erwähnt Nio in dem Geschäftsbericht mit keinem Wort – nicht einmal im Ausblick.
nio.com (Geschäftsbericht), gasgoo.com (Nio Houses)




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