18.03.2021 - 11:54

Arrival baut zweite US-Mikrofabrik in North Carolina

Der englische E-Fahrzeug-Entwickler Arrival hat seine zweite Mikrofabrik in den USA angekündigt. Diese wird in Charlotte im Bundesstaat North Carolina entstehen und soll im dritten Quartal 2022 die Produktion aufnehmen.

Diese zweite Mikrofabrik hat einen anderen Zweck als die erste: Hier sollen zunächst die E-Transporter für UPS gefertigt werden. Die erste Mikrofabrik von Arrival in den USA wird wie berichtet im York County im Bundesstaat South Carolina angesiedelt und soll ab dem 4. Quartal 2021 Elektrobusse produzieren.

Für das zweite Werk sollen in Charlotte und Mecklenburg County laut Arrival mehr als 250 neue Arbeitsplätze entstehen. In das Werk im Meadow Oak Commerce Center nahe des internaitonalen Flughafens von Charlotte investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben 41,2 Millionen Dollar, umgerechnet rund 34,5 Millionen Euro. Die Kapazität der Mikrofabrik soll bei bis zu 10.000 Lieferwagen pro Jahr liegen.

Das Verhältnis von Produktionskapazität und Investitionen wird durch die Philosophie von Arrival ermöglicht. Diese sieht eine vertikale Integration von Hard- und Software vor, womit die Fahrzeuge nicht nur bei den Gesamtkosten mit Verbrennern konkurrieren können sollen, sondern mit ihrer Konstruktion besonders günstig gebaut werden können. Ein weiterer Vorteil der Mikrofabriken sei der geringe Platzbedarf.

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„Arrival freut sich, seine Präsenz in Charlotte auszubauen, und wir freuen uns darauf, eine noch größere Rolle dabei zu spielen, einen Beitrag zur lokalen Gemeinschaft zu leisten und die lokalen Talente der Region zu fördern“, sagt Michael Ableson, CEO von Arrival Automotive. „Unsere neueste Mikrofabrik wird zwei verschiedene Klassen von EV-Transportern für unsere US-Kunden produzieren, die emissionsfreien Optionen für Flottenbetreiber erweitern und die Massenakzeptanz von Elektrofahrzeugen beschleunigen.“

Auch Großkunde UPS ist voll des Lobes. „Bei UPS konzentrieren wir uns auf die Ermittlung der betrieblichen Effizienz“, sagt Luke Wake, Vice President für Wartung und Engineering bei UPS Corporate Automotive. „Die Einrichtung von Fabriken, die sowohl den europäischen als auch den nordamerikanischen Markt schnell bedienen können, ist ein meisterhafter Einsatz der Logistik.“

UPS hatte im Januar 2020 10.000 E-Transporter bei Arrival bestellt – rund zwei Wochen, nachdem Hyundai-Kia bei Arrival eingestiegen war. Das britische Unternehmen hatte im März 2020 sein Produktionswerk in Bichester bezogen – hierbei handelt es sich noch um ein klassisches Werk, keine Mikrofabrik. Dieses Werk hat Arrival aber nur gemietet. Dort sollen die UPS-Lieferwagen für die europäischen Märkte gebaut werden.

Ebenfalls im März 2020 hieß es noch, dass für den UPS-Großauftrag Mikrofabriken in der Nähe von Los Angeles und New York geplant seien – nun ist es North Carolina geworden und die E-Bus-Mikrofabrik entsteht in South Carolina. Ob die angekündigten Mikrofabriken in Kalifornien und rund um New York noch folgen werden, geht aus der aktuellen Mitteilung von Arrival nicht hervor.

Vor einigen Wochen hatte Arrival zudem die aktuelle Version seines E-Lieferwagens vorgestellt und dabei einige technische Daten genannt. Dabei unterscheidet sich die seriennahe Version deutlich von den 2020 gezeigten Renderings.
arrival.com




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