21.04.2021 - 13:00

AMG Lithium erwirbt Grundstück für Fabrik in Sachsen-Anhalt

Die AMG Lithium GmbH, eine Tochter der niederländischen Advanced Metallurgical Group (AMG), hat ein Grundstück im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen erworben. Dort soll bis 2023 ein Lithiumhydroxid-Werk entstehen – unweit der geplanten Batterie-Produktion von Daimler-Partner Farasis.

Nachdem die Advanced Metallurgical Group mit Sitz in den Niederlanden im Herbst 2019 die Errichtung einer Raffinerie für Lithiumhydroxid in Sachsen-Anhalt angekündigt hatte, hat das Tochterunternehmen AMG Lithium nun mit der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH einen Kaufvertrag über ein Grundstück auf dem Gelände des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen abgeschlossen.

Auf diesem Grundstück wird AMG Lithium eine Produktionsanlage für Lithiumhydroxid in Batteriequalität errichten. Ziel sei es, die europäische Batterieindustrie mit diesem Schlüsselrohstoff verlässlich und mit kurzen Lieferwegen zu versorgen. Auf dem Grundstück wird zunächst eine Anlage mit einer Jahreskapazität von 20.000 Tonnen errichtet, die 2023 in Betrieb gehen soll. Die Grundstücksgröße sei so bemessen, dass in den Folgejahren durch weitere Module die jährliche Kapazität auf bis zu 100.000 Tonnen gesteigert werden kann.

Woher AMG Lithium mit Sitz im Frankfurter Industriepark Höchst die Rohstoffe beziehen will, geht aus der Mitteilung zum Grundstückskauf nicht hervor. Lithiumhydroxid wird im Bereich der Elektromobilität zur Herstellung von Kathodenmaterialen verwendet. Für die „Batteriequalität“ dürfen nur sehr wenige Verunreinigungen enthalten sein, wie AMG Lithium betont. Die Anlage in Bitterfeld-Wolfen soll auch die erste Lithium-Raffinerie in Deutschland sein.

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„Durch die Ansiedlung der AMG werden wir unsere Stellung im Bereich Energy Materials weiter ausbauen“, sagt Patrice Heine, Geschäftsführer der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH. „Wir spüren momentan viel Dynamik in dem Segment, seien es neue Batteriewerkstoffe oder z.B. poröse Materialien für Kondensatoren.“ Mittelfristig wolle man die gesamte Wertschöpfungskette für Batteriematerialien an den Standort holen, inklusive eines Recycling-Projekts für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.

Das Lithiumhydroxid der AMG-Anlage könnte künftig direkt im Chemiepark weiter verarbeitet werden. Im Mai 2019 hatte der Daimler-Parnter Farasis Energy aus China angekündigt, dort eine Batteriefabrik zu bauen. In der Anlage, die nach damaligen Angaben Ende 2022 in Betrieb gehen soll, sollen neben Zellen auch Module und Packs gefertigt werden – zunächst mit einer Kapazität von 6 GWh, später mit 10 GWh pro Jahr. Mitte Februar 2021 wurde jedoch bekannt, dass noch keine Baugenehmigung erteilt ist.
Quelle: Info per E-Mail

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21.04.2021 13:29