Voltia geht mit Kühltransporter-Version in die Vollerprobungs-Phase

Voltia geht in Österreich mit dem Prototyp seines Nissan e-NV200 XL Kühltransporters in die Vollerprobungs-Phase. Das Fahrzeug wurde für zwei österreichische wissenschaftliche Klimaschutz-Projekte entwickelt.

Bei den beiden Projekten handelt es sich um ZERO Logistics und CONSERVE – unterstützt von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und dem Klima- und Energiefonds. Im Rahmen dieser Projekte kooperiert Voltia mit einer Reihe von Forschungspartnern.

Dazu gehören die Johannes Kepler Universität Linz, das IESTA, das Austrian Institute of Technology (AIT), die Technische Universität Wien, High-Tech-Partner wie PRODUCTBLOKS und HiWiTronics, sowie Logistikexperten wie i-log und Energie Ingenieure Consulting. Letzteres Unternehmen hat bereits gemeinsam mit Voltia und einigen anderen Projektpartnern bei der Elektrifizierung eines Mercedes Sprinter im Rahmen des Projekts LEEFF („Low Emission Electric Freight Fleets“) mitgewirkt.

„Elektrische Kühltransporter werden in naher Zukunft eine bedeutende Rolle spielen, insbesondere in der urbanen Logistik. Bei diesen Fahrzeugen ist es wichtig, eine größtmögliche Effizienz bei der Kühlung zu erzielen. Dies wird durch die direkte Energiezufuhr aus der Hochvolt-Batterie erreicht“, sagt Peter Scheuermann, Leiter der Forschungsgruppe beim AIT. Eine intelligente, vorausschauende Kontrolle soll für eine schnelle und effiziente Temperatur-Angleichung bei Tür-Öffnungen sorgen. Digitale Services, die den Kühlzustand des Fahrzeugs überwachen, sollen zudem einen belastbaren Betrieb und operative Exzellenz für Flottenbetreiber ermöglichen.

„Umgerüstete Diesel-Fahrzeuge verdoppeln mit Einbau von Kühltransport-Systemen ihren betriebswirtschaftlichen und ökologischen Fußabdruck, was durch ein deutlich schlechteres Ergebnis des WLTP-Tests veranschaulicht wird. So steigt der Durchschnittsverbrauch von einigen Modellen von 11 l/100 km auf ca. 22 l/100 km. Behörden haben bisher die von Herstellern angegebenen niedrigeren Werte akzeptiert, falls das Fahrzeug erst nach der Erstregistrierung umgerüstet wurde, auch wenn diese nicht reale Werte darstellen. Es ist anzunehmen, dass die Hersteller von Kühltransportern künftig reale WLTP-Testergebnisse vorzeigen müssen und die Kosten somit erheblich steigen werden“, heißt es im Wortlaut einer Pressemeldung von Voltia.

Das Unternehmen möchte auch in diesem Segment die Umweltfreundlichkeit vorantreiben und entwickelt deshalb mit Technologie- und Forschungspartnern eine Lösung für emissionsfreie Kühltransporte. Die Lösung, die im Rahmen des ZERO Logistics-Projektes entwickelt wurde, decke nach eigener Aussage den gesamten Prozess der grünen Transformation eines Logistiksystems ab: die Tiefen-Analyse der Flotte, der Logistikprozesse und Energiesysteme, die Simulation des Gesamtsystems sowie die Entwicklung einer optimalen emissionsfreien Lösung für das Kühltransport-System.

Voltia hat bereits mit den ersten Tests des Prototyps begonnen. Der erste Test-Partner war der Bio-Lebensmittelproduzent Biohof Achleitner aus dem oberösterreichischen Eferding. Nach Erhalt der benötigten Betriebserlaubnis wird Voltia die Volltests durchführen. Der neue Typ von elektrischen Kühltransportern soll dazu beitragen, die Kühl-Logistik für Lebensmittel und Pharmazeutika emissionsfrei zu gestalten.

Die Projekte haben bereits 2019 begonnen und enden im 4. Quartal 2021. Die Partner haben für ihre Forschung vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie insgesamt 3,3 Millionen Euro erhalten.
voltia.com

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