07.07.2021 - 13:16

Volkswagen soll Co-Investor für Electrify America suchen

Volkswagen will einem Medienbericht zufolge Anteile seiner US-Tochterfirma Electrify America verkaufen. Der deutsche Autokonzern soll nach einem Co-Investor Ausschau halten, der bereit ist, etwa 1 Milliarde US-Dollar in den Ladeinfrastruktur-Spezialisten zu investieren.

Das berichtet Reuters unter Berufung auf eingeweihte Personen. Volkswagen soll demnach nach externen Mitteln suchen, um sein Ladenetz in Nordamerika auszubauen. Bei der Investorensuche arbeitet der Autokonzern nach Informationen der Nachrichtenagentur mit Citi zusammen. Eine offizielle Stellungnahme lehnten laut Reuters sowohl Volkswagen als auch Electrify America und Citi ab.

Die Gründung der Firma und des gleichnamigen öffentlichen Ladenetzes geht auf den Abgasbetrugsskandal von Volkswagen in den USA zurück. Als Teils eines Vergleichs erklärte sich Volkswagen seinerzeit bereit, anstelle weiterer Strafzahlungen zwei Milliarden Dollar in Ladeinfrastruktur und in die Förderung von emissionsfreien Fahrzeugen in den USA zu investieren. 2017 folgte die Gründung von Electrify America. Inzwischen verfügt das Netzwerk über rund 630 Ladeparks mit 2.700 Ladepunkte und Ladeleistungen von bis zu 350 kW. Bis Ende des Jahres soll der Ausbau auf 800 Ladeparks mit 3.500 Ladepunkten erfolgen. Das hatte Electrify America-Chef Giovanni Palazzo im März im Rahmen von Volkswagens „Power Day“ bekannt gegeben.

Eine Verteilung der hohen Investitionskosten für den weiteren Ausbau auf mehrere Schultern erinnert stark an den Ansatz des deutschen Joint Ventures Ionity. Das gleichnamige, europaweite Schnellladenetz ist eine gemeinsame Initiative von Mercedes-Benz, BMW, Ford, Volkswagen (über Audi und Porsche) sowie seit Ende 2020 Hyundai-Kia. Die fünf Gesellschafter halten je 20 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen. Reuters meldete zudem vor einigen Tagen, dass sich weitere Akteure an Ionity beteiligen wollen, darunter wohl auch Shell und Renault. Bei dem Rollout der HPC-Parks ist Ionity bekanntlich im Verzug: Rund 350 der von dem Joint Venture für Ende 2020 in Aussicht gestellten 400 Ladeparks sind fertig.
electrek.co, reuters.com

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