07.09.2021 - 11:31

US-Logistiker Schneider flottet ab 2022 50 eCascadia ein

Der US-Logistik-Dienstleister hat einen großen Einsatz von Batterie-elektrischen Lkw im Rahmen seines Plans zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen angekündigt. Der Spediteur will ab 2022 eine Flotte in Südkalifornien um 50 eCascadia der Daimler-Tochter Freightliner erweitern.

Für Schneider ist es nicht der erste Kontakt mit dem eCascadia: Für seine Customer-Experience-Flotte hatte Daimler insgesamt 14 Unternehmen aus verschiedenen Branchen ausgewählt, um den schweren E-Lkw jeweils ein halbes Jahr lang im Alltag testen zu können.

Der eCascadia basiert auf dem Verbrenner-Modell Cascadia, der seinerseits laut Daimler Trucks North America (DTNA) einer der erfolgreichsten schweren Fernverkehrs-Lkw in Nordamerika ist. Schneider macht in seiner Mitteilung keine Angaben zu den technischen Daten der Fahrzeuge. Gemäß früheren Veröffentlichungen soll der eCascadia in der Spitzer über 500 kW leisten und mit seinem bis zu 550 kWh großen Akku Reichweiten von 250 Meilen (rund 400 Kilometer) erzielen können. Der Akku soll in etwa 90 Minuten zu 80 Prozent geladen werden können.

Wie Schneider die E-Lkw in Südkalifornien laden will, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Neben der Schnellladung gibt es natürlich noch die Möglichkeit, die Fahrzeuge nachts im Depot zu laden. Je nach Beladung und Fahrstrecke kann es aber notwendig sein, das Fahrzeig auch tagsüber zwischenzuladen.

Für die Anschaffung, die Schneider nach eigenen Angaben zu einem der größten Betreiber von Batterie-Lkw in Nordamerika machen soll, hat das Unternehmen einen nicht näher bezifferten Förderbetrag von der Joint Electric Truck Scaling Initiative (JETSI) erhalten, die ihrerseits von dem South Coast Air Quality Management District (South Coast AQMD), dem California Air Resources Board (CARB) und der California Energy Commission (CEC) unterstützt wird.

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Laut Mark Rourke, Präsident und CEO von Schneider, sie die JETSI-Finanzierung ein „großer Schub“ gewesen, um die selbst gesteckten CO2-Ziele zu erreichen. Der Spediteur will seine CO2-Emissionen bis 2025 im Schnitt um 7,5 Prozent und bis 2035 um 60 Prozent pro Meile senken. Das soll vorrangig über den Betrieb weiterer E-Lkw erreicht werden.

„Unser Hauptaugenmerk auf Nachhaltigkeit liegt darin, die Umweltauswirkungen direkt von unserer Flotte zu minimieren“, sagt Rob Reich, Executive Vice President und Chief Administrative Officer von Schneider. Die Erfahrungen aus dem Test im Rahmen der Customer-Experience-Flotte seien positiv gewesen. „Unseren Fahrern, die den eCascadia getestet haben, hat es wirklich Spaß gemacht.“

Auch DTNA lobt die Kooperation mit Schneider – schließlich wurden 50 Fahrzeuge bestellt. „Die enge Zusammenarbeit und gemeinsame Entwicklung mit unseren Kunden wie Schneider ermöglicht es uns, die besten Produkte auf den Markt zu bringen“, sagte Steve Mignardi, Vice President of On-Highway Market Development bei Daimler Trucks North America. „Nach intensiven Tests sind wir nun an dem Punkt, unseren Kunden modernste Elektro-Lkw zusammen mit smarten Infrastrukturlösungen anzubieten, um ihre Flotten je nach Markt und Anwendung effizient zu elektrifizieren.“

Die eCascadia werden nicht die einzigen schweren E-Lkw in Südkalifornien sein. Wie berichtet plant der Logistiker NFI den Einsatz von 60 E-Lkw zwischen den Häfen von Los Angeles und Long Beach und der NFI-Basis in Ontario. Auch diese E-Lkw werden teilweise über das JETSI-Programm finanziert. Bei den Fahrzeugen handelt es sich unter anderem um den Volvo VNR Electric.
electrive.com, schneider.com

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