04.01.2022 - 11:15

Vulcan Energy erhält fünf Explorationslizenzen im Oberrheingraben

Vulcan Energy Resources hat sich fünf neue Lizenzen im Oberrheingraben gesichert. Neben einer Gewinnungslizenz für Erdwärme erweitert Vulcan mit vier neuen Explorationslizenzen sein bisheriges Aufsuchungsgebiet für die geothermische Energiegewinnung und Lithium um 325 Quadratkilometer.

Somit erstrecken sich die Lizenzrechte auf über 1.000 Quadratkilometer in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen, wie das Unternehmen mitteilt. Konkret liegen die Lizenzen bei der deutschen Tochter Vulcan Energie GmbH, die Mutter Vulcan Energy Resources ist in Australien börsennotiert.

Mit der Erweiterung will das Unternehmen seine bisher geschlossenen Abnahme-Vereinbarungen abdecken können. „Die Identifizierung neuer Gebiete mit Potenzial für die geothermische Energieerzeugung und CO2-freie Lithiumherstellung im Oberrheingraben ist ein Erfolg der unermüdlichen Arbeit unserer Experten“, sagt Vulcan-Geschäftsführer Horst Kreuter. „Die bislang abgedeckten Produktionskapazitäten können wir nunmehr ergänzen und zeitnah ausbauen.“

Solche Abnahmeverträge wurden bereits mit großen Autobauern wie Volkswagen, Stellantis und Renault geschlossen, auch der südkoreanische Zellhersteller LG Energy Solution gehört zu den Abnehmern. Wie Vulcan mitteilt, ist die Lithiumproduktion nach aktuellen Plänen für die ersten fünf bis sechs Jahre des geplanten Betriebs „bereits weitestgehend an Abnehmer gekoppelt“. „Die nun vergrößerte Explorationsfläche schafft neues Potenzial, die Produktion von CO2 freiem Lithium an den wachsenden Markt anzupassen und die steigende Nachfrage zu bedienen“, so das Unternehmen.

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Bislang sind alle diese Abnahmeverträge noch an die Bedingung gekoppelt, dass Vulcan tatsächlich die Lithium-Förderung im Oberrheingraben aufnimmt. Das ist aktuell für 2024 geplant. Das Unternehmen kündigt an, dass die „definitive Machbarkeitsstudie der ersten Projektphase“ im zweiten Halbjahr 2022 abgeschlossen werden soll. In einer ersten Stufe soll ein Output von 15.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr zustande kommen. Die zweite Ausbaustufe ab 2025 sieht eine Jahreskapazität von zusätzlichen 25.000 Tonnen vor.

In den Geothermie-Anlagen wird heißes Wasser aus tieferen Erdschichten gefördert, um deren Wärme zu nutzen. Im Oberrheingraben enthält das Thermalwasser Lithium, dass nun aus dem warmen Wasser gefiltert werden soll, ehe es wieder in die Erde geleitet wird. Laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) enthält das Tiefenwasser in dieser Region zwischen 200 und 400 Milligramm Lithium pro Liter.

Es gibt allerdings auch Kritik, nicht nur von Anwohnern, die seismische Auswirkungen durch die Bohrungen fürchten. Im Oktober war Vulcan Energy Ziel einer Leerverkäufer-Attacke geworden. Der aktivistische Leerverkäufer J-Capital warf Vulcan vor, seine Aktionäre mit unplausiblen Annahmen zu täuschen – konkret ging es um zu hohe Fördermengen der Sole und wie viel des darin enthaltenen Lithiums mit verfügbaren Verfahren tatsächlich herausgefiltert werden könne.
Quelle: Info per E-Mail (Mitteilung), handelsblatt.com

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04.01.2022 11:43