14.01.2022 - 11:52

Honda und LGES verhandeln wohl über US-Batteriefabrik

Honda und LG Energy Solution verhandeln Medienberichten zufolge über die Errichtung einer Batteriefabrik für Elektrofahrzeuge in den USA mit einer Produktionskapazität von 40 Gigawattstunden pro Jahr. Entschieden sei aber noch nichts.

Der „Korea Herald“ schreibt unter Berufung auf mit den Vorgängen vertrauten Personen, dass offene Punkte wie das Gründungsdatum, der Standort und die Eigentümerstruktur in den kommenden sechs Monaten geklärt werden sollen. Sollten sich die Unternehmen einigen, könnte die Batteriefabrik dem Bericht zufolge bis zu vier Billionen Won (rund drei Milliarden Euro) kosten. Auch Reuters berichtet über diese Zahl, beruft sich aber auf einen Bericht der südkoreanischen Wirtschaftszeitung „Maeil“.

Honda USA wollte die Informationen gegenüber Reuters nicht kommentieren. LGES veröffentlichte eine Erklärung, in der die Berichte weder bestätigt, noch dementiert wurden. „Wir diskutieren verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Autoherstellern, einschließlich der Gründung von Joint Ventures, aber es wurde noch nichts entschieden“, so der Batteriehersteller.

Würde das Joint Venture zustande kommen, wäre es eine der seltenen Partnerschaften zwischen einem koreanischen und japanischen Unternehmen – die Beziehung beider Länder ist historisch kompliziert. Technisch würde die Batterie-Kooperation aber Sinn ergeben: Honda setzt in den USA für künftige E-Autos wie berichtet auf die Ultium-Plattform von General Motors. GM wiederum betreibt mit LG das Joint Venture Ultium Cells für die Serienproduktion von Batteriezellen für diese Elektroauto-Plattform.

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Eine der Quellen gab laut dem „Korea Herald“ an, dass der Grund, warum sich Honda gegen eine Kooperation mit japanischen Batterieherstellern wie etwa Panasonic entschieden habe, die Wettbewerbsfähigkeit sei. Hier würden japanische Unternehmen gegenüber koreanischen Batterieherstellern an Boden verlieren.

Honda hatte im September 2021 seine BEV-Absatzziele für Nordamerika veröffentlicht. Im Jahr 2030 wollen die Japaner 500.000 Batterie-Elektroautos in der Absatzregion verkaufen, 2040 sollen in Nordamerika nur noch Elektroautos angeboten werden. Auf das erste Modell namens Prologue, der 2024 auf GM-Basis debütieren soll, sollen weitere Modelle folgen – dann aber auf Basis der eigenen Elektro-Plattform e:Architecture.
koreaherald.com, reuters.com

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