12.04.2022 - 14:14

Wupsi führt zehn E-Busse auf der Linie 222 ein

Das Leverkusener Busunternehmen Wupsi setzt in den kommenden Wochen nach und nach die ersten zehn Elektrobusse auf der Linie 222 zwischen Bergisch Gladbach und Leverkusen ein. Sie werden den Bergisch Gladbacher Busbahnhof mit dem in Opladen verbinden.

Sechs der E-Busse des Herstellers MAN werden künftig vom Betriebshof Leverkusen aus betrieben, vier bedienen die Linie vom Standort Bergisch Gladbach aus. Im Einsatz auf der Linie 222 werden die Fahrzeuge laut Wupsi pro Jahr rund 650.000 Kilometer zurücklegen, wodurch jährliche Treibhausgasemissionen in Höhe von 680 Tonnen CO2 eingespart werden können. Angekündigt hatte Wupsi den Schritt bereits im Jahr 2020.

Die Fahrzeuge sind mit Batterie-Packs mit einer Gesamtkapazität von 480 kWh ausgestattet. Die Reichweite beträgt 206 Kilometer, mit einer Ladeleistung von 150 kW können die Akkus innerhalb von 2,5 bis drei Stunden vollgeladen werden.

Vor dem geplanten Einsatz testete Wupsi die E-Fahrzeuge. Geschäftsführer Marc Kretkowski zeigt sich zufrieden: „Die Busse haben einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Die vom Hersteller MAN angegebene Reichweite konnte bestätigt werden und auch die Infrastruktur funktioniert.“

Für die Einführung der E-Busse passte Wupsi auch die Betriebshöfe an. Um die Ladegeräte mit ausreichend Strom versorgen zu können, mussten Stromleitungen verlegt werden. Auf dem Betriebshof in Bergisch Gladbach ließ das Unternehmen die Anschlusskapazität durch den Netzbetreiber erhöhen, zudem mussten elektrische Anlagen ausgebaut und ergänzt werden.

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Umgerüstet wurde auch die Werkstatt. In den kommenden Wochen soll ein neuer Hocharbeitsplatz entstehen, wodurch die Batterien auch von oben gewartet werden können. Wupsi plant zudem, ein neues Betriebshofmanagementsystem einzuführen.

Für die Umstellung auf alternative Antriebe erhielt das Leverkusener Busunternehmen Unterstützung von Land und Bund. Insgesamt liegt die Fördersumme den Angaben zufolge bei rund vier Millionen Euro. Im Konkreten heißt das: Das Land NRW übernimmt 60 Prozent der Mehrkosten im Vergleich zu Dieselbussen, weitere 20 Prozent werden vom Bundesministerium für Umwelt gestellt, so Wupsi. Außerdem sei auch ein großer Teil der Infrastrukturkosten und der Personal-Schulungen finanziert. „Ohne eine solche Förderung wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen“, sagt Kretkowski.
wupsi.de

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12.04.2022 14:14