04.05.2022 - 11:08

Düsseldorf: 100 neue Ladepunkte in sechs Monaten errichtet

Die Stadtwerke Düsseldorf haben in den vergangenen sechs Monaten 100 neue öffentliche Ladepunkte für Elektroautos in Betrieb genommen. Dazu gehören auch 24 Ladepunkte an Schnellladesäulen mit 300 Kilowatt Leistung.

Die erste HPC-Säule hatten die Stadtwerke Düsseldorf erst im Oktober 2021 in der Innenstadt in Betrieb genommen. Inzwischen sind elf Alpitronic Hypercharger HYC300 mit insgesamt 22 Ladepunkten hinzugekommen. Am Standort Pariser Straße 37 im Stadtteil Oberkassel ist auf einem Parkplatz sogar eine Art HPC-Hub mit vier Ladesäulen entstanden. Ein gemischter Ladepark mit Schnell- und Normalladepunkten ist an einem P+R-Parkplatz in Gerresheim entstanden. Andere HPC haben die Stadtwerke etwa an einer Tankstelle am Südring, einer wichtigen Ausfallstraße, gebaut.

Damit sind aktuell 350 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Düsseldorf aktiv. Zuzüglich der Ladelösungen für Geschäfts- und Privatkunden haben die Stadtwerke rund 1.700 Ladepunkte unter Vertrag. Zu den gewerblichen Kunden zählt etwa Amazon mit seinem Betriebsgelände am Düsseldorfer Hafen.

Der Ausbau soll 2022 weitergehen, so die Stadtwerke. „Die Inbetriebnahme von 250 weiteren Ladepunkten soll bis zum Jahresende das bequeme öffentliche Laden von Ökostrom in allen zehn Stadtbezirken ermöglichen“, sagt dazu Manfred Abrahams, Vertriebsvorstand der Stadtwerke Düsseldorf. „Damit leisten wir einen weiteren Beitrag zur Erreichung der Düsseldorfer Klimaschutzziele – und für Erhalt und Verbesserung der Lebensqualität in unserer Stadt.“

Dass die Stadtwerke trotz der herausfordernden Lage bei der Halbleiter-Versorgung, die auch die Hersteller von Ladesäulen betrifft, ihre Zeitpläne einhalten konnte, wird in der Mitteilung der Abteilung New Mobility zugeschrieben. „Zu den Herausforderungen zählen Lieferverzögerungen bei Ladesäulen infolge der allgemeinen Lieferkettenstörungen sowie nicht hinreichend genau eingezeichnete Leitungen in Plänen aus den Wiederaufbaujahren Düsseldorfs – all das erfordert immer wieder kurzfristige Plananpassungen“, sagt Abteilungsleiter Klaus Schüßler.“ In einem effizienten Miteinander mit unseren Kooperationspartnern haben wir bisher aber alle Hürden erfolgreich überwunden.“

Im November 2019 hatten die Stadtwerke Düsseldorf angekündigt, innerhalb von fünf Jahren 8.000 Ladepunkte bauen zu wollen.
swd-ag.de

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4 Kommentare zu “Düsseldorf: 100 neue Ladepunkte in sechs Monaten errichtet

  1. Thilo

    Düsseldorf ist tatsächlich schon recht gut bereisbar, da kann sich der geliebte Nachbar Köln mal eine Scheibe von abschneiden. Denn dort sperrt sich die Rheinenergie vehement gegen das Roaming, was in Düsseldorf schon lange sehr gut funktioniert.
    Die Verteilung der Ladepunkte über das Stadtgebiet in Düsseldorf ist aus meiner Sicht (eines Auswärtigen) bislang sehr vernünftig umgesetzt worden.

  2. gerd

    baut doch 100000 Steckdosen an die Bahnparkplätze.

    • Karl-Heinz

      Jein. Steckdosen bringen für ein paar Leute was, aber sicher nicht für alle. Erst recht nicht an Bahnparkplätzen. Wenn, dann im Wohngebiet. Die Mischung mit schnelleren Ladepunkten macht es.

      Wobei ich aber auch sagen muss, dass vier HPC mit acht Ladepunkten an so einem Parkplatz eine Fehlplanung sind. Es gibt keine Aufenthaltsqualität oder Freizeitmöglichkeiten außer einem Rhein-Spaziergang. Kein Supermarkt, Restaurants sind auch eher am Belsenplatz. Und Anwohner brauchen keinen HPC. Ein HPC für Durchreisende und AC für Anwohner, die hauptsächlich den Parkplatz nutzen, wären aus meiner Sicht besser gewesen. Aber bitte 11kW, keine Steckdosen

    • BEV

      @electrive: Könntet ihr bitte für den lieben Gerd einen Artikel verfassen, der endlich mal belegt, dass diese wiederholte Forderung von Tausenden Steckdosen für alle absoluter Schwachsinn ist?

      Die gesamte Ladeelektronik, Batteriemanagement, ggf Temperaturmanagement und der Onboard-Charger sind während eines solchen Ladevorgangs aktiv. Das sorgt für einen Grundverbrauch von rund 500 Watt, unabhängig von der AC-Ladeleistung. Wenn ich mit 2,3 kW an einer Steckdose laden, landen also 22 Prozent des Stroms nicht in der Batterie. Bei 11 kW liegt der Anteil aber nur bei 4,5 Prozent! Für den einzelnen mag 2,3 kW zwar eine ausreichende Ladeleistung sein. Volkswirtschaftlich betrachtet ist es aber die teurere und schlechtere Lösung, wenn wir unseren auf absehbare Zeit knappen Grünstrom derart unnütz verballern.

      Dazu kommt: Die genannten Bauteile im Auto sind auf Betriebsstunden ausgelegt. Mit 2,3 kW dauert es knapp 5x so lang wie mit 11 kW. Das kann ich mal machen (daher auch die Bezeichnung Notladekabel), dann fällt es nicht ins Gewicht. Ausschließlich Schuko-Laden belastet die ganzen Komponenten in ihrer Laufzeit unnötig stark. Es hat schon gute Gründe, weshalb sich 11 kW als eine Art Sweet Spot etabliert haben.

      Nur HPC an die Innenstadt-Parkplätze bauen ist sicher nicht die Lösung, die Mischung aus AC und DC macht es – das richtige Verhältnis kann sich aber je nach Viertel unterscheiden. Aber hört bitte mit diesem Schuko-Laden auf!

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https://www.electrive.net/2022/05/04/duesseldorf-100-neue-ladepunkte-in-sechs-monaten-errichtet/
04.05.2022 11:48