03.08.2022 - 13:22

Ascend Elements will Batteriematerialien in Kentucky herstellen

Das US-Unternehmen Ascend Elements hat angekündigt, bis zu einer Milliarde US-Dollar in eine Fabrik zur Produktion von nachhaltigen Batteriematerialien für Elektrofahrzeuge im Südwesten von Kentucky zu investieren. Ende 2023 soll die Produktion anlaufen.

In der Anlage in Hopkinsville, deren Bau noch in diesem Jahr beginnen und die Ende 2023 in Betrieb gehen soll, wird die Technologie „Hydro-to-Cathode“ des Unternehmens zum Einsatz kommen, die schwarze Masse aus recycelten Elektrofahrzeug-Batterien direkt zu neuen Kathodenmaterialen verarbeitet – ohne den üblichen Zwischenschritt der hydrometallurgischen Aufspaltung der schwarzen Masse in die einzelnen Materialien, um dann daraus neue Kathodenmaterialien herzustellen.

In die erste Phase der „Apex 1“ genannten Anlage sollen 310 Millionen US-Dollar (derzeit 304 Millionen Euro) investiert werden. Welche Produktionskapazität diese erste Stufe bieten soll, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Das Investment von einer Milliarde Dollar oder 980 Millionen Euro kommt erst bei der letzten von „mehreren möglichen“ Phasen zusammen. Dann soll die Anlage genug Lithium-Ionen-Kathodenmaterial für bis zu 250.000 Elektrofahrzeuge produzieren können. Bis wann dieser Endausbau erreicht werden soll, ist nicht bekannt. Es sollen im Endausbau bis zu 400 Arbeitsplätze entstehen, vom Ingenieur über Chemiker bis hin zu Mitarbeitern in der Produktion und im Lager.

Die selbst entwickelte Prozesstechnologie bezeichnet Ascend Elements als geschlossenes Herstellungssystem. Damit sollen im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren zur Kathodenherstellung nur „minimale Abfälle und CO2-Emissionen“ entstehen. Die Apex 1 werde zudem über eine eigene Anlage zum chemischen Recycling und eine Abwasserbehandlungsanlage verfügen.

Das Unternehmen hat laut CEO Michael O’Kronley mehr als 50 Standorte für das Werk in Betracht gezogen – der Commerce Industrial Park II in Hopkinsville sei der einzige Standort gewesen, der alle Anforderungen erfüllt haben. Hier nennt das Unternehmen etwa den einfachen Zugang zu Verkehrsmitteln, zu sauberer Energie und zu potenzieller Belegschaft. Auch die Nähe zu Herstellern von Elektrofahrzeugen und Fabriken für Lithium-Ionen-Batterien im Südosten der Vereinigten Staaten war eine weitere wichtige Anforderung. Auch die verhältnismäßig gute Anbindung an den Firmenstandort in Covington, Georgia, (350 Meilen) sei ein Faktor gewesen.

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In Covington betreibt Ascend Elements eine Batterierecyclinganlage, „Base 1“ genannt. Die in der Base 1 hergestellte schwarze Masse (also das Endprodukt der meisten Batterie-Recyclingprozesse vor der hydrometallurgischen Aufbereitung) ist ein wichtiger Rohstoff für die neue Apex-1-Anlage in Kentucky.

„Wir befinden uns mitten in einer globalen Energiewende und es ist entscheidend, dass wir Material für Lithium-Ionen-Batterien in den Vereinigten Staaten produzieren. Unsere zukünftige Energieunabhängigkeit und nationale Sicherheit hängen davon ab“, sagt O’Kronley. „Diese neue Anlage in Hopkinsville wird nachhaltiges, aktives Batteriematerial für etwa 250.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr produzieren. Das wird viel dazu beitragen, die Batterien von Elektrofahrzeugen sauberer zu machen.“
ascendelements.com

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