14 Elektrobusse für den Regionalverkehr in und um Aichach

Zehn Regionalbuslinien im Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) werden künftig mit Elektrobussen betrieben. Auf den zehn Linien im Linienbündel Wittelsbacher Land 02, die alle von bzw. nach Aichach verkehren, kommen insgesamt 14 Citaro von Mercedes-Benz zum Einsatz, darunter ein Gelenkbus.

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Bild: AVV

Bei den E-Bussen handelt es sich um eCitaros mit NMC-Batterien an Bord, die Reichweiten von bis zu 200 Kilometern abdecken. Die Solobusse warten mit einer Akkukapazität von 292 bis 396 kWh, der Gelenkbus mit einem Energiegehalt von 396 kWh auf. Zur Ladestrategie macht der AVV in seiner Mitteilung keine Angaben. Dafür gibt der Verbund an, mit den elektrifizierten Routen im Linienbündel Wittelsbacher Land 02 nun 380.000 Fahrplankilometer im Jahr mit E-Bussen bedienen und dadurch rund 192 Tonnen CO2 per annum einsparen zu können.

Im Zentrum der Initiative steht der Regionalbusverkehr, der das Umland mit der Kreisstadt Aichach verbindet. Im Einzelnen geht es um die Linien 221 (Affing-Griesbeckerzell-Aichach), 222 (Edenried-Aichach), 226 (Affing-Hollenbach-Motzenhofen-Aichach), 228 (Gaulzhofen-Aichach), 240 (Unterbernbach-Großhausen-Walchshofen-Aichach), 241 (Unterbernbach-Paar-Kühbach-Aichach), 242 (Metzenried-Aichach), 243 (Schiltberg-Aichach), 244 (Xyger-Aichach) und 250 (Adelzhausen-Aichach). „Wir planen aber, die E-Busse immer dann auch auf anderen Linien anstelle von Dieselbussen einzusetzen, wenn die Fahrzeugkapazität im Linienbündel Wittelsbacher Land 02 gerade nicht benötigt wird“, äußert Paul Kienberger, Geschäftsführer des Busunternehmens Egenberger.

Die Eigeninitiative der im Landkreis Augsburg ansässigen Egenberger GmbH & Co. KG war für die Elektrifizierung des Linienbündels wesentlicher Impulsgeber, teilt der Verkehrsverbund mit. Denn: „Ursprünglich war das Linienbündel Wittelsbacher Land 02 für Bedienung durch Dieselfahrzeuge ausgeschrieben. Ein fast drei Jahre andauerndes, gerichtliches Nachprüfungsverfahren hatte die Inbetriebnahme maßgeblich verzögert, dafür aber den großen Schritt in der Elektrifizierung des AVV-Regionalbusverkehrs ermöglicht. Denn in der Zwischenzeit hatte das Verkehrsunternehmen auf eigenes Risiko einen Förderantrag für die Anschaffung von E-Bussen im Rahmen des Energie- und Klimafonds der Bundesregierung gestellt und bewilligt bekommen.“

Für die Entscheidung des Unternehmens, die Förderung zu beantragen, waren die Erfahrungen aus einem 2020 gestarteten Pilotprojekt auf der AVV-Regionalbuslinie 506 maßgeblich. Die zwei zwischen Zusmarshausen und Augsburg-Uniklinik pendelnden E-Busse erledigen ihren Dienst ohne Allüren: „Die beiden dort fahrenden E-Busse konnten ihre Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit langfristig unter Beweis stellen und die geforderten Reichweiten auch im Winter realisieren“, so Kienberger. Durch die bewilligte Förderung sei die Elektrifizierung des Linienbündels nun sowohl fahrzeugtechnisch als auch wirtschaftlich möglich.

Die Förderzusage im Rücken habe der Landkreis Aichach-Friedberg zeitnah die notwendigen Beschlüsse gefasst und maßgeblich bei der Abstimmung und Anbindung der Ladeinfrastruktur mit dem zuständigen Energieversorger geholfen, heißt es. Der AVV verantwortete in enger Abstimmung mit Egenberger und dem Landkreis die vertragliche Umsetzung. „Auch dieses Projekt hat wieder gezeigt: Wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, können wir gemeinsam die Antriebswende in unserer Region erfolgreich vorantreiben“, so AVV-Geschäftsführerin Linda Kisabaka.

avv-augsburg.de

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