BayWa gründet eigene CPO-Abteilung

BayWa Mobility Solutions hat eine eigene Abteilung für das CPO-Geschäft gegründet. Verantwortlich für das Projekt ist Daniel Medawar, der Anfang März 2024 die Position des Leiters Netzentwicklung Ladeparks übernommen hat.

Bild: BayWa

In seiner neuen Position wird Medawar neben den Standorten für das Deutschlandnetz auch für den Aufbau und die Betriebsführung von Ladehubs an 25 BayWa Garten- und Baucentern verantwortlich sein. Medawar wechselt von Nio zu BayWa, dort verantwortete er als Head of Power Network Roll-out den Aufbau der Batteriewechselstationen in Deutschland. Zuvor war er zwölf Jahre lang bei BMW unter anderem am Roll-Out der BMW-i-Elektromodelle beteiligt.

BayWa Mobility Solutions (BMS) wurde erst 2020 als Mobilitätssparte des Münchner Mischkonzerns BayWa gegründet. Im Bereich Light Vehicle hat sich BMS bisher vor allem um den Aufbau von Ladeinfrastruktur gekümmert. Zwar gibt es etwa an der Münchner BayWa-Zentrale bereits Ladesäulen unter der eigenen Marke, im Fokus stand aber bisher die Installation der Infrastruktur für Kunden, etwa von Vattenfall – aber nicht der Betrieb der Säulen.

Das ändert sich künftig, denn BayWa hat bekanntlich den Zuschlag für eines der Regionallose des Deutschlandnetzes mit 20 Standorten erhalten. Aber auch darüber hinaus wollen die Münchner weitere Ladesäulen bauen und betreiben, angestrebt sind mehr als 100 Ladeparks bis 2026. Dafür wurde nun die neue Abteilung geschaffen.

In dem entsprechenden LinkedIn-Post gibt das Unternehmen auch einen Zwischenstand zu den Deutschlandnetz-Standorten: „Die ersten BayWa-Ladeparks mit vier bis 16 Ladepunkten mit einer Leistung von jeweils mindestens 200 kW sind in Planung und sollen bereits Mitte 2024 entstehen“, heißt es dort. Da sich BayWa das sogenannte „Bayern-Los“ gesichert hat, befinden sich alle Standorte in Bayern. Die angekündigten 100 Ladeparks bis 2026 sollen hingegen deutschlandweit gebaut werden.

Abteilungsleiter Medawar ist demnach „motiviert, das Ladeerlebnis für normale Nutzer zu vereinfachen und attraktive Standorte für die BayWa in Süddeutschland zu verwirklichen“. „Die BayWa bietet eine einzigartige Möglichkeit, einen neuen CPO aufzubauen und dabei auf Ressourcen im Bereich Bau, erneuerbare Energien und Agrarstandorte im ländlichen Raum zu kombinieren“, wird Medawar zitiert. Dafür soll seine neue Abteilung in den kommenden Monaten weiter verstärkt werden.

linkedin.com

2 Kommentare

zu „BayWa gründet eigene CPO-Abteilung“
erFahrer
28.03.2024 um 07:37
Sehr gut - vielen Dank für die Nachricht- Das klingt sehr vielversprechend. Bay-Wa ist in D oder gar in EU der einzige mit der Kompetenz auch für Erneuerbare Energien. Solarparks mit etlichen Ladern sind genauso Mangelware wie Ladeparks mit PV-Kraftwerk (nicht nur ein Dach). Bay-Wa ist also in der Lange das Deutschland-Solar+Wind-Ladenetz zu errichten. Allerdings wären die 3 Lader am Regensburger Standort, die seit mehr als 2 Jahren betriebsbereit sind, jedoch bis heute nicht für Kunden zugänglich sind, ein bescheidener Anfang.
Max Gutbrod
28.03.2024 um 10:52
Angesichts der allgemeineren Überlegungen von BayWa (Dividendenausfall, Orientierung auf Getreidehandel und Erneuerbare) ist diese Neugründung wohl auch als Bestätigung einer Strategie zu sehen. Interessant wird besonders sein, welche finanziellen Kennzahlen für diese neue Abteilung kommuniziert werden.

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