Mercedes fährt Produktion der CLA-Antriebe hoch

Der elektrische CLA läuft bereits seit einigen Wochen im Werk Rastatt vom Band. Jetzt meldet Mercedes-Benz, dass man die Fertigung elektrischer Antriebseinheiten und Achsen für den CLA im Werk Stuttgart-Untertürkheim hochfahre.

Bild: Mercedes-Benz

In Vorbereitung der Serienproduktion der 800-Volt-Limousine werden die Antriebseinheiten natürlich schon etwas länger gefertigt, jetzt spricht der Stuttgarter Autobauer von einem „erfolgreichen Hochlauf“. Die Fertigung und Montage der neuen Komponenten seien „eine wichtige Ergänzung zum antriebsflexiblen Produktionsportfolio des Traditionsstandorts“ – gleich dazu mehr.

Wenn von den Antriebseinheiten des elektrischen CLA die Rede ist, ist hier vor allem jene an der Hinterachse gemeint, die beim Hecktriebler CLA250+ und dem Allradler CLA 350 4MATIC verbaut wird – den zusätzlichen Vorderachs-Antrieb des Allradlers kauft Mercedes bei einem Zulieferer zu. Nur bei der Antriebseinheit an der Hinterachse handelt es sich um eine Eigenentwicklung, die auch in-house gefertigt wird.

Und in genau diese Produktion gibt Mercedes nun einige Einblicke, wie das Unternehmen den E-Antrieb in den diversen Werksteilen entlang des Neckars fertigt. Der kraftübertragende Radsatz und weitere Komponenten wie die Steuerung werden in Untertürkheim, Mettingen und Hedelfingen hergestellt. Diese Bauteile werden dann in Untertürkheim zu einem Gesamtsystem montiert. Von da aus geht es wieder einige Kilometer weiter nach Mettingen, wo die Antriebseinheit in die elektrische Achse eingebaut wird, die dann als vormontiertes Komplettsystem ins Fahrzeugwerk Rastatt geliefert wird.

Einen Kilometer Produktionslinie

Während oft die Rede davon ist, dass E-Antriebe einfacher zu fertigen seien, betont Mercedes die Komplexität der Produktion. „Allein die Montagelinie für die elektrischen Antriebseinheiten im Werk Untertürkheim umfasst rund 10.000 qm, ist etwa 1.000 Meter lang und besteht aus mehr als 200 manuellen und automatisierten Prozessen“, heißt es in der Mitteilung. Die Linie wurde in der Montagehalle 141 errichtet, in der zuvor Verbrennungsmotoren montiert wurden.

„Stuttgart-Untertürkheim verkörpert den Antrieb von Mercedes-Benz. Der Standort steht auch für seine Antriebsflexibilität“, sagt Jörg Burzer, im Mercedes-Vorstand für Produktion, Qualität und Supply Chain Management verantwortlich. „Mit der Produktion von Komponenten für den neuen CLA untermauert er seine Rolle im globalen Mercedes-Benz Powertrain-Produktionsverbund. Mit neuen, zukunftsfähigen High-Tech-Produkten ist Untertürkheim bereit, seine über 120-jährige Erfolgsgeschichte weiter fortzuschreiben.“

Nicht nur für den CLA auf Basis der neuen Einstiegsplattform MMA werden die E-Antriebe in Untertürkheim gefertigt: Unternehmensleitung und Betriebsrat haben zudem in einer neuen Betriebsvereinbarung das Stammwerk als einen der Produktionsstandorte für Antriebsumfänge des künftigen Top-End Segments festgelegt – auch die E-Motoren für die Luxus-Baureihen kommen also künftig aus Stuttgart. Der Werkteil Brühl wird außerdem um eine Batteriemontage ergänzt.

„Untertürkheim ist und bleibt das Leitwerk für Antriebstechnologien. Die elektrischen Antriebseinheiten für den CLA gehören genauso hierher wie die neuen Produkte für unser Top-End-Segment“, sagt Michael Häberle, Vorsitzender des Betriebsrats am Standort Untertürkheim und stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats. „Das Herz des Automobils kommt aus Untertürkheim – das ist unsere beständige Tradition und unser Versprechen für die Zukunft und kommende Generationen. Die neue Betriebsvereinbarung unterstreicht die Bedeutung von Untertürkheim als zentralen Produktionsstandort für unsere innovativen Antriebstechnologien.“ 

mercedes-benz.com

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