Electra sichert sich 433 Millionen Euro für Schnellladenetz-Ausbau

Der Ladenetzbetreiber Electra hat sich eine neue Finanzierung in Höhe von bis zu 433 Millionen gesichert. Mit der Finanzspritze will das Unternehmen den Ausbau seines Schnellladenetzes in ganz Europa vorantreiben. Seit seiner Gründung im Jahr 2020 kommt Electra somit bereits auf eine Gesamtfinanzierung von über einer Milliarde Euro.

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Bild: Daniel Bönnighausen

„Unterstützt wurde die Transaktion aus einem Konsortium renommierter Banken“, heißt es. Zu den Kreditgebern zählen unter anderem ING, MUFG, ABN AMRO Bank B.V., Société Générale, Rabobank, Bpifrance, Caisse d’Epargne Hauts de France und Banque Populaire Val de France. „ING fungierte dabei als exklusiver Finanzberater von Electra. Als Rechtsberater waren A&O Shearman (für Electra) und Clifford Chance (für die Kreditgeber) beteiligt“, so das Unternehmen.

Die Finanzierung von insgesamt 433 Millionen Euro besteht aus 283 Millionen Euro zugesagter Mittel sowie einer Option über weitere 150 Millionen Euro. „Diese Transaktion bestätigt die Stärke unseres Modells und unsere Fähigkeit, schnell und effizient zu handeln“, so Elise Erbs, CIO von Electra. „Diese Finanzierung markiert einen entscheidenden Meilenstein für Electra. Sie ermöglicht es uns, unser europäisches Schnellladenetz weiter zügig auszubauen, aktiv an der Marktkonsolidierung mitzuwirken und so die flächendeckende Etablierung der Elektromobilität in Europa maßgeblich voranzutreiben“, ergänzt Aurélien de Meaux, CEO und Mitgründer von Electra.

Mit dem Abschluss der neuen Finanzierung kommt Electra seit seiner Gründung so auf eine Gesamtfinanzierung von über einer Milliarde Euro. „Wir haben mehr Kapital eingesammelt, als wir ursprünglich erwartet hatten, und können damit den Rollout unserer Ziele bis 2030 sicher finanzieren. Das ausgewogene Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital unterstreicht dabei die Robustheit unseres Finanzmodells“, teilt Erbs mit.

Derzeit umfasst das europaweite Netz von Electra über 500 Standorte mit mehr als 3.000 Ladepunkten in neun Ländern. Zwar ist das Unternehmen aus Frankreich in mehreren Ländern aktiv, im Zentrum von Electras europäischer Expansionsstrategie soll jedoch Deutschland stehen – zugleich einer der wichtigsten Zielmärkte des Ladenetzbetreibers. Auch wenn der erste Ladepark hierzulande erst im Mai eröffnet wurde, will sich Electra noch in diesem Jahr unter den Top-Schnellladeanbietern im deutschen Markt positionieren. Zur genauen Definition äußert sich das französische Unternehmen allerdings nicht. Lediglich über 30 Ladeparks sind bundesweit bis 2026 geplant. Erst in den Folgejahren sollen es Hunderte werden.

Europaweit sollen es bis 2030 insgesamt 2.200 Standorte mit zusammen 15.000 Schnellladepunkten werden. Diese sollen sich strategisch platziert in urbanen Zentren, an Verkehrsknotenpunkten, in Geschäftsvierteln und entlang stark befahrener Straßen befinden.

Doch nicht nur den eigenen Ausbau treibt das Unternehmen voran. Im April hatten sich neben Electra noch Atlante, Fastned und Ionity zur „Spark Alliance“ zusammengeschlossen, mit der Kunden eines Anbieters ohne App-Wechsel auch bei allen anderen laden können sollen. Seit über einer Woche sind alle über 11.000 Ladepunkte der „Spark Alliance“-Partner direkt in der Electra-App sichtbar und ansteuerbar.

Quelle: Info per E-Mail

1 Kommentar

zu „Electra sichert sich 433 Millionen Euro für Schnellladenetz-Ausbau“
Ebikethoemmel
25.07.2025 um 11:55
Bin diesen Juli an einem Tag entspannt von Marseillan nach Basel gefahren. 3 Ladestopps bei Electra technisch und preislich top

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