Neues Förderprogramm für elektrische Landmaschinen

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat eine neue Förderung für innovative Antriebssysteme bei Landmaschinen angekündigt. Gefördert werden soll der Kauf von Batterie-elektrisch angetriebenen Landmaschinen sowie solchen, die erneuerbare Biokraftstoffe nutzen. Förderfähig ist ebenso die Lade- und Tankinfrastruktur.

Tadus t e traktor electric tractor
Prototyp des E-Traktors Tadus T16.20
Bild: Tadus

Im Rahmen der Branchenmesse Agritechnica hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) vor kurzem das neue Förderprogramm „Alternative Antriebstechnologien“ für Landmaschinen wie z.B. Traktoren, Mähdrescher Hoflader oder auch autonome Fahrzeuge in der Landwirtschaft vorgestellt. Dabei geht es vor allem darum, die Markteinführung solcher Geräte mit alternativen Antrieben voranzutreiben, denn von denen gibt es bislang nur wenige Modelle auf dem Markt, während der Dieselantrieb weiter dominiert. Der Start der Förderung ist für 2026 geplant und erfolgt in Form zinsgünstiger Darlehen aus dem Zweckvermögen des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank.

Jeder Antragsteller wird zwischen 25.000 Euro und einer Millionen Euro beantragen können. Die Förderung hat eine Laufzeit von drei bis zehn Jahren für Maschinenförderung und von Lade- und Tankinfrastrukturen bis 15 Jahren.

Landwirtschaftsminister Alois Rainer sagte bei der Vorstellung der neuen Förderung, dass der Ministerium über die Landwirtschaftliche Rentenbank schon heute agrarnahe Startups fördert. „Unsere Förderung für alternative Antriebe ergänzt unser Innovationsprogramm und zeigt, wie wir Ideen in die Praxis bringen – denn zusammen bilden beide Instrumente eine Förderkette von der Idee bis zur Anwendung.“

Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands der Rentenbank, ergänzt: „Jede heute etablierte und für uns völlig normale Technologie war irgendwann einmal eine Innovation, die mit einer genialen Idee begann und schließlich marktfähig wurde. Diese Innovationskraft und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors stärken wir künftig durch die schnellere Markteinführung. “Denn erst mit dem Einsatz auf den landwirtschaftlichen Betrieben könnten Innovationen wie die alternativen Antriebssysteme ihre Wirkung entfalten und einen Mehrwert für den Wandel der gesamten grünen Branche hin zu mehr Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit leisten, so Steinbock weiter.

Für die Landwirtschaft gibt es bereits heute einige spannende Batterie-elektrische Fahrzeuge: So hat etwa der deutsche Elektrotraktoren-Hersteller Tadus auf der Agritechnica einen seriennahen Prototyp des Tadus T16.20 präsentiert. Der von Grund auf elektrisch konzipierte E-Traktor bietet u.a. ein Batterie-Wechselsystem und bidirektionales Laden. Die deutschen Zulieferer Bosch und ZF haben unterdessen neue Elektroantriebe für Landmaschinen präsentiert. In den USA wiederum hat das Startup Monarch mit einem elektrischen und optional auch vollautonomen Traktor bereits für viel Aufsehen gesorgt.

rentenbank.de

4 Kommentare

zu „Neues Förderprogramm für elektrische Landmaschinen“
Michael
08.12.2025 um 11:11
Biokraftstoffe gibt es seit Jahren und könnten längst eingesetzt werden. Sie sind einfach zu teuer. Batterieelektrisch gibt es noch nicht viel, da ist die Förderung dringend nötig. WIchtiger wäre aber, dass sich die etablierten Hersteller endlich darum kümmern. Solarenergier hätten die Bauern genug. Der Wille fehlt.
Dennis
08.12.2025 um 14:21
Ja sehr ich genau so wie du Michael. Ich würde auch befürworten hier die Technologieoffenheit auf elektrische Antriebe zu reduzieren, um gezielter zu fördern. Unter Umständen könnten auch Hybride Lösungen aus Biokraftstoffen und Elektroantrieben den Übergang vereinfachen.Die Bauern haben genug Solar, manchmal sogar Windkraft.
Why Not?
08.12.2025 um 15:04
Strom produzierende Landwirte gibt es reichlich, wenn nun auch gebrauchsfähige Elektromaschinen zur Verfügung stehen werden die kostenbewussten Bauern diese auch nutzen! Elektrische Hoflader gibt es schon einige auf verschiedenen Höfen!
ioniqKnechter
11.12.2025 um 00:25
Ehy, Moin erst ma.. Bei der Ernte u Verbrauch von etwa 500L Diesel/Tag (schwerer Feld Einsatz) schafft ein 600 kWh Akku nur 4-5 Std Volllast bevor nachgeladen oder der Akku gewechselt werden muss. -- Bei leichteren Transport Aufgaben zb Gras, Heu, Stroh, Getreide, Kartoffeln oder Mais zum Silo bringen, sieht's schon besser aus. Diesel für den Transport etwa 250L/Tag. Entspricht etwa 9 Std oder 300-400 km/Tag bevor der Akku zur neige geht. -- Berücksichtigt sind die Wirkungsgrade von Verbrenner (30%) u Akku Antrieb (85%). - - Ein weiterer Vorteil der oft vergessen wird. Ein paar Tausch Akkus oder mobile Ladestation können Netzdienlich angeschlossen werden u erwirtschaften im Zeiten in denen die nicht benötigt werden (Winter) zusätzlich Geld.

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