Citroën zeigt Minivan-Studie ELO

Die Stellantis-Marke Citroën zeigt unter dem Namen ELO ein elektrisches Konzeptfahrzeug, das mit 4,10 Metern zwar recht kurz für einen Minivan ist, aber dennoch geräumig gestaltet ist. Mit seinem modularen Konzept soll ELO einen Ort zum Ausruhen, Spielen oder Arbeiten bieten.

Citroen elo concept
Bild: Citroën

Nach dem 2022 vorgestellten OLI, der Vision eines elektrischen Familienfahrzeugs, zeigt Citroën nun mit dem ELO ein „Ideenlabor, das verschiedene Bereiche erforscht, die das Denken von Citroën für die Zukunft inspirieren“, so der französische Autohersteller. Dabei soll ELO mehr als nur ein Transportmittel sein. Es wurde entwickelt, um ein Leben in Bewegung in all seinen Aspekten zu erleichtern: Reisen, aber auch Entspannung, Freizeit und Arbeit.

Das Akronym ELO steht dabei für REST, PLAY, WORK, wobei für die Abkürzung ungewöhnlicherweise nicht die Anfangsbuchstaben gewählt wurden. Dank seiner vollständigen und intuitiven Modularität nutzt ELO die Vorteile seiner elektrischen Architektur voll aus und bietet so eine kompakte Größe von nur 4,10 Metern Länge, die laut Citroën trotzdem einen außergewöhnlich großzügigen Innenraum verbirgt.

„ELO ist ein Ideenlabor, das die Werte von Citroën perfekt verkörpert und Perspektiven für unser heutiges Denken eröffnet. Es erfüllt alle Kriterien, die seit über 100 Jahren die DNA der Marke ausmachen und die ich in den kommenden Jahren weiter pflegen möchte: kreativ, mutig, zugänglich, verantwortungsbewusst, genial und dem Wohlbefinden verpflichtet. Es ist ganz auf der Höhe der Zeit und bietet konkrete, innovative Lösungen, um Bewegungsfreiheit und ein besseres Leben zu fördern. Sein Stil drückt Freundlichkeit und Lebensfreude aus, und sein ultramodularer Innenraum ist als eigenständiger Lebensraum konzipiert. Es steckt voller cleverer Funktionen und einfacher Technologien, die den Alltag erleichtern. ELO sendet eine starke Botschaft, die unsere Vision davon vermittelt, was Citroën sein soll“, sagt CEO Xavier Chardon.

Mit dem Konzeptfahrzeug will die Stellantis-Marke eine Art „Tiny House“ auf vier Rädern bieten. Der Fahrersitz kann für Gespräche oder zum Arbeiten gedreht werden. Bei Bedarf können zwei zusätzliche Sitze ausgeklappt werden, um sechs Personen zu befördern. ELO kann aber auch in einen Schlafplatz für zwei Personen, einen Heimkino-Raum, eine Stromversorgung und für viele andere Verwendungszwecke umgewandelt werden. Der modulare Aufbau des E-Minivans macht das möglich.

Die besondere Silhouette des ELO spiegelt den Wunsch der Citroën-Designer wider, die Form der Funktion unterzuordnen. Die halbrunden hinteren Türen reichen bis zum Dach, um den Lichteinfall zu optimieren: Dabei lassen 4,5 Quadratmeter Glasfläche viel Licht in den Innenraum.

Für Freizeitaktivitäten kann ein im Unterboden integrierter Kompressor zum Aufpumpen verschiedener Accessoires wie Schwimmreifen, Paddel oder Fahrradreifen verwendet werden . ELO ist außerdem mit Vehicle to Load (V2L) ausgestattet. Dadurch kann die Traktionsbatterie des Fahrzeugs als eine Art Powerbank genutzt werden und zum Beispiel einen Elektrogrill oder einen Lautsprecher mit Strom versorgen.

Zur Technik selbst verrät Citroën nicht viel, außer dass die 100 Prozent elektrische Architektur es ermöglicht, die Größe zu begrenzen und gleichzeitig unerwartet viel Platz im Innenraum zu schaffen. Der Elektroantrieb befindet sich an der Hinterachse. Leistungsdaten verrät Citroën aber eben so wenig wie Infos zur Batterie und Reichweite. Aber letztlich handelt es sich nicht um ein Serienfahrzeug, sondern um ein Showcar, das am 9. Januar auf dem Brüsseler Autosalon seine Publikumspremiere feiern soll.

stellantis.com

8 Kommentare

zu „Citroën zeigt Minivan-Studie ELO“
Martin Seiler
10.12.2025 um 09:54
Daumen hoch! Citroen stand immer schon für das Besondere und brachiale Ideen. Das Monopol von Volkswagen an einem sinnvollen Bulli scheint endgültig gebrochen. Während die Wolfsburger wichtige Investitionen kürzen, geht es mit den Franzosen voran (siehe auch Ford und Renault). Die Geschichte ist vielfältig und die Verbrennerschnecken werden verlieren.
ioniqKnechter
10.12.2025 um 23:25
Ehy, min erst ma... Jetzt noch unter 25k € mit 60/90 kWh Akku, ladegeschwindigkeit 3C. That's it!
kokolores
11.12.2025 um 12:45
Für 2500€ mit einem 600/900kWh Akku und 30C.Oder für 2,50€ mit 9 Millionen kWh und 3 Gazillion C.
Manfred Stummer
11.12.2025 um 07:44
Bleibt zu hoffen dass im Falle einer Umsetzung in die Serie der Preis leistbar wird.
PTB
11.12.2025 um 09:55
Endlich mal eine innovative und praktische Idee und nicht der tausendste SUV mit 4,8 m Länge und 2 m Breite. Ich würde mir noch einen Verbauch um die 13 kW/100km wünschen und einen Akku Richtung 85 kWh und einen Preis Richtung 45T€, dann bestell ich mir einen ;-)
Andreas
11.12.2025 um 20:13
Oh, ja bitte unbedingt in Serie bringen. >2 m Länge für die Ladefläche, Photovoltaik auf dem Dach, mein Favorit. Ein Preis von 45T€ ist mir jedoch leider zu viel, da käme ich ins Grübeln ob das dann passt.
Frank
11.12.2025 um 10:54
Dem stimme ich zu, aber den cW Wert sehe ich bei eher 0,3. Da wird es mit 13 KWh/100Km eng. 85 KWh Akku bei 4m Länge? Mit Radnabenmotoren vielleicht. Aber interessant ist das Fahrzeug allemal und weicht erfreulicherweise von diesen SUV Einheitsbrei ab. V2L ergänzt das in Richtung Freizeitgestaltung ausgelegte Fahrzeug sinnvoll. Auch von mir Daumen hoch.
Johann
11.12.2025 um 10:15
Naja. Sieht aus wie eine große MIA und ist auch weitgehend das MIA Konzept. Citroën sollte so fair sein, zumindest das Vorbild zu benennen.

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