Jahresbilanz 2025: Schweiz erreicht E-Auto-Anteil von über 22 Prozent

2025 war mehr als jeder fünfte neu zugelassene Pkw in der Schweiz rein elektrisch angetrieben, über 6.000 Stromer kamen im Dezember dazu. Zusammen mit den Plug-in-Hybriden machten Steckerfahrzeuge rund ein Drittel aller Neuzulassungen aus.

Schweiz neuzulassungen

Batterie-elektrische Pkw erzielten 2025 einen Marktanteil von 22,8 Prozent, was einem Plus von 3,5 Prozentpunkten gegenüber 2024 entspricht, wie der Verband Swiss eMobility mitteilt. Laut dem Datenportal des Verbands wurden 50.975 Elektroautos neu zugelassen, also 6.661 Fahrzeuge mehr als im Jahr 2024. An den Bestwert von knapp 53.000 Stromern aus dem Jahr 2023 kam das Vorjahr aber nicht heran.

Auch die Plug-in-Hybrid-Pkw legten zu: Die Neuzulassungen stiegen um 3.379 Fahrzeuge auf 25.284 PHEV, der Marktanteil erhöhte sich um 2,4 Prozentpunkte. Mit 11,1 Prozent Marktanteil der Plug-in-Hybride und 22,8 Prozent Batterie-Elektroautos hatten also 33,9 Prozent aller Neuzulassungen in der Schweiz 2025 einen Ladeanschluss – also recht genau ein Drittel.

Auch die sonstigen Hybride konnten zulegen, wenn auch mit zwei Prozentpunkten nur in geringerem Maß. Mit 35,5 Prozent Marktanteil oder 80.553 Neuzulassungen bleiben die HEV aber die größte Antriebsart. Die konventionellen Antriebe mussten 2025 teils deutliche Rückgänge verzeichnen: Die Benzinfahrzeuge verloren 14.000 Neuzulassungen und 5,1 Prozentpunkte
Marktanteil, Diesel 5.002 Fahrzeuge beziehungsweise 2,6 Prozentpunkte. Mit 54.607 Neuzulassungen bleiben die reinen Benziner zwar noch knapp vor den Batterie-Elektroautos auf Rang zwei. Hält der Trend aber an, werden die reinen Stromer die Benziner im laufenden Jahr überholen.

Innerhalb der Schweiz gibt es bei der Verbreitung der Stromer teils enorme Unterschiede. Spitzenreiter ist der Kanton Zürich mit 30,5 Prozent reinen E-Autos, gefolgt von Solothurn (28,8 %) und Luzern (27,2 %), wobei fast alle Kantone im Norden des Landes bei mehr als 25 Prozent E-Auto-Anteil liegen. Im Westen und Süden ist die Verbreitung hingegen geringer, hier liegen die E-Auto-Anteile unter 20 Prozent. Im Kanton Ticino sind es sogar nur 12,0 Prozent.

Das mit Abstand meistverkaufte Elektroauto 2025 in der Schweiz war das Tesla Model Y mit 4.522 Einheiten. Das Model 3 hat mit 1.163 Verkäufen knapp die Top Ten verpasst. Somit ist Skoda mit dem Plätzen 2 und 3 (Elroq mit 3.308 Einheiten und Enyaq mit 2.774 Fahrzeugen) und über 6.000 Verkäufen der erfolgreichste E-Auto-Hersteller auf dem Schweizer Markt.

Der Volvo EX30 belegt mit 2.010 Neuzulassungen Platz 4, gefolgt vom Audi Q4 e-tron (1.849), VW ID.3 (1.588) und dem BMW iX1 (1.585). Knapp hinter dem BMW liegt mit 1.576 Exemplaren der Renault 5, der Abstand zu den Plätzen 9 (Audi Q6 e-tron mit 1.347 Fahrzeugen) und 10 (Cupra Tavascan mit 1.185 Neuzulassungen) ist hingegen etwas größer.

presseportal-schweiz.ch, swiss-emobility.ch

4 Kommentare

zu „Jahresbilanz 2025: Schweiz erreicht E-Auto-Anteil von über 22 Prozent“
Max Prooba
05.01.2026 um 16:16
Wirklich schwach für so ein überdurchschnittlich reiches und gleichzeitig sehr kleines Land wie die Schweiz (kleiner als Niedersachsen), wo es genug flexible Wasserkraftwerke gibt. Die könnten schon da sein, wo Norwegen heute ist.
Alex Hofmann
05.01.2026 um 21:47
@Max Prooba.Das Problem ist nicht der Kunde, viel eher der Staat der alles dafür tut, das E-Auto unattraktiv zu machen. Für ein E-Auto zahlt man im Kanton Aargau mehr Steuern als für einen Verbrenner, da die meisten E-Autos leistungsstark sind.Dazu kommt, dass Ladeanbieter tun können was sie wollen (absurde Preise) und die Schweiz ein Mieterland ist, die Wohnverwaltungen geben selten die Möglichkeit eine Wallbox zu installieren und verweisen auf Energieanbietet mit absurden Preisen (Wallboxmiete, Zuschlag für Netznutzung etc..) Beispiel: AEW im Aargau.Insgesamt ist es in der Schweiz noch günstiger einen Verbrenner zu fahren sofern man Zuhause nicht laden kann.
Pirmin
06.01.2026 um 09:51
Genau, an dieser Stelle grosser Dank an Herr Rösti...*Ironie off Es geht schon auch ohne eigene Wallbox, da Migros, Lidl und Aldi ihre Lademöglichkeiten stets erweitern und das meist zu sehr fairen Preisen. Hier kann man Lidl als tolles Beispiel nennen, man zahlt am Schnelllader (50-60kW) 42 Rappen. Mit eCarUp hat man Zugang zu vielen Wallboxen, welche teils Halbprivat sind und das zu ca. 35 Rappen/kWh. Mit etwas Flexibilität ist es schon machbar. Bin natürlich einverstanden, dass das Laden Zuhause nicht blockiert werden sollte und nochmals billiger und komfortabler ist.
Egon Kohler
06.01.2026 um 18:11
Vielen Dank auch an den Kanton St.Gallen, welcher ab 2026 - ähnlich dem Kanton Aargau - gewichts- und leistungsabhängige hohe Steuern (jährlich) für alle EV erhebt. Von dem angekündigten Zuschlag pro kWh oder km noch gar nicht zu reden, welcher "Gerechtigkeit" bzgl Abgaben auf Benzin und Diesel herstellen soll :-/ Wie schon von Alex erwähnt: Der Staat tut alles, um EVs unattraktiv zu machen, und das obwohl es hier früher mal eine wirklich innovative Pionier-Szene gab die weit vorne mit dabei war...

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