Xpeng verdoppelt Auslieferungen in 2025

Der chinesische E-Autobauer Xpeng hat im Jahr 2025 429.445 Elektroautos ausgeliefert, was einer Steigerung von 126 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Auch in den Übersee-Märkten konnte Xpeng deutlich zulegen.

Xpeng p7 second generation
Bild: Xpeng

Die 429.445 Auslieferungen werden in der kurzen Mitteilung nicht weiter aufgeschlüsselt, es ist also keine Verteilung auf die einzelnen Baureihen des Herstellers bekannt. Im Laufe des Jahres hatte sich aber die preiswerte Limousine Mona M03 als Bestseller erwiesen.

Wie auch bei anderen Marken war der Jahresabschluss bei Xpeng eher schwach, was also auf den Gesamtmarkt zurückzuführen sein dürfte. Im Dezember wurden 37.508 Fahrzeuge ausgeliefert, was einem Zuwachst von nur zwei Prozent im Vergleich zum Dezember 2024 entspricht.

Der Großteil des Absatzes erfolgt – wie bei vielen chinesischen Herstellern – nach wie vor auf dem Heimatmarkt. Aber auch das Exportgeschäft hat sich bei Xpeng positiv entwickelt: In den Übersee-Märkten hat das Unternehmen im vergangenen Jahr ingesamt 45.008 Fahrzeuge ausgeliefert, mit einem Plus von 96 Prozent also fast eine Verdopplung. Stand Ende 2025 ist Xpeng in 60 Ländern aktiv – auch hier wird der Absatz nicht weiter aufgeschlüsselt, auch nicht nach Regionen.

In Europa überarbeitet Xpeng derzeit seine Modellpalette. Im Sommer wurden die überarbeiteten Versionen der SUV-Modelle G6 und G9 vorgestellt, die sich durch eine extreme Lade-Performance von bis zu 525 kW Ladeleistung und Ladezeiten von zwölf Minuten auf 80 Prozent auszeichnen – sofern die Ladesäule diese Leistung liefern kann. Und in dieser Woche wird auf der Automesse in Brüssel die neue Generation der Elektro-Limousine P7 erstmals in Europa gezeigt, die ebenfalls auf eine 800-Volt-Architektur wechselt und bis zu 486 kW Ladeleistung und 820 Kilometer Reichweite (im chinesischen Normtest CLTC) bietet.

Zwar wurden von electrive schon Prototypen des in China verkauften Elektro-Vans X9 auch in Europa gesichtet – an einem Schnelllader in einer auf Europa angepassten CCS-Version. Auf Nachfrage hat Xpeng damals zwar bestätigt, dass die Münchner Entwicklungsabteilung die Fahrzeuge in der Erprobung hat. Einen möglichen Marktstart des Premium-Vans in Europa wollte das Unternehmen aber nicht kommentieren.

xiaopeng.com

1 Kommentar

zu „Xpeng verdoppelt Auslieferungen in 2025“
Paul-Gerhard Fenzlein
08.01.2026 um 09:24
Xpeng hat nach dem krisenbelasteten Jahr 2024 eine bemerkenswerte operative Wende vollzogen. Durch die Neuausrichtung des Geschäftsmodells, tiefgreifende strukturelle Anpassungen in Einkauf und Vertrieb sowie den konsequenten Ausbau einer neuen Produktlinie – insbesondere mit dem im Niedrigpreissegment positionierten MONA M03 – konnte das Unternehmen zunächst in China und anschließend in Südostasien und Australien stark wachsende Auslieferungszahlen erzielen. Ab 2025 folgte zudem der Markteintritt in Europa. Die Beteiligung des VW-Konzerns in Höhe von fünf Prozent wirkte dabei als klarer Vertrauens- und Stabilitätsfaktor und hat diese positive Entwicklung zusätzlich beschleunigt. Im zweiten Halbjahr 2025 veränderte sich jedoch die Dynamik im chinesischen NEV-Markt deutlich. Bis dahin führende Hersteller wie Xpeng und auch Li Auto verloren Marktanteile an die aufstrebende Marke NIO. Besonders auf der Ergebnisseite wurde diese Verschiebung sichtbar: Trotz insgesamt über 420.000 ausgelieferter Fahrzeuge im Jahr 2025 konnte Xpeng ebenso wenig wie Li Auto mit NIO mithalten. Li Auto litt zusätzlich unter der strategisch schmerzhaften Umstellung von überwiegend Hybridfahrzeugen auf reine Elektroautos. NIO hingegen erzielte mit rund 320.000 verkauften Fahrzeugen geringere Stückzahlen, erwirtschaftete jedoch höhere Umsätze und deutlich bessere Bruttomargen. Ausschlaggebend hierfür waren die höheren Verkaufspreise sowie das stärker im Premiumsegment verankerte Geschäftsmodell. Mit Blick auf die neuen chinesischen Subventionen für 2026 dürfte sich dieser Vorteil weiter verstärken, da NIO mit seiner Batteriewechseltechnologie sowohl technologisch als auch preislich strukturell besser positioniert ist als viele Wettbewerber. Zusätzlichen Rückenwind erhält NIO durch die am 5. Januar 2026 geschlossene vertiefte Technologiepartnerschaft mit CATL. Diese Kooperation stärkt NIOs Position entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette und dürfte die Wettbewerbsbalance im chinesischen Markt weiter zugunsten von NIO verschieben. Siehe: https://autonews.gasgoo.com/articles/ev/catl-nio-deepen-alliance-with-new-five-year-strategic-partnership-2008493340725395457

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