Spanisches Ladenetz wächst auf 50.000 Ladepunkte

Das öffentlich zugängliche Ladenetz für Elektrofahrzeuge in Spanien hat im vergangenen Jahr die Marke von 50.000 betriebsbereiten Ladepunkten erreicht. Bei den Schnellladern hat sich der Bestand innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt.

Endesa ladestation barcelona spanien mit kia
Bild: Endesa

Das geht aus Daten von AEDIVE, dem spanischen Unternehmensverband für die Entwicklung und Förderung der Elektromobilität, hervor, die von den nationalen Ladeinfrastrukturbetreibern erhoben wurden. Damit wuchs das öffentliche Ladenetz in Spanien gegenüber Ende 2024 um 10,18 Prozent.

Die Anzahl der Lademöglichkeiten mit Leistungen zwischen 50 bis 250 kW ist um 106,47 Prozent gestiegen, die mit über 250 kW um 85,82 Prozent. Aber: Die hohen Wachstumsraten wurden auch aufgrund der geringen Ausgangsbasis möglich. Ende 2024 lag der Bestand bei 2.736 Ladepunkten mit 50 bis 250 kW und bei gerade einmal 525 Ladepunkten mit mehr als 250 kW. Zum 1.1.2026 weist AEDIVE nun 5.649 Lader mir 50-250 kW und 974 mit über 250 kW Leistung auf.

Die Zahl der Ladepunkte mit 22 bis 50 kW Leistung verzeichnete einen Anstieg von 16,44 Prozent – von 8.354 auf 9.727 Ladepunkte. Das heißt: Bei Ladepunkten mit oder unter 22 kW war das prozentuale Wachstum am geringsten: Die Ladepunkte mit exakt 22 kW haben nur von 18.452 auf 19.752 zugelegt, bleiben aber in absoluten Zahlen die größte Klasse. Die Ladepunkte mit unter 22 kW sind sogar weniger geworden, hier ging es von 15.134 Stand Ende 2024 auf nun 13.898 Ladepunkte zurück.

Was die Verteilung auf die autonomen Regionen angeht, so sind Katalonien, Madrid und Andalusien weiterhin die drei Regionen mit der größten Anzahl an Ladestationen. Zusammen machen sie fast 49 Prozent der gesamten Infrastruktur aus. Rechnet man die Region Valencia hinzu, so umfassen diese vier Regionen fast 60 Prozent des öffentlichen Netzes. Das heißt auch: Die meisten der 17 autonomen Gemeinschaften bewegen sich im niedrigen einstelligen Bereich: In Galizien sind etwa 3,9 Prozent aller spanischen Ladepunkte registriert, in Aragón 2,5 Prozent, in La Rioja 0,6 Prozent. Die beiden autonomen Städte Ceuta und Melilla (spanische Exklaven in Nordafrika) stehen nur für 0,04 Prozent der Ladeinfrastruktur.

„Die notwendigen Ressourcen wurden bereitgestellt, um ein Hochleistungsladenetz zu entwickeln, das den Anforderungen von Mittel- und Langstreckenreisen gerecht wird“, sagt Arturo Pérez de Lucia, CEO von AEDIVE. „Nun ist es auch notwendig, das Ladenetz an den Zielorten, in städtischen und stadtnahen Gebieten sowie mit Wechselstrom auszubauen, um eine Lösung für diejenigen zu bieten, die keine Lademöglichkeit auf ihrem Parkplatz haben oder keinen besitzen.“

aedive.es (auf Spanisch)

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