Kloiber pendelt mit E-Lkw zwischen MAN-Fabriken in München und Nürnberg
Die MAN eTGX verkehren ab sofort regelmäßig zwischen den MAN-Werken in Nürnberg und München. Ein Umlauf umfasst rund 328 Kilometer. Dabei transportieren die Trucks unter anderem Batterien, wie sie sie selbst in ihrem Antrieb beherbergen. Die Fahrzeuge legen laut den MAN-Verantwortlichen bei vier bis sechs Umläufen pro Tag zwischen 1.300 und 1.900 Kilometer zurück. „Dies entspricht einer Einsparung durch den lokal emissionsfreien Betrieb von bis zu 566 Tonnen CO2 pro Jahr bei Nutzung von 100 Prozent grünem Strom“, freut sich der Hersteller. Und: Die Erweiterung und Skalierung der Zusammenarbeit zwischen Kloiber und MAN sei im Bereich der elektrischen Transporte bereits geplant und soll schrittweise umgesetzt werden.
Als Inbound-Logistik gilt dabei der Eingang von Waren, Materialien und Rohstoffen (im Gegensatz zur Outbound-Logistik, die den Transport von fertigen Produkten bezeichnet). MAN skizziert, dass im eigenen Inbound-Netzwerk Lkw pro Jahr bis zu 165 Millionen Kilometer zurücklegen. Im vermehrten Einsatz von Strom-Trucks sieht der Hersteller daher einen wirksamen Hebel zur Dekarbonisierung seiner Transportketten: „Die Elektrifizierung unserer Lieferketten ist zentral für unseren Weg zu Zero-Emission-Transporten und nachhaltiger Kosteneffizienz“, kommentiert Michael Kobriger, MAN-Vorstand für Produktion und Logistik. „Mit den ersten MAN eTrucks in unseren Inbound-Verkehren zeigen wir im Live-Betrieb, wie leistungsfähig und wirtschaftlich die MAN eTGX bereits heute sind – und machen so den Nutzen für die Umwelt sowie die Praxisfähigkeit unmittelbar erlebbar.“
Damit vollelektrische Lkw in den Inbound-Verkehren schnell und nahe der Abladestelle laden können, haben die Verantwortlichen die Ladeinfrastruktur in den MAN-Werken in Nürnberg und München ausgebaut. Parallel sind am MAN Servicezentrum München-Karlsfeld vier Ladestationen mit jeweils bis zu 400 kW Ladeleistung entstanden – „mit ausreichend Rangier- und Durchfahrtsraum auch für Sattel- und Hängerzüge“, wie es heißt. Obendrein wurde der Werkstandort in Dachau mit entsprechender Ladeinfrastruktur ausgestattet.







Auch Logistikpartner Kloiber hat seine Hausaufgaben gemacht: Als Ergänzung zur Ladeinfrastruktur in den MAN-Werken hat die Firma in Petershausen bei Dachau einen eigenen Ladepark für Nutzfahrzeuge mit zehn Ladesäulen in Betrieb genommen, die je bis zu 500 kW Ladeleistung unterstützen. „Für uns ist klar: Die Zukunft der Transportlogistik ist elektrisch. Mit den MAN eTGX sowie unserem neuen Ladepark bringen wir Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit auf die Straße und unterstützen so die Dekarbonisierung der Inbound-Logistik von MAN“, äußert Ferdinand Kloiber, Geschäftsführer der Kloiber GmbH.
Die Ausschreibung zum Einsatz Batterie-elektrischer Fahrzeuge auf den ersten knapp 40 Routen der MAN-eigenen Inbound-Transportlogistik hatte der Münchner OEM Anfang 2025 gestartet. Insgesamt acht Routen übernimmt nun Kloiber. Weitere acht Routen wurden an andere Logistikpartner vergeben. „Weitere Ausschreibungen mit Vergabe bis voraussichtlich Ende 2026 werden sukzessive veröffentlicht“, blickt das Management voraus. Bei der Identifizierung geeigneter Strecken half und hilft die interne eMobility-Beratung MAN Transport Solutions.
Parallel hat MAN inzwischen übrigens die Initiative „Electrifying Outbound“ ins Leben gerufen. Sie soll dazu beitragen, dass auch die CO2-Emissionen bei MANs Fahrzeugauslieferung bis 2030 um 30 Prozent sinken. Zu den ersten Logistikpartnern, die den Fahrzeug-Transport bereits mit E-Lkw bestreiten, gehört wie berichtet VEGA International. Vorteilhaft ist dabei, dass der eTGX als bisher einziger E-Truck auf dem Markt in einer Lowliner-Variante erhältlich ist. Das MAN-Modell wartet konkret mit einer Aufsattelhöhe von 950 mm auf, womit es sich eben besonders für die Fahrzeugauslieferung eignet.
press.mantruckandbus.com




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