Enercity bietet smartes Laden an öffentlichen AC-Ladepunkten

Ab sofort können Kunden des Hannoveraner Energiedienstleisters Enercity mit der „easyGo“-App an rund 900 öffentlichen AC-Ladepunkten von Enercity in Deutschland von dynamischen Preisen profitieren, indem der Ladevorgang gemäß den Wünschen der Kunden automatisch zum günstigsten Zeitpunkt gestartet wird – aber nur in einem speziellen Tarif. 

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Bild: Enercity

Laut Enercity können pro Ladevorgang bis zu 1,50 Euro eingespart werden. Voraussetzung zum Nutzen der neuen Funktion ist, dass Kundinnen und Kunden den Tarif „SmartLaden“ von Enercity abgeschlossen und ihr Elektroauto erfolgreich mit der App verbunden haben. Der erste Monat ist kostenfrei, anschließend beträgt die Grundgebühr für den SmartLaden-Tarif 5,99 Euro im Monat. Das heißt: Es wären vier Ladevorgänge mit einer Ersparnis von jeweils 1,50 Euro nötig, um mit Grundgebühr in Summe günstiger zu laden.

Mit dem intelligenten Laden werden die Ladevorgänge in Zeiten mit geringer Netzauslastung oder einem hohen Angebot erneuerbarer Energien verschoben. So können allgemein Lastspitzen vermieden werden. „Ab etwa 18 Uhr sind viele Menschen zu Hause, kochen, schalten elektrische Geräte ein und verbrauchen gleichzeitig viel Strom. Dadurch steigt die Auslastung des Stromnetzes und damit auch der Strompreis. Ab etwa 21 Uhr geht diese Nachfrage deutlich zurück, die Netzauslastung sinkt, ebenso der Strompreis“, erklärt Enercity. Sprich: Wird das Elektroauto um 18 Uhr geladen, steigt die Belastung auf das Stromnetz weiter, um 21 Uhr kann das E-Auto jedoch zu einer gleichmäßigeren Auslastung des Stromnetzes beitragen, wenn andere Verbraucher zurückgehen.

Grundsätzlich verfolgt Enercity verschiedene Ansätze, um die Ladevorgänge von Elektroautos in solche Zeiten mit niedrigerer Auslastung zu verschieben. Für Kunden mit eigener Wallbox gibt es die App „SmartLaden“, um die Ladevorgänge in das optimale Zeitfenster zu schieben. Im Sommer hat der Betreiber gemeinsam mit EV-Pay dynamische Preise beim Ad-hoc-Laden an öffentlichen Schnellladern eingeführt. An einigen DC-Ladepunkten werden die Ladepreise stündlich festgelegt, die Preisstufen können vorab im Internet abgerufen werden. So sollen Kunden über den Preis dazu animiert werden, zu einem bestimmten Zeitpunkt an den Schnelllader zu fahren.

Der neue Tarif „SmartLaden“ überträgt das Prinzip auf das AC-Laden, jedoch mit automatisiert gesteuerten Ladevorgängen. Das Prinzip erklärt Enercity so: „Die easyGo-App analysiert im Hintergrund die Strompreisentwicklung der kommenden Stunden. In Kombination mit der Angabe, zu welchem Zeitpunkt das Elektrofahrzeug vollständig geladen sein soll, kann so automatisch der optimale Startzeitpunkt für den Ladevorgang ermittelt werden. Das ist oftmals nachts oder bei hoher Einspeisung aus erneuerbaren Quellen wie Solar- und Windkraft der Fall. Die Ersparnis zum ursprünglichen Ladepreis wird den Kund:innen auf ihr easyGo-Konto anschließend gutgeschrieben.“

An den Blockiergebühren ändert das aber nichts: Im Zeitraum von 22 bis 8 Uhr entstehen an den öffentlichen AC-Ladepunkten  keine Blockiergebühren, tagsüber können Kundinnen und Kunden bis zu vier Stunden ohne zusätzliche Gebühren laden. 

Im Tarif „easyGo SmartLaden“ kostet die Kilowattstunde an AC-Ladern 0,42 €/kWh, hinzu kommen ab der 240. Minute des Ladevorgangs 0,05 €/min an „Standzeitzuschlag“, also die Blockiergebühr. Diese ist auf maximal 24 Euro je Ladevorgang gedeckelt. An DC-Ladern werden 0,52 €/kWh berechnet, hier fällt der Standzeitzuschlag schon nach einer Stunde an. Im Tarif „easyGo FixLaden“ sind es 0,47 €/kWh (AC) bzw. 0,57 €/kWh (DC), allerdings ohne monatliche Grundgebühr.

Quelle: Info per E-Mail

1 Kommentar

zu „Enercity bietet smartes Laden an öffentlichen AC-Ladepunkten“
ph91
23.01.2026 um 10:38
Die Blockiergebühren führen das ganze System ad absurdum.Wenn ich tagsüber mein Auto laden will, bei dem "Smart laden" System dann aber gerade eine Preisspitze herrscht und dementsprechend nicht geladen wird, komme ich dann nach 4 Std. zurück und das Auto ist leer. Oder ich muss dann doch wieder die teureren Preise zahlen.Lohnt sich wenn überhaupt nur für Nachtlader, das würde aber voraussetzen man hat immer eine freie Ladesäule in Wohnortnähe oder eine eigene Wallbox.Ich habe so einen ähnlichen Tarif zuhause über E.on, welchen ich aber wieder gekündigt habe weil das System dahinter eher schlecht als recht funktioniert. Der einzige Vorteil liegt mal wieder beim Anbieter, der seine Kosten reduzieren kann.

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