Flugtaxi-Entwickler Joby findet Partner für Aufbau von Vertiports

Das kalifornische Unternehmen Joby Aviation tut sich mit dem Parkraumbetreiber Metropolis Technologies zusammen, um in den USA ein Netzwerk von Start- und Landeplätzen für seine elektrischen Flugtaxis aufzubauen.

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Bild: Joby Aviation

Bei Joby Aviation handelt es sich um einen von Toyota mit 500 Millionen US-Dollar unterstützten Entwickler von elektrischen Lufttaxis. Unter dem Namen Joby S4 arbeitet das Unternehmen an einem elektrischen Fluggerät, das senkrecht starten und landen kann (eVTOL). Es soll im urbanen und regionalen Personenverkehr eingesetzt werden. Das Fluggerät bietet Platz für einen Piloten und vier Passagiere, soll eine Reichweite von bis zu rund 240 Kilometern erreichen und, eine Reisegeschwindigkeit von etwa 320 km/h. Im Vergleich zu Hubschraubern soll das Flugtaxi dabei eine sehr geringe Lärmentwicklung haben.

Die Pilotproduktion des Joby S4 läuft bereits im kalifornischen Marina, zudem hat das Unternehmen gerade Pläne für eine zweite Produktionsstätte in Dayton, Ohio bekanntgegeben. Dadurch will Joby Aviation ab 2027 pro Monat vier der Flugtaxis herstellen können. Noch läuft die finale Zertifizierung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA, erste kommerzielle Einsätze sind aber bereits in 2026 geplant, u.a. in Dubai.

Um Flugtaxis zu etablieren, benötigt es natürlich geeignete Start- und Landemöglichkeiten – die sogenannten Vertiports. Deshalb tut sich Joby nun mit Metropolis zusammen, dem größten Parkraumbewirtschafter der USA, der über 4.200 Standorte verwaltet und auch an über 350 Standorten Flugdienstleistungen anbietet.

Ziel der Partnerschaft ist die Entwicklung von 25 Vertiports in den USA, die das umfangreiche Netzwerk von Parkstandorten von Metropolis nutzen. Die geplanten Vertiports sollen strategisch innerhalb des Metropolis-Portfolios in für elektrische Flugtaxis zum Start besonders attraktiven Märkten ausgewählt werden.

„Damit Flugtaxis ihr Versprechen nahtloser urbaner Mobilität einlösen können, müssen sie direkt an das bestehende Bodenverkehrsnetz angebunden werden“, sagte JoeBen Bevirt, CEO und Gründer von Joby. „Indem wir die bestehende Parkinfrastruktur nutzen, um Mobilitätsknotenpunkte zu schaffen, können wir unsere Vision nahtloser Vernetzung für unsere Kunden realisieren und gleichzeitig den Wert dieser Standorte maximieren, ohne die Infrastruktur von Grund auf neu errichten zu müssen.“

Die Unternehmen planen, die Technologie von Metropolis, darunter Biometrie, Computer Vision und Dienstleistungen wie Gepäckabfertigung, zu nutzen, um Jobys Bemühungen zu beschleunigen, seinen Flugtaxi-Service direkt in bestehende Verkehrsknotenpunkte zu integrieren.

Dabei wird Metropolis zum Auftakt seinen Bags VIP-Service für Jobys neue Tochterfirma Blade Urban Air Mobility in New York anbieten. Blade ermöglicht es bereits heute zahlungskräftigen Reisenden, zwischen Manhattan und den Flughäfen JFK oder Newark in nur fünf Minuten per Hubschrauber zu reisen, wodurch bis zu zwei Stunden Stau umgangen und typische Probleme an Flughäfen beseitigt werden. Dieser Flugdienst soll nun mit der VIP-Gepäckabfertigung von Metropolis gekoppelt werden. Später sollen für diesen Service dann auch Flugtaxis eingesetzt werden.

jobyaviation.com

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