Ford macht Lisa Drake zur Chefin seiner neuen Batteriespeicher-Sparte

Der US-Automobilkonzern Ford hat im Zuge seiner Neuausrichtung die langjährige Topmanagerin Lisa Drake zur Chefin von Ford Energy ernannt. Sie soll das neue Geschäftsfeld für stationäre Batteriespeicher aufbauen.

Lisa drake ford
Lisa Drake
Bild: Ford

Im Dezember hatte Ford eine strategische Neuausrichtung seines Geschäfts mit Elektroautos und Batterien bekanntgegeben, im Zuge dessen u.a. die bereits pausierte Produktion des F-150 Lightning komplett gestoppt und Abschreibungen in Höhe von 19,5 Milliarden US-Dollar angekündigt. Jim Farley, Präsident und CEO von Ford, sagte damals auch, das Ford dafür in das Geschäft mit Batterien für stationäre Anwendungen in der Energieinfrastruktur und Rechenzentren einsteigen wolle.

Genau dafür hat Ford nun die Weichen gestellt und in Lisa Drake ein Eigengewächs zur Chefin von Ford Energy gemacht, die bereits seit über 30 Jahren im Konzern tätig ist. Zuletzt leitete Drake bei Ford als Vice President of Technology Platform Programs and EV Systems den industriellen Plan für Fahrzeugbatterien und elektrische Antriebstechnik.

Drake wird das im Dezember 2025 angekündigte Batteriespeichergeschäft des Unternehmens aufbauen, abgekürzt mit BESS für Battery Energy Storage System. In ihrer neuen Rolle verantwortet Lisa Drake die gesamte Wertschöpfungskette von Ford Energy, von der Batteriezellenfertigung über die Systemmontage bis hin zum Vertrieb.

„Lisa verfügt über umfassende Expertise in der Skalierung komplexer Industriesysteme und der Sicherung kritischer Lieferketten“, sagt John Lawler, Vizevorsitzender von Ford. „Ihre Führung ist unerlässlich, um Ford Energy so aufzustellen, dass wir die steigende Nachfrage nach zuverlässigen Batteriespeichern bedienen können, die die Netzstabilität und -resilienz für Energieversorger und Großverbraucher unterstützen.“

Lisa Drake sagt über ihren neuen Posten: „Ford Energy ermöglicht es uns, den Wert unserer Batteriefertigungskapazitäten optimal auszuschöpfen. Wir bauen ein Unternehmen auf, das sich zunächst auf Batteriespeichersysteme im Versorgungsmaßstab für Großkunden konzentriert und gleichzeitig Batteriezellen für private Energiespeicherlösungen anbietet.“

Fabrik für E-Auto-Batterien wird umgerüstet

Bereits im Dezember hatte Ford im Zuge der Neuausrichtung bekanntgegeben, dass es seine aus einem Joint Venture mit SK On herausgekaufte bestehende Batterieproduktion in Glendale, Kentucky, für den schnell wachsenden BESS-Markt umrüsten will. Dadurch sollen die derzeit ungenutzten Kapazitäten für E-Auto-Batterien genutzt werden, um eine neue, diversifizierte und profitable Einnahmequelle für Ford zu schaffen. Das Unternehmen plant außerdem, in den nächsten zwei Jahren rund 2 Milliarden US-Dollar in den Ausbau des Geschäfts zu investieren.

Der Standort in Kentucky wird dabei für die Produktion von großen Batteriespeichersystemen mit einer Kapazität von über 5 MWh umgerüstet. Ford plant, dort LFP-Prismenzellen, Batteriespeichersystemmodule und 20-Fuß-DC-Containersysteme herzustellen. Diese sollen von Rechenzentren, Energieversorgern sowie großen Industrie- und Gewerbekunden. Die ersten Produktionskapazitäten sollen innerhalb von 18 Monaten in Betrieb gehen. Ford plant derzeit, bis Ende 2027 jährlich mindestens 20 GWh an BESS zu installieren.

ford.com (Lisa Drake), ford.com (Pläne vom Dezember)

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