Google investiert in Redwood Materials
Der endgültige Abschluss umfasst die weitere Beteiligung der bestehenden Investoren Capricorn und Goldman Sachs Alternatives, wie Redwood mitteilt. Der US-amerikanische Batterierecycler erklärte, dass die Erhöhung gegenüber den zuvor angekündigten 350 Millionen US-Dollar mit neuen Investoren wie Google „das Vertrauen in unsere langfristige Strategie und Umsetzung widerspiegelt“.
Dass eine Tech-Firma wie Google in den Batterierecycler investiert, wird als Beleg für den wachsenden Bedarf an Energiespeichern seitens der großen Technologieunternehmen gesehen. Zuvor hatte sich bereits der Chiphersteller Nvidia über seinen Venture-Arm NVentures an der Serie-E-Finanzierungsrunde von Redwood beteiligt.
Hinter diesem Interesse aus dem Tech-Sektor steht auch die strategische Entscheidung von Redwood Materials, sich nicht nur auf Elektrofahrzeuge zu fokussieren, sondern auch auf stationäre Energiespeicher – sowohl bei der Weiterverwertung der recycelten Batteriematerialien als auch dem Second-Life-Geschäft. Viele der Altbatterien, die über das Redwood-Netzwerk eingesammelt werden, sind noch in einem so guten Zustand, dass sie nicht direkt recycelt werden müssen – sondern als Second-Life-Batterien für Energiespeicheranlagen genutzt werden können. Der steigende Strombedarf von KI-Rechenzentren kann so günstiger und netzfreundlicher gedeckt werden als über fossile Kraftwerke.
Mitte 2025 ging Redwood eine Partnerschaft mit GM für Second-Life-Batterieanwendungen zur Energiespeicherung ein. Das Unternehmen gibt an, dass das neue Kapital seine Energiespeicherplattform beschleunigen und gleichzeitig sein integriertes Recycling- und Kritische-Mineralien-Geschäft weiter stärken wird. Letzteres hat kürzlich ebenfalls einen Fortschritt erzielt, da es den Betrieb seines neuen Campus in South Carolina zur Rückgewinnung und Veredelung wichtiger Batteriematerialien aufgenommen hat.
Dieser Artikel von Carrie Hampel ist zuerst in unserer internationalen Ausgabe electrive.com erschienen.
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