Changan kündigt erste Feststoffbatterien in Autos vor dem Q3 an

Der chinesische Autobauer Changan will noch vor dem dritten Quartal 2026 mit der Testinstallation von Festkörperbatterien in Fahrzeugen beginnen. Die Massenproduktion ist dann ab 2027 geplant.

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Symbolbild: Feststoff-Zelle von Changan
Bild: Changan

Die Ambitionen von Changan in diesem Bereich sind bekannt: Schon im März 2025 hatte der chinesische Autokonzern angekündigt, im Laufe des Jahres 2026 Feststoffzellen in Fahrzeugen validieren zu wollen und die Serienproduktion der Akkus ab 2027 schrittweise voranzutreiben. Was damals noch eine Aussage vor Investoren war, soll jetzt umgesetzt werden.

Wie das Unternehmen jetzt in einem Update auf einer Plattform der Shenzhen Stock Exchange angekündigt hat, sollen noch vor dem dritten Quartal solche Zellen in Robotern und Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen. Dabei geht es um die sogenannte „Golden Bell“-Batterie des Unternehmens, die auf eine Energiedichte von 400 Wh/kg kommen soll und in einem E-Auto eine Reichweite von angeblich 1.500 Kilometern ermögliche. Diese Zahlen wurden aber schon im vergangenen März genannt und sind nicht neu – der geplante Einsatz wird jetzt hingegen konkreter beschrieben.

„Golden Bell“ ist eine schon im November 2023 vorgestellte Batteriemarke von Changan. Damals wurden acht Varianten vorgestellt, darunter auch Zellen mit konventionellem Flüssig-Elektrolyt, halbfesten Elektrolyten und eben Festkörperbatterien. Insgesamt soll die Marke bis zu 150 GWh produzieren können, wenn die Fertigung komplett skaliert ist. Wie sich diese Kapazität auf die einzelnen Batterietypen aufteilt, ist aber nicht bekannt.

Zu der All-Solid-State-Battery (ASSB) von „Golden Bell“ nennt Changan außer den 400 Wh/kg und 1.500 Kilometern Reichweite in einem E-Auto keine weiteren Details. Laut CarNewsChina werde das Unternehmen „voraussichtlich im dritten Quartal 2026“ genauere Informationen dazu veröffentlichen. Bisher heißt es nur, dass die Sicherheit dank Ferndiagnose und künstlicher Intelligenz um 70 Prozent erhöht worden sei – ohne nähere Details ist diese Behauptung aber kaum einzuordnen.

Die Festsotffzellen sind nicht der einzige Technologiepfad, den Changan im Batteriebereich derzeit verfolgt. Wie berichtet, hat Changan in enger Zusammenarbeit mit CATL im Februar auch die ersten Test-Exemplare des Changan Nevo A06 mit Natrium-Ionen-Batterien ausgestattet. Die Packs der CATL-Marke Naxtra verfügen zwar nur über eine Energiedichte von 175 Wh/kg, sind aber potenziell günstiger und kommen ohne Rohstoffe wie Lithium oder Nickel aus. Während der Changan Nevo 06 auf eine Reichweite von 400 Kilometern im chinesischen CLTC kommt, bewegen sich die angeblich 1.500 Kilometer der Feststoffbatterie von „Golden Bell“ am anderen Ende der Skala – vermutlich aber auch beim Preis.

carnewschina.com

4 Kommentare

zu „Changan kündigt erste Feststoffbatterien in Autos vor dem Q3 an“
Dr. Peter Öztürk
24.02.2026 um 15:05
Wie läuft es bei VW, sind die da auch dran?
D-Tric
24.02.2026 um 18:47
Klar, zusammen mit Quantumscape.
Josef
24.02.2026 um 16:53
Nicht nötig Dr.Söder entwickelt ja jetzt hocheffiziente Verbrenner.
Andreas Scholz
25.02.2026 um 07:32
Zum Glück hat Prof. Dr. Söder bei VW keinen Einfluss. Sonst würde man aktuell beim superhocheffizienten Verbrenner bleiben und würde dann später direkt auf Fusionskraftwerkmotoren setzen.

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