Porsche arbeitet wohl weiter an elektrischen 718-Nachfolgern
Das berichtet Car Sales unter Berufung auf Aussagen von Daniel Schmollinger, CEO von Porsche Cars Australia. „Wir können noch nicht sagen, wann er auf den Markt kommt, aber ich hatte die Gelegenheit, ihn zu fahren, und er ist wirklich fantastisch“, verriet Schmollinger. Der neue Porsche 718 wird voraussichtlich zunächst vollelektrisch auf den Markt kommen. Ob es auch reine Verbrenner- oder Hybridvarianten geben wird, ist noch unklar.
Porsche arbeitet seit Jahren an rein elektrischen Nachfolgern für die Mittelmotor-Sportwagen 718 Boxster (Cabrio) und 718 Cayman (Coupé). Das Projekt war aber immer wieder von Problemen und Rückschlägen gekennzeichnet, die das Vorhaben verzögert haben – mal ging es offenbar um Komponenten des Antriebs, mal um die Batterie. So haben die Porsche-Entwickler lange darum gekämpft, die gewünschten Fahreigenschaften der zweisitzigen Sportwagen mit den Porsche-Ansprüchen, dem (Batterie-)Gewicht und den Kosten in Einklang zu bringen. Im Zuge der einst ehrgeizigen Elektro-Strategie wurde vom damaligen Vorstand die Entscheidung getroffen, bei der Batterie auf ein riskantes Single-Sourcing zu setzen: Die speziellen Batteriezellen mit hoher Energiedichte sollten von Northvolt kommen, die dann vom finnischen Zulieferer Valmet an einem neuen Standort in Baden-Württemberg in die Batteriepacks verbaut werden. Northvolt ist bekanntlich in die Insolvenz geraten und wurde vom US-Unternehmen Lyten aufgekauft. Und Batterie-Partner Valmet hat sich aufgrund der Verzögerungen aus dem Projekt in Kirchardt zurückgezogen. Somit stand Porsche ohne Batterie-Lieferkette für das Modell da – ein Plan B ist bis heute öffentlich nicht bekannt.
Vor diesem Hintergrund gab es Anfang Februar Berichte, wonach der Porsche-Vorstand unter dem neuen Vorsitzenden Michael Leiters erwäge, die geplanten Elektro-Versionen des 718 Boxster und Cayman aufzugeben, bevor sie überhaupt auf den Markt gekommen sind. Eine endgültige Entscheidung war damals noch nicht getroffen und es ist bis heute nicht bekannt, ob diese Entscheidung bereits gefallen ist oder noch aussteht. Es gab seitdem aber einige Indizien, die auf einen positiven Ausgang schließen lassen – etwa auch die jüngsten Aussagen aus Australien. Aber auch die VW-Schwestermarke Audi hat sich kürzlich zur Serienversion ihres Concept C bekannt, welche die Technik des Porsche 718 übernehmen soll. „Die Zulieferung der Plattform durch Porsche steht nicht infrage“, soll etwa Audi-Chef Gernot Döllner vor der Belegschaft gesagt haben.
Update 13.03.2026: Auch Porsche-CEO Michael Leiters bestätigt nun, dass an der elektrischen Baureihe 718 nicht mehr gerüttelt wird, da auch Audi die Plattform für den elektrischen TT-Nachfolger Concept C nutzen wird. „Es ist ein fantastisches Auto, jetzt schauen wir, wie wir es in den Markt bekommen“, soll Leiters am Rande der Vorstellung seiner ersten Jahresbilanz als Porsche-Chef gesagt haben.
Zudem hat Leiters in seinem ersten offiziellen Auftritt als CEO in Zuffenhausen betont, dass „durch eine Gleichteilestrategie und eine Skalierung innerhalb des Konzerns weitere Synergien gehoben werden sollen und Komplexität bei den Varianten reduziert werden soll“, wie die Automobilwoche schreibt. Dabei soll die Rolle von Audi als Partner gestärkt werden.Leiters schweben dabei aber Modelle vor, die sich trotz gleicher Technik „deutlich voneinander unterscheiden“ sollen. Ob das beim Duo Porsche 718 und Audi Concept C in seinen Augen schon gegeben ist, ist aber nicht bekannt.
carsales.com.au, automobilwoche.de (Update)




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