Trotz Fragezeichen beim Porsche 718: Audi hält an Concept C fest

Auf der elektrischen Sportwagen-Plattform des Porsche Boxster und Cayman will Audi die Serienversion des Concept C bringen. Doch in Zuffenhausen steht nach mehreren Verzögerungen und einem CEO-Wechsel ein Fragezeichen hinter den Modellen. Jetzt stellt Audi klar: Das eigene Modell liege im Zeitplan.

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Bild: Audi

Die Studie Concept C war aus Elektro-Sicht das Highlight des Messeauftritts von Audi auf der IAA Mobility im vergangenen September. Der vollelektrische Sportwagen mit zwei Sitzen war nicht nur ein Ausblick auf die neue Designphilosophie der Marke – mit dem „Vertical Frame“ an der Front als Reminiszenz an den Auto Union Typ C von 1936 –, sondern auch der Ausblick auf ein konkretes Serienmodell.

Auf der Messe selbst stand natürlich das Design im Vordergrund, zur Technik hat sich Audi kaum geäußert. Die Ingolstädter bestätigten lediglich eine „Mittelbatteriearchitektur“, was aber als Hinweis ausreicht. Denn genau das hat VW-intern die Marke Porsche für die ähnlich großen Elektro-Nachfolger des 718 Boxster und Cayman entwickelt. Anfang Februar gab es aber einen Bericht, dass der Porsche-Vorstand unter dem neuen CEO Michael Leiters die Baureihe nach mehreren Verzögerungen und Problemen aufgeben könnte – eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Alleine die Möglichkeit, dass bei Audi der Technik-Spender für die Serienversion des Concept C wegfällt, hat in Ingolstadt für Gerüchte um die Zukunft des Elektro-Sportwagens gesorgt. Gegenüber dem Portal Motor1 hat ein Audi-Sprecher die Gerüchte rund um ein mögliches Aus des Concept C als „reine Spekulation“ zurückgewiesen und stattdessen betont, dass man bei Audi im Zeitplan liege.

Aber nicht nur nach außen versucht Audi, die Wogen rund um das kommende Modell zu glätten. Wie der Donaukurier berichtet, soll sich der Vorstandsvorsitzende Döllner in einem internen Schreiben an die mit dem Projekt betrauten Mitarbeiter eingeschaltet haben, um zu beruhigen. Dort soll Döllner angegeben haben, dass der Sportwagen „eine gute Zukunft“ habe. Und wörtlich wird dem Audi-Chef zugeschrieben: „Die Zulieferung der Plattform durch Porsche steht nicht infrage.“ Zudem betonte er, das gemeinsam entwickelte Performance-EV-Projekt verlaufe „in guter Zusammenarbeit zwischen Team Porsche und Team Audi“.

Während vielerorts wieder (nachträglich) Verbrenner-Antriebe in eigentlich rein elektrisch ausgelegte Plattformen integriert werden, hat Audi seit der IAA bestätigt, dass es sich bei dem Performance-EV-Projekt um eine reine Elektro-Plattform handelt. Das ist in sofern relevant, da Porsche inzwischen nicht mehr ausschließlich auf elektrische 718-Nachfolger setzt, sondern gegen Ende des Jahrzehnts auch wieder Verbrenner in diesem Segment anbieten will – diese müssten dann wohl eine andere Plattform nutzen. Bei Audi steht das den aktuellen Informationen zufolge nicht zur Debatte – das Modell soll nur mit E-Antrieb kommen. Und einen weiteren Unterschied gibt es: Während Porsche von Anfang an mit dem Boxster (Cabrio) und Cayman (Coupé) zwei Karosserie-Varianten entwickelt hat, wird es bei Audi nur eine Version geben: das Coupé mit dem Targa-Dach wie bei dem Concept Car auf der IAA 2025.

motor1.com, donaukurier.de (Paywall)

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