GAC Aion UT läuft bei Magna Steyr in Österreich vom Band

Auftragsfertiger Magna Steyr hat mit der Produktion des Kompaktstromers GAC Aion UT begonnen. Das Modell ist nach dem Aion V die zweite in Graz hergestellte Elektro-Baureihe von GAC. Für den chinesischen OEM bedeutet dieser Schritt eine weitere Lokalisierung der Produktion in Europa.

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Bild: GAC

Erst im November läutete Magna Steyr die Fertigung des Mittelklasse-SUV GAC Aion V in Graz ein. Nur fünf Monate später folgt nun bereits der Produktionsauftakt des kleineren Aion UT. Das berichtet das Portal CN EV Post unter Berufung auf offizielle Magna-Angaben. Hintergrund ist, dass GAC und Magna im November 2025 eine umfassende Kooperationsvereinbarung geschlossen haben, die bereits zu diesem Zeitpunkt über den Aion V hinausging.

Beim Aion UT handelt es sich um einen E-Kompakten, der bisher in China und in Thailand gebaut wird. In seinem Heimatland ist der Aion UT seit März 2025 erhältlich. Anfang dieses Monats feierte das Modell nun auf der Automobilmesse Motion Expo im österreichischen Graz sein Debüt. Unsere Eindrücke des Fahrzeugs können Sie hier in unserem Fahrbericht nachlesen.

Dass die Baureihe auch bei Magna Steyr vom Band laufen würde, hatte sich bereits abgezeichnet. Denn im Dezember 2025 ging aus einer offiziellen GAC-Mitteilung hervor, dass GAC bei seinen europäischen Modellen auf LFP-Batterien von Farasis Energy setzt. Und als Zielmodell für dei Batterielieferung wurde neben dem Aion V auch der Aion UT genannt, was gewissermaßen indirekt bestätigte, dass auch der E-Kompaktwagen lokal in Europa gebaut werden soll.

Bei den Farasis-Batteriezellen handelt es sich um großformatige Pouchzellen mit Lithium-Eisenphosphat-(LFP)-Chemie. Die Gesamtkapazität der Bestellung übersteige 10 GWh, so die Partner im Dezember. Dieses Auftragsvolumen reicht rein rechnerisch für gut 100.000 Elektrofahrzeuge mit 100-kWh-Akkus. Die genaue Größe und Batteriekapazität der Batterien ist aber nicht bekannt.

Unterdessen entwickelt sich das österreichische Werk von Magna zunehmend zu einem Produktionszentrum für chinesische Automobilhersteller, die nach Europa expandieren. Seit September werden in dem Magna-Werk bekanntlich auch die Modelle G6 und G9 von Xpeng montiert. Mit der Auftragsfertigung in Europa umgehen die chinesischen Hersteller die EU-Sonderzölle, die sonst bei der Einfuhr von in China gebauten Elektroautos in die Europäische Union fällig würden.

Wichtig: Magna übernimmt dabei nur die Fahrzeugfertigung, der Vertrieb erfolgt bei den GAC-Stromern über den chinesischen Auftraggeber. „GAC plant, durch neue Partnerschaften sowie Service- und Vertriebsnetze in weitere europäische Märkte zu expandieren“, hieß es im Dezember. Um welche Märkte es sich dabei genau handeln soll und welche Kapazitäten sich GAC bei Magna gesichert hat, gibt der kanadische Konzern aber nicht an.

Das Magna-Fahrzeugwerk in Graz verfügt über gemischte Produktionslinien, auf denen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, Hybride und Elektroautos gemeinsam gefertigt werden. Bekannte E-Modelle aus dem Werk sind etwa der Jaguar I-Pace und kurzzeitig der Fisker Ocean (beide eingestellt), sowie aktuell die Mercedes G-Klasse mit EQ-Technologie sowie die beiden Xpeng-Modelle. Verbrenner-seitig läuft dort noch das Duo BMW Z4 und Toyota Supra vom Band.

cnevpost.com

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