„Skalierbare Lösungen für individuelle Kundenanforderungen“ – Anton Schülin, Bosch
Anstatt starrer Produktzyklen setzt Bosch auf einen „Design-to-Line“-Ansatz. Das Ziel: Neue Technologien sollen so nahtlos in bestehende Fertigungslinien integriert werden, dass die Entwicklungszeiten von der Akquise bis zum Start of Production (SOP) massiv sinken – von vormals 36 Monaten auf teils nur noch 12 bis 18 Monate.
Dabei steht Bosch vor der Aufgabe, eine globale Plattform für extrem unterschiedliche Märkte anzubieten. Während in China eine „Hyper-Competition“ bei Leistungsdichte und Innovation herrscht, entwickeln sich Europa und Nordamerika deutlich verhaltener oder in andere Richtungen.
Statt linearer Entwicklung wird das Portfolio als ein Baukasten aus Technologien verstanden, die je nach Kundenbedarf und Region kombiniert werden können. Kunden sollen flexibel entscheiden können, wann und wie sie eine Technologie in ihre Produkte integrieren.
Die Innovationsgeschwindigkeit ist dabei atemberaubend. Was gestern noch ferne Zukunftsmusik war, bestimmt heute das Tagesgeschäft: „Amorphe Stähle waren vor zwei Jahren noch Zukunftsmusik für 2035 plus. Und heute diskutieren wir solche Lösungen in täglichen Akquisen mit unseren Kunden“.
Wer erfahren will, wie Bosch durch Wicklungs- und Kühltechnologien wie die „X-Pin-Schweißung“ Leistungsdichten von über 16 kW/kg anpeilt und warum die Flexibilität der Fertigungslinien wichtiger ist als der singuläre technologische Durchbruch, sollte sich diesen Vortrag ansehen. Denn letztlich gewinnt in der E-Mobilität nicht unbedingt die komplexeste Maschine, sondern das Konzept, das am schnellsten den Sprung in die Serie schafft – ohne die eigene Fabrik in die Knie zu zwingen.
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