Hanau nimmt die ersten drei E-Gelenkbusse in Empfang
Bei den zum Einsatz kommenden Exemplaren handelt es sich um Urbino 18 electric vom polnischen Hersteller Solaris. Wie die Hanauer Straßenbahn (HSB) mitteilt, sollen die E-Gelenkbusse mit ihrer Batteriekapazität von 700 kWh eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern bieten. Geladen werden die neuen Fahrzeuge im HSB-eigenen Ladepark. Die ersten 15 Ladepunkte sind bereits fertig und im Einsatz, weitere 15 sollen folgen. Nähere Details werden aber nicht genannt.
„Wir werden die neuen E-Busse zu Beginn auf Umläufen einsetzen, die nicht den ganzen Tag durchgehend befahren werden, um zunächst erste Praxiserfahrungen mit den Fahrzeugen zu sammeln“, so Corinna-Maria Schulte, Geschäftsführerin der HSB. „Denn im Vergleich zu den bisher genutzten Dieselbussen gibt es einige markante Unterschiede. So sind die neuen Fahrzeuge beispielsweise mit sogenannten E-Mirrors, also digitalen, kamerabasierten Rückspiegeln, ausgestattet“, heißt es zur Begründung. Der E-Antrieb scheint also nicht der Grund dafür zu sein.
Zu den drei bereits ausgelieferten E-Bussen sollen in diesem Jahr noch zehn weitere dazukommen. Wobei es sich bei acht Exemplaren um Neufahrzeuge handeln soll. Zwei Dieselbusse werden von einer Fachfirma auf Elektroantrieb umgerüstet, heißt es. Bis Anfang 2027 sollen so 13 der insgesamt 64 HSB-Busse elektrisch betrieben werden.
Ganz ohne Förderung wurde das Vorhaben aber nicht umgesetzt. Die Kosten für den Ladepark belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro, davon trägt die HSB etwa 3,5 Millionen Euro selbst. Das Land Hessen unterstützt das Projekt über die LandesEnergieAgentur Hessen (LEA) mit rund 970.000 Euro. Bei der Anschaffung der E-Busse profitiert Hanau von Fördermitteln des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) und der Europäischen Kommission (EU) in Höhe von 4.152.000 Euro für die elf Gelenkbusse und die zwei Umrüstungen.





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