AUDI erhält neuen Chef

Audi hat einige „koordinierte Personalwechsel“ auf Schlüsselpositionen angekündigt. Das betrifft auch das chinesische Gemeinschaftsprojekt AUDI mit SAIC. Denn der aktuelle CEO Fermín Soneira wird zum 1. Juli Audi-intern zu Lamborghini wechseln.

Audi e7x
AUDI E7X
Bild: Audi

Soneira, der früher Baureihenleiter für alle Audi-Elektromodelle vom A- bis zum C-Segment war, wurde schon Anfang 2024 von Audi-CEO Gernot Döllner als verantwortlicher Manager für die Kooperation mit SAIC eingesetzt und hat die später aus dieser Partnerschaft hervorgegangene Submarke AUDI verantwortet. Im Sommer wird Soneira China aber verlassen und stattdessen in Italien tätig sein.

Zum 1. Juli 2026 übernimmt Soneira die Rolle des Chief Technical Officer bei Automobili Lamborghini. Er folgt damit auf den bisherigen Lamborghini-CTO Rouven Mohr, der am 1. März als Vorstand Technische Entwicklung zur Audi AG gewechselt ist. Derzeit hat Mohr noch eine Doppelrolle inne, da er kommissarisch seine Rolle als CTO bei Lamborghini weitergeführt hat, bis über eine Nachfolge entschieden ist. Das wird ab Sommer entfallen, Soneira und Mohr werden aber vermutlich eng zusammenarbeiten. „Fermín Soneira bringt mit seinem tiefen technischen Know-how und seiner starken Produkt- und Markenkompetenz die besten Voraussetzungen mit, um die Zukunft der technologiegetriebenen Supersportwagenmarke Lamborghini zu gestalten“, wird Audi-Chef Gernot Döllner in der Mitteilung zitiert.

Audi hat nicht nur diese eine Personalie vermeldet, sondern auch direkt einen Nachfolger für Soneira in China parat: Fred Schulze, derzeit Werkleiter Neckarsulm, übernimmt Soneiras bisherige Funktion als CEO des Kooperationsprojekts von Audi und SAIC in China. „Als China-Experte mit tiefgreifenden Erfahrungen in der Premiumproduktion und in der gesamtheitlichen Fahrzeugentwicklung wird er das Profil der jungen Marke strategisch weiter schärfen und die operative Skalierung vorantreiben“, erklärt Döllner.

Und auch für Schulze an der Spitze des baden-württembergischen Audi-Werks gibt es schon direkt eine Nachfolge: Das Werk, in dem unter anderem die Verbrenner- und Hybrid-Varianten des A6 und A7 gebaut werden, wird künftig von Thomas Bogus geleitet. Bogus war zuletzt CEO von Audi Brussels, also Chef des im Februar 2025 geschlossenen Audi-Werks in Belgien. Da in dieser Position kein Nachfolger nötig ist, ist die Personal-Rochade abgeschlossen. „Der Standort Neckarsulm gewinnt mit Thomas Bogus einen erfahrenen Spezialisten für Elektrofahrzeuge mit ganzheitlichem Blick auf die Wertschöpfung“, sagt Döllner weiter. „Mit seiner technischen Expertise und strategischen Erfahrung wird er das Werk Neckarsulm langfristig wettbewerbsfähig aufstellen.“

In Neckarsulm fertigt Audi traditionell seine Oberklasse-Modelle, das derzeitige Flaggschiff A8 wird aber ohne direkten (Elektro-)Nachfolger eingestellt. Eine spätere Rückkehr auf einer dann passenden Elektro-Plattform scheint aber möglich. Zudem soll es künftig ein weiteres Standbein geben: Neckarsulm profiliere sich „neben seiner Expertise bei der Entwicklung und Produktion von Oberklassemodellen als Zentrum für Künstliche Intelligenz“, so Audi.

audi-mediacenter.com

1 Kommentar

zu „AUDI erhält neuen Chef“
MWF
04.05.2026 um 07:59
Ein Mitarbeiter der für alle erfolglosen Audi BEVs verantwortlich war wird nun im Konzern weiter gereicht. So wird das wohl nichts bei VW.

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