Autonomes E-Shuttle BumbleB wird in Fraunhofer-Projekt in Stuttgart erprobt
Das Projekt IZSMO, kurz für Institutszentrum Stuttgart Mobility, widmet sich der betrieblichen Mobilität und will die Arbeitswege der Mitarbeiter des Fraunhofer IZS verbessern. Dabei soll der bislang stark Pkw-lastige Pendelverkehr messbar klimafreundlicher, komfortabler und effizienter gestaltet werden. IZSMO kombiniert dabei verschiedene Verkehrsträger.
Dabei wird ein Teil der knapp 700 Pkw-Stellplätze auf dem Fraunhofer-Gelände zu einem Mobility Hub umgewandelt. Dort stehen künftig kostenlose Sharing-Fahrräder, ein Hopper (zweisitziges Kabinenfahrrad mit Kofferraum), Lastenräder und E-Scooter, Abstellflächen für private Fahrräder, eine Ladeinfrastruktur für Mikromobilität, eine Fahrradservicestation sowie smarte Schließfächer für Helme und Taschen bereit. Außerdem werden Fahrgemeinschaften gefördert: Reservierte Stellplätze und die Plattform „Stuttgart fährt mit“ sollen die Bildung von Fahrgemeinschaften unter den Mitarbeitenden fördern.
Technisches Highlight ist aber das autonome Elektro-Shuttle BumbleB, das der Entwicklungsdienstleister Bertrandt im Herbst vorgestellt hatte. Seit Mitte April pendelt der Minibus zunächst probeweise über den IZS-Campus. Perspektivisch soll BumbleB dann aber autonom und barrierefrei im Realbetrieb die Strecke zwischen IZS-Campus und der S-Bahn-Station „Universität“ fahren, wobei sowohl Mitarbeiter als auch Besucher das E-Shuttle kostenlos nutzen können sollen. Der bisherige Fußweg vieler Fraunhofer-Mitarbeiter zwischen der S-Bahn-Station und dem Fraunhofer IZS von rund 15 Minuten soll sich dadurch erheblich verkürzen, wobei die Organisatoren des Projekts noch keine genaue Zeitersparnis nennen.
„Das Projekt IZSMO liefert damit erstmalig einen wegweisenden Baustein für die zukünftige Typenzulassung autonomer Shuttles im öffentlichen Nahverkehr“, sagt Christopher Legner, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule Esslingen. Philipp Franke, Abteilungsleiter im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, ergänzt: „Unser Ziel ist klar: Baden-Württemberg geht beim autonomen Fahren den nächsten Schritt – weg von einzelnen Projekten, hin zur breiten Anwendung. So schaffen wir die Grundlage für die zukünftige Mobilität und stärken zugleich nachhaltig unsere heimische Automobilwirtschaft. Gerade mit Blick auf den absehbaren Fahrermangel im öffentlichen Verkehr ist es entscheidend, neue Mobilitätslösungen voranzubringen. Das sichert verlässliche Angebote im städtischen wie im ländlichen Raum und ermöglicht Mobilitätsfreiheit für alle, auch mobilitätseingeschränkte Menschen.“
Das Projekt IZSMO wird vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und der Hochschule Esslingen geleitet. Gefördert wird es durch das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM). IZSMO ist dabei zugleich Teil der Initiative „mobil gewinnt“ für betriebliches Mobilitätsmanagement des Bundesverkehrsministeriums.





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