Elektrische Mercedes C-Klasse startet bei 67.711 Euro
Diese Preisklasse ist keine Überraschung: Da das SUV-Modell GLC 400 4MATIC ab 71.281 Euro verfügbar ist, war schon rund um die Weltpremiere ein Preis in der Größenordnung von 65.000 bis 70.000 Euro erwartet worden – Mercedes hat mit 67.711 Euro nun recht genau die Mitte gewählt. Die ungeraden Brutto-Preise kommen bei Mercedes zustande, da die Stuttgarter traditionell Netto-Preise kalkulieren und dann einfach die Mehrwertsteuer aufschlagen. Netto ist der C400 4MATIC mit 56.900 Euro eingepreist, der GLC mit der gleichen Motorisierung liegt netto bei 59.990 Euro.
Mit der elektrischen C-Klasse hat Mercedes im Grunde eine flachere Version des SUV-Modells vorgestellt, die Antriebstechnik ist gleich und auch prägende Designelemente wie der große Frontgrill wurden mehr oder weniger direkt vom GLC übernommen. Das heißt also: Beide Modelle nutzen die neue Plattform MB.EA-M mit 800 Volt Systemspannung. Als C400 4MATIC bietet die E-Limousine einen 94 kWh großen Akku, 330 kW Ladeleistung und 360 kW Antriebsleistung. Die Reichweite liegt bei bis zu 762 Kilometern im WLTP-Zyklus. An der Hinterachse kommt der auch aus dem CLA bekannte Elektromotor mit Zwei-Gang-Getriebe zum Einsatz.
Dieser Motor wird dann auch in einem kommenden Heckantriebsmodell stecken, das Mercedes zum Bestellstart des C400 4MATIC nun auch offiziell bestätigt. Den Namen der Modellvariante gibt es noch nicht, es dürfte sich aber bei der Kombination des 94-kWh-Akkus mit dem 200 kW starken Motor um die C-Klasse mit der höchsten Reichweite handeln – gemäß der Mercedes-Namensgebung wird es also ein „+“ hinter der Kennziffer geben, möglich ist also ein C300+. Die Reichweite selbst gibt Mercedes derzeit mit „voraussichtlich rund 800 Kilometern“ an. Später wird es zudem „verschiedene Batterievarianten“ geben, also vermutlich eine kleinere Basis-Batterie mit niedrigerem Grundpreis. Auch ein leistungsstärkeres AMG-Modell ist Gerüchten zufolge in Planung, anders als den Hecktriebler erwähnt Mercedes das sportliche Top-Modell der Baureihe derzeit aber noch nicht.
Mercedes selbst spricht bei dem neuen Modell übrigens von der „sportlichsten C-Klasse aller Zeiten“. Mit einer optionalen Luftfederung und einer Hinterachslenkung hat die C-Klasse zumindest die Voraussetzungen dafür an Bord – beide zusammen sind im „Agility & Comfort Paket“ für 2944,10 Euro im Konfigurator gelistet. Die Luftfederung erlaubt eine größere Spreizung zwischen Fahrdynamik und Komfort auf Knopfdruck als klassische Schraubfedern, selbst wenn diese mit adaptiven Dämpfern kombiniert werden. Und die Hinterachslenkung sorgt bekanntlich dafür, dass Geradeauslauf und Komfort auf der Autobahn verbessert werden, aber andererseits bei niedrigen Geschwindigkeiten das Auto extrem handlich werden kann – etwa in engen Kurven, aber auch beim Rangieren. Die C-Klasse soll trotz ihrer 4,90 Meter fast so wendig sein wie ein Kompaktmodell.
Zur Einordnung der Preise: 67.711 Euro als Basispreis für eine C-Klasse klingen zunächst nach sehr viel Geld. Zieht man aber zum Vergleich aus dem Verbrenner/Hybrid-Portfolio dort die C-Klasse mit der Kennziffer 400 heran, startet der C400e 4MATIC mit EQ Hybrid Technologie bei 73.428,95 Euro – mit einem 185 kW starken Benziner und 95 kW von einem Elektromotor. Selbst die Allrad-Plug-in-Hybride mit der Kennziffer 300 sind mit 68.906,95 Euro (C300e mit Benziner) bzw. 71.286,95 Euro (C300de mit Diesel) teurer als die Elektro-C-Klasse mit einem stärkeren Allradantrieb. Nur der Benzin-PHEV mit Heckantrieb ist etwas günstiger – somit kann sich der Listenpreis des elektrischen C400 durchaus sehen lassen.
Aber: Das gilt nicht unbedingt für die Aufpreis-Politik der Stuttgarter. Mit einigen Klicks für AMG-Design-Pakete, besondere Lackierungen, die Anhängerkupplung (1.279,25 Euro), das Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion (1.249,50 Euro) und zusätzlich dazu noch die AR-Funktion für das Navi (499,80 Euro), der Burmester-Soundanlage (1.309 Euro), dem MB.Drive Assist (1.785 Euro), dem erwähnten Fahrwerks-Paket und der 360-Grad-Kamera für 690,20 Euro lässt sich der C400 4MATIC auch auf einen Preis von über 100.000 Euro konfigurieren.
Wichtig beim Thema laden: Für die Möglichkeit, die C-Klasse mit ihrem 800-Volt-System auch an DC-Säulen mit nur 400 Volt zu laden, ist bei Mercedes ein optionaler DC-DC-Konverter nötig, der mit 654,50 Euro zu Buche schlägt. Ab Werk kann die elektrische C-Klasse an Wechselstrom-Ladepunkten mit 11 kW laden, optional ist ein 22-kW-AC-Onboard-Charger verfügbar – für nochmals 654,50 Euro.
mercedes-benz.com, mercedes-benz.de (Konfigurator)





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