Hunan Yuneng plant Kathodenmaterial-Fabrik in Spanien
Das chinesische Unternehmen, das sich in voller Länge Hunan Yuneng New Energy Battery Material nennt, gilt als einer der wichtigsten Lieferanten der Welt für Lithium-Eisenphosphat-Kathodenmaterialien, also für einen Hauptbestandteil der in E-Autos weit verbreiteten LFP-Batterien. Zu den Kunden des Unternehmens zählen u.a. Batterie-Weltmarktführer CATL sowie der E-Auto- und Batteriekonzern BYD – und damit die beiden mit Abstand größten Hersteller für EV-Batteriezellen mit LFP-Zellchemie.
Hunan Yuneng fängt nun in Mérida in der spanischen Region Extremadura mit dem Bau einer neuen Fabrik für LFP-Kathodenmaterial an. Das Werk wird im
Industriepark ExpacioMérida errichtet, das Grundstück für die Fabrik ist 54.800 Quadratmeter groß. Dabei sollen 500 direkte Arbeitsplätze in der Fabrik entstehen. Das Investitionsvolumen liegt bei 800 Millionen Euro, wobei davon 200 Millionen Euro als Fördermittel fließen.
Dabei ist das Projekt in mehrere Phasen unterteilt: In der ersten Ausbaustufe sollen zunächst ca. 125 Millionen Euro in eine Anlage mit einer Jahreskapazität von 50.000 Tonnen LFP-Kathodenmaterial fließen. Später ist dann ein Ausbau auf 300.000 Tonnen pro Jahr geplant. Die Abnehmer für das Material legt Hunan Yuneng bislang nicht offen. Naheliegend wären aber die im Bau befindlichen Batteriefabriken von Envision AESC in der Region Extremadura, von CATL und Stellantis in Saragossa sowie von VW-Tochter PowerCo in Sagunt bei Valencia.
Laut Guillermo Santamaría Galdón, dem Regionalminister für Wirtschaft, Beschäftigung und digitale Transformation der Region Extremadura, handelt es sich bei dem Vorhaben um die erste derartige Fabrik in Europa. Zudem verfügt das Unternehmen nun über alle notwendigen Genehmigungen für den Baubeginn. Der Stadtrat von Mérida hat die Baugenehmigung erteilt, wodurch das seit 2023 vorbereitete Projekt von der Verwaltungsphase in die eigentliche Bauphase übergehen kann.
forococheselectricos.com, merida.es (beides auf Spanisch)





0 Kommentare