EnBW führt smarten Stromtarif für Privathaushalte mit E-Auto ein

Die EnBW will auch Privatkunden in Haushalten mit E-Auto, aber ohne Smart Meter die Nutzung von intelligenten Stromtarifen anbieten. Mit dem neuen Stromtarif EnBW Strom FlexBonus wird dabei das Laden zuhause um Tarife für das Laden unterwegs ergänzt.

Kia ev2 typ type min
Bild: Kia

+++ Dieser Artikel wurde aktualisiert ++++

„Viele Haushalte möchten ihren Stromverbrauch transparenter nachvollziehen, Kosten reduzieren und gleichzeitig ihr E Auto automatisch und intelligent laden“, skizziert die EnBW die Ausgangslage. Mit seinem neuen Tarif speziell für Kunden mit E-Autos, die u.a. zuhause Laden, will der Konzern nun auch Haushalten ohne Smart Meter einen Übergang in die Nutzung von intelligenten Stromtarifen ermöglichen. Volker Bloch, Leiter Sales, Marketing und Operations bei der EnBW, kommentiert: „Wir vernetzen Stromtarif, E-Mobilität und digitale Angebote so intelligent und einfach miteinander, dass unsere Kundinnen und Kunden ihre Kosten jederzeit im Blick haben und unter dem Strich Geld sparen können.“ Die EnBW bündelt ihr Ladestrom-Angebot ergo immer mehr mit dem Laden zuhause und dem klassischen Haushaltsstrom.

E-Autofahrer erhalten konkret das Angebot, mit der Ladeapp EnBW mobility+ ab 35 Cent pro Kilowattstunde an öffentlich zugänglichen Ladestationen der EnBW zu laden. Der Preis von 35 Cent pro kWh kommt dabei zustande, wenn Kunden sowohl einen EnBW Strom- oder Gasvertrag als auch den EnBW mobility+ Ladetarif L nutzen. Martin Roemheld, verantwortlich für die E-Mobilität bei der EnBW, betont:„Mit diesem Preis liegen wir annähernd bei dem Preis, den Kund*innen an der heimischen Wallbox bezahlen. Der Preis ist transparent, stabil und gilt an mehr als 8.000 Schnellladepunkten der EnBW in ganz Deutschland.“

Zum Hintergrund: Strom, Gas und/oder Wärmestrom-Kunden von der EnBW können schon länger die EnBW mobility+ Vorteils-Tarife S, M und L buchen und erhalten damit an EnBW-Ladestationen zehn Prozent Rabatt auf den Ladepreis der regulären Ladetarife. Im Ladetarif L ergibt sich somit ein Kilowattstundenpreis von besagten 35 Cent, ohne Vorteil sind es im Ladetarif L 39 Cent/kWh. 

Parallel führt die EnBW neue Funktionen in ihrem Heim-Energie-Management-System EnBW Mavi ein. Dazu zählen die Anbindung weiterer E-Automodelle sowie eine erweiterte Schnittstelle zur EnBW mobility+ App. Und: Kosten für Ladevorgänge an öffentlichen Ladepunkten sind künftig zusätzlich auch in der EnBW zuhause+ App sichtbar.

„Mit der Anzahl der E-Autos auf den Straßen steigt auch die Relevanz für das Laden zuhause. Kund*innen mit dem dynamischen oder zeitvariablen Stromtarif können mit EnBW Mavi bereits die Funktion ,intelligentes Laden‘ nutzen und so automatisch sparen. Und auch der neue Tarif EnBW Strom FlexBonus, der für Haushalte ohne Smart Meter konzipiert wurde, setzt auf diese Funktion“, betont der Anbieter. Der Tarif kombiniere konkret einen festgelegten Strompreis mit einem Bonusmodell. Voraussetzung für den Bonusanteil in Höhe von einmalig 100 Euro im Jahr ist, dass das E-Auto mit EnBW Mavi verbunden wird und die Funktion „intelligentes Laden“ aktiviert ist.

Werden anschließend mindestens zwei Ladevorgänge pro Monat über EnBW Mavi gesteuert, wird der Bonus automatisch mit der ersten Jahresrechnung gutgeschrieben. „Fehlt eine Voraussetzung, behalten wir uns vor, für die entsprechenden Monate den FlexBonus entsprechend anteilig zu reduzieren“, teilt das Unternehmen auf electrive-Anfrage mit. Das Laden wird dabei – wie bei smarten Ladevorgängen üblich – automatisiert in geeignete Zeitfenster verlagert („auch unter Berücksichtigung der PV-Erzeugung oder eines gewünschten Mindestladestands des Akkus“).

enbw.com

13 Kommentare

zu „EnBW führt smarten Stromtarif für Privathaushalte mit E-Auto ein“
Stefan Preuß
18.05.2026 um 18:44
Mhhh, das ist schon seit Monaten so: Hausstrom und Vorteilstarif L für 11,99 ergibt 35 Cent für die KWH. Nutze ich, wenn ich weite Strecken zu fahren habe und klappt gut, sowohl Buchung als auch Rückfall in den normalen Vorteilstarif
Sascha
18.05.2026 um 19:50
Jeder Schritt ist ein Schritt in die Zukunft;-)
Gunter Kell
19.05.2026 um 05:51
Dazu braucht man eine bidirektionale Wallbox und das passende Auto Ich habe einen dynamischen Stromtarif bei EnBW und zahle 50 Cent an der Ladesäule Bei EWE Go sind es 52 Cent , ohne Vertrag.
Charly
19.05.2026 um 06:38
Sehr undurchsichtig, was kostet Rooming bei anderen Säulen. Wie sieht der Tarif zuhause aus, also Arbeitspreis und Grundgebühr. Laufzeit ? Wie wird ohne Smartmeter abgelesen und wie oft, etc .
Erri Alset
19.05.2026 um 07:31
Aber 100€Rabatt PRO JAHR! ist doch ein Witz! Da macht es Octopus besser......
Olaf Köhler
19.05.2026 um 08:13
Ich lade, Dank des gut ausgebauten Netzes unterwegs nur an EnBW Ladestationen zu einem günstigen Preis. Ob es auf dem Weg an die Ostsee oder auf dem Pendelweg von Freiberg nach BW ist. Immer gut unterwegs.
Richard
19.05.2026 um 08:17
Ist das nicht die Firma, die auch Schützenhilfe für Gas-Kathi geliefert hat? Muss man da wieder ablenken?47 % der Anteile liegen beim Land Bawü, kann das Land da nicht mal was sagen?
Robert Eßer
19.05.2026 um 08:54
Schön, dass Preissenkung beim Strom funktioniert. Schade nur und das komplett falsche Signal, dass es nur für die funktioniert, die ihren Beitrag zur Umweltverschmutzung (Stichwort Seltene Erden) schon geleistet haben.
Scotty
25.05.2026 um 09:22
Bitte informieren sie sich erst einmal darüber, wie viel seltene Erden und Mineralien nur für den Katalysator alleine im Verbrenner verbraucht werden müssen, zudem beim verarbeiten des Rohöl zu Benzin und Diesel gebraucht werden, wiviel Energie dafür nötig ist und das ganze bevor sie auch nur ein Kilometer gefahren sind.
Hartmut Schwäbl
19.05.2026 um 10:05
Und das Fördern, Raffinieren und verschwenderische Verbrennen fossiler Brennstoffe in fahrenden Heizungen mit ein bisschen Antrieb halten Sie für umweltfreundlicher?
Bob
19.05.2026 um 09:20
Es gibt Elektroautos ohne seltene Erden. Das hängt vom Motor ab. Vielleicht mehr informieren als nur Stichworte aufschnappen und herumtratschen.
erFahrer
19.05.2026 um 16:13
Thema verfehlt! Das Angebot wirkt wie aus der Zeit gefallen. Heute, wo erste Wettbewerber an Ihren Ladesäulen dynamische Strompreise weitergeben (Tesla) und auch Minusstrompreise durchreichen ( u.a saarsolar) bei denen Kunden am 1 Mai zu den kWh auch noch € erhalten haben, ist das sowas von 2015 ( = Anfang der eMobilität). Leider eine Augenwischerei, freundlich gesagt. EnBW bitte zeigt was ihr könnt, für Euere Bürger und Stromkunden und man eMobilität positiv bewegt.
Martin Seiler
25.05.2026 um 21:16
Ein ziemlicher Schmarrn, eine Rabattaktion als "smarten Stromtarif" auszugeben. Hier hat sich der Werbeeifer der Website einmal überschlagen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert