Für E-Lkw: Kalifornien startet Förderprogramm CCFR
Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat den Start des „California Clean Fuel Reward“ (CCFR) bekanntgegeben. Die Antragsstellung beginnt am 26. Juni und im ersten Jahr stehen hierfür 250 Millionen Dollar zur Verfügung. Bis zum Jahr 2030 wird ein Gesamtfinanzierungsvolumen von mehr als einer Milliarde Dollar erwartet. Das Programm umfasst „neue Batterie-elektrische Fahrzeuge der Klassen 2b bis 8“ (mittlere und schwere Nutzfahrzeuge), die entweder gekauft oder geleast werden. Auf der Website heißt es zudem ausdrücklich: „Hybridfahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge, Gebrauchtfahrzeuge sowie batterieelektrische Motorräder sind nicht förderfähig.“
Finanziert über den „Low Carbon Fuel Standard“ (LCFS) Kaliforniens, soll der CCFR zu einem der größten Förderprogramme für Elektro-Lkw in den Vereinigten Staaten avancieren. Die Förderbeträge reichen je nach Fahrzeugklasse von 7.500 bis zu 120.000 Dollar.
So erhalten beispielsweise Fahrzeuge der Klasse 2b – mit einem Gewicht zwischen 8.501 und 10.000 Pfund (3,8-4,5 t) – eine Förderung in Höhe von 7.500 Dollar. Lkw der Klassen 3–4 und 5 werden mit 15.000 beziehungsweise 60.000 Dollar bezuschusst. Die Förderung steht öffentlichen und privaten Flottenbetreibern beim Kauf neuer elektrischer Nutzfahrzeuge über autorisierte Händler zur Verfügung; dazu zählen unter anderem Hafen-Lkw (Drayage Trucks), elektrische Sattelzugmaschinen, Kofferaufbau-Lkw und Lieferwagen.
Nach Angaben der Regierung des Bundesstaates haben sich die weltweiten Verkaufszahlen für schwere Elektro-Lkw im Jahr 2025 verdreifacht – ein Markt, in dem Kalifornien seine Position im wachsenden Sektor der emissionsfreien Nutzfahrzeuge weiter festigen möchte. Das Programm soll zudem dazu beitragen, die lokale Luftverschmutzung durch den Diesel-Güterverkehr zu verringern – insbesondere in Gemeinden, die in unmittelbarer Nähe von Häfen und Logistikzentren liegen. Gouverneur Newsom verknüpfte die Initiative mit den industrie- und klimapolitischen Zielen Kaliforniens.
„Während Trump Amerikas Autoindustrie an China ausliefert, wählt Kalifornien einen anderen Weg – einen Weg, der unsere weltweite Führungsposition bei sauberen Technologien festigt, welche die Zukunft des Verkehrswesens bestimmen werden“, erklärte der Gouverneur. Und weiter: „Kalifornien wird niemals aufhören, für gut bezahlte amerikanische Arbeitsplätze, wirtschaftlichen Wohlstand und eine sicherere Zukunft für unsere Arbeitnehmer und Familien zu kämpfen.“
„Indem wir die Einnahmen aus dem ‚Low Carbon Fuel Standard‘ (Standard für kohlenstoffarme Kraftstoffe) direkt beim Kauf an die Lkw-Erwerber zurückgeben, machen wir emissionsfreie Lkw zur besseren Wahl für Fuhrparks und sorgen für sauberere Luft entlang der Güterverkehrskorridore – genau dort, wo sie am dringendsten benötigt wird“, fügte Lauren Sanchez, Vorsitzende des California Air Resources Board, hinzu.
Das Energieversorgungsunternehmen Southern California Edison zählt zu den Partnern des Programms. Funmi Williamson, Senior Vice President und Chief Customer Officer des Unternehmens, bezeichnete die Initiative als „historischen Fortschritt bei der Elektrifizierung von Fuhrparks“ und merkte an, dass die Senkung der Anschaffungskosten „den Zugang zu innovativen Fahrzeugtechnologien beschleunigen und den langfristigen Wandel des Marktes unterstützen“ werde.
Das CCFR ergänzt das bereits bestehende kalifornische Förderprogramm „Clean Truck and Bus Voucher Incentive Project“ (HVIP), das der Regierung des Bundesstaates zufolge bereits Fördermittel in Höhe von über einer Milliarde US-Dollar für mehr als 11.600 saubere Nutzfahrzeuge im gesamten Bundesstaat bereitgestellt hat. Letzteres umfasst auch den kürzlich eingeführten Tesla Semi. Nach offiziellen Zahlen des Bundesstaates machten emissionsfreie Fahrzeuge im Jahr 2024 fast 23 Prozent der Neuverkäufe von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen in Kalifornien aus.
gov.ca.gov, cleanfuelreward.com (Anträge)
Dieser Artikel von Carla Westerheide ist zuerst in unserer englischsprachigen Ausgabe electrive.com erschienen.





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