Kia präsentiert Version des PV5 mit Rollstuhlrampe

Kia hat eine weitere Version seines Elektro-Vans PV5 vorgestellt: In Zusammenarbeit mit dem deutschen Umbauspezialisten AMF-Bruns hat der südkoreanische Hersteller eine Variante zum Transport von Rollstuhlfahrern entwickelt, die im Fond auch Platz für eine Begleitperson bietet.

Kia pv5 wav rollstuhltauglicher e van
rollstuhltauglicher Kia PV5 WAV
Bild: Kia

Wichtig zum Verständnis: Der neue Kia PV5 WAV wurde nicht entwickelt, damit Rollstuhlfahrer selbst das Fahrzeug steuern können, sondern er dient vielmehr zur Personenbeförderung von Rollstuhlfahrern im Fond. Damit richtet sich das Modell sowohl an Privatkunden, die einen Rollstuhlfahrer in der Familie haben, als auch an Taxidienste und den Betrieb als Shuttle-Fahrzeug z.B. von Reha-Einrichtungen.

Das Kürzel WAV in der Modellbezeichnung steht dabei für Wheelchair Accessible Vehicle, also mit dem Rollstuhl zugängliches Fahrzeug. Dabei erfolgt der Zugang bzw. die Zufahrt über eine seitlich angebrachte Rollstuhlrampe. Das bietet den Vorteil, dass der Rollstuhlfahrer direkt vom Straßenrand aus in den Kia PV5 WAV gelangen kann.

Dabei kommt ein zweiteiliges, teleskopartig ausziehbares Rampensystem zum Einsatz, das für unterschiedliche Straßen- und Gehwegbedingungen ausgelegt ist. Die Rampe hat eine Steigung von maximal 13,1 Grad, die sich beim Zugang über eine 15 Zentimeter hohe Bordsteinkante auf 11 Grad reduziert.

Innen im Kia PV5 WAV gibt es einen zentral positionierten Rollstuhlplatz mit Verankerungssystem, zudem bietet der Elektro-Van eine Sitzmöglichkeit für eine Begleitperson. Neben dieser 2-0-1-Sitzanordnung für den Rollstuhlbetrieb ermöglicht der PV5 WAV aber auch eine 2-0-3-Konfiguration für den Standard-Personentransport.

Entwickelt wurde der Kia PV5 WAV im Rahmen der Kia-Umbaustrategie „Made-In-Plant“ (MIP). Es handelt sich dabei um eine von mehreren PV5-Varianten, die entweder direkt auf den Kia-Fertigungslinien oder in dem speziellen Umbauzentrum des Unternehmens hergestellt werden, so der Hersteller.

Für die Entwicklung des barrierefreien Vans hat Kia mit AMF-Bruns kooperiert, einem Umbauspezialisten für rollstuhltaugliche Fahrzeuge aus dem niedersächsischen Apen.  AMF-Bruns hatte bereits im November eine eigene Rollstuhl-Version des Kia PV5 vorgestellt, wobei dort die Rampe am Heck befestigt ist.

Der Kia PV5 WAV basiert auf dem rein elektrischen PV5 Passenger, der seit November in Deutschland ausgeliefert wird. Die Basisversion ist ab 38.290 Euro erhältlich. Der PV5 Passenger ist das erste Pkw-Modell aus der „Platform Beyond Vehicle“-Strategie von Kia – nach dem leichten Nutzfahrzeug PV5 Cargo

Quelle: per Mail

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