Audi testet A2 e-tron vor Premiere im Herbst
Mit dem A2 e-tron will Audi sein Elektro-Portfolio nach unten erweitern. Die Ingolstädter sprechen von einem rein elektrischen Einstieg in die Kompaktklasse und wollen damit den Zugang zur „elektrischen Premiummobilität“ erweitern. Bereits im März hatte Audi das Modell im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz offiziell bestätigt. Damals wurde auch bekannt, dass die neue Baureihe am Heimatstandort Ingolstadt gefertigt werden soll.
Vor der Premiere durchläuft der getarnte A2 e-tron nun noch verschiedene Erprobungsphasen. Dazu zählt die Kälteerprobung in Lappland, wo Audi den Prototypen auf verschneiten Straßen, vereisten Handling-Kursen oder auch auf einem zugefrorenen See testet. Im Fokus stehen dabei laut dem Hersteller nicht nur die Fahrdynamik, sondern auch das Thermomanagement und die Batterie-Performance. Zudem wird das Zusammenspiel von E-Antrieb, Bremsregelsystem und Fahrwerk abgestimmt.
Die Aerodynamik wird hingegen im Windkanal der Technischen Entwicklung von Audi getestet und optimiert. Im Fokus steht hier die Dachlinie des A2 e-tron. „Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h, hochpräziser aeroakustischer Messung und einem 235 km/h schnellen Laufband“ soll der Windkanal ideale Bedingungen liefern, um das Strömungsverhalten, die Geräuschentwicklung und die thermische Stabilität des A2 e-tron zu verbessern.

Rund um das Altmühltal prüft Audi das Fahrzeug auf Strecken mit Steigungen, wechselnden Fahrbahnbelägen und engen Kurven. Dabei sollen vor allem das Fahrwerk und die Assistenzsysteme unter Alltagsbedingungen erprobt werden.
Abgesehen von Tests und davon, dass der A2 e-tron rein elektrisch sein wird, macht Audi derzeit keine weiteren Angaben zur Antriebstechnik. Mit der Weltpremiere in diesem Herbst ist aber ausgeschlossen, dass der neue Elektro-Audi auf einer anderen Plattform als dem Elektro-Baukasten MEB basiert – so wurde es schon 2024 spekuliert. Die SSP ist noch nicht fertig und die PPE (in Ingolstadt wird auf deren Basis der Q6 e-tron gebaut) ist für größere Premium-Modelle gedacht. Daher dürfte etwa das Facelift des Cupra Born und des VW ID.3 Neo einen guten Eindruck davon geben, was auch der Audi A2 e-tron bieten wird.





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