Audi bestätigt A2 e-tron aus Ingolstadt

Audis neues Elektro-Einstiegsmodell unterhalb des Q4 e-tron wird wie vermutet A2 e-tron heißen. Das hat der Hersteller nun offiziell bestätigt und liefert ein Bild der Silhouette mit. Das im Stammwerk Ingolstadt gebaute Modell soll schon im Herbst 2026 Weltpremiere feiern.

Audi a2 etron teaser silhouette
Bild: Audi

Bei dem jetzt bestätigten A2 e-tron soll es sich um ein rein elektrisches Modell der Kompaktklasse handeln. „Mit dem A2 e-tron, der am Standort Ingolstadt gefertigt wird, verjüngt die Marke mit den vier Ringen ihr Modellangebot weiter und erweitert den Zugang zur elektrischen Premiummobilität“, teilt Audi mit. Die Bestätigung des A2 e-tron erfolgte am Rande der Jahrespressekonferenz von Audi.

„Wir haben zugehört: Unsere Kundinnen und Kunden wünschen sich elektrische Mobilität, die im Alltag überzeugt. Der A2 e-tron ist unser Versprechen, genau das zu liefern – effizient, kompakt und selbstbewusst“, sagt Audi-CEO Gernot Döllner zu der neuen Elektro-Baureihe. „Wir machen den Einstieg in die elektrische Audi Welt einfacher und relevanter denn je.“

Abgesehen davon, dass der A2 e-tron rein elektrisch sein wird, macht Audi derzeit keine weiteren Angaben zur Antriebstechnik. Mit der Weltpremiere in diesem Herbst ist aber ausgeschlossen, dass der neue Elektro-Audi auf einer anderen Plattform als dem Elektro-Baukasten MEB basiert – so wurde es schon 2024 spekuliert. Die SSP ist noch nicht fertig und die PPE (in Ingolstadt wird auf deren Basis der Q6 e-tron gebaut) ist für größere Premium-Modelle gedacht. Daher dürfte etwa das jüngste Facelift des Cupra Born – unter anderem mit dem neuen Elektromotor APP350 und der LFP-Batterie – einen guten Eindruck davon geben, was auch der Audi A2 e-tron bieten wird.

Premium-Alternative zu ID.3 und Born

Bei den Top-Varianten setzt der MEB auch mit der jüngsten Überarbeitung weiter auf die bekannte 79-kWh-Batterie, die mit dem Elektromotor APP550 kombiniert wird. Die Modelle mit Heckantrieb verfügen dann über 210 kW Leistung und 545 Nm Drehmoment (bzw. bis zu 240 kW im VW ID.3 GTI Performance). Beim ID.3 (bzw. bald ID.3 Neo) und Curpa Born bietet der Konzern derzeit keine Allradantriebe an, diese gibt es erst in den Mittelklasse-SUV (u.a. Audi Q4 e-tron). Ob Audi den elektrischen Allradantrieb auch in das Kompaktmodell bringen wird, ist nicht bestätigt.

Mit der neuen Baureihe will Audi den wachsenden Markt für kompakte E-Fahrzeuge bedienen, vor allem in europäischen Metropolen sind solche Fahrzeuge gefragt – der VW-Konzern bedient dieses Segment derzeit nur mit den beiden genannten Volumenmodellen, Audi soll hier eine Premium-Kundschaft versorgen. „Mit dem neuen A2 e-tron adressiert Audi gezielt eine breite internationale Kundschaft, die Wert auf urbane Alltagstauglichkeit, Nachhaltigkeit, hohe Effizienz und digitale Vernetzung legt“, erklären die Ingolstädter. „Der A2 e-tron stärkt ein jüngeres, klareres und zunehmend elektrisches Portfolio und macht den Einstieg in die Marke moderner und relevanter für neue Zielgruppen.“

Bei der Modellbezeichnung lehnt sich Audi ganz bewusst an den A2 an, da dieser „schon vor über 25 Jahren als Pionier für Effizienz und urbane Mobilität galt“. Der neue A2 e-tron soll diesen Anspruch „konsequent in das elektrische Zeitalter fortführen“. Und tatsächlich sind auch bei der Silhouette des neuen A2 e-tron gewisse Ähnlichkeiten zum Namensgeber erkennbar, etwa die aus aerodynamischen Gründen abfallende Dachlinie mit einem markanten Dachspoiler an deren Ende. Das hat schon dem A2 seinen charakteristischen Look gegeben – der Dachspoiler auf Augenhöhe des Fahrers hat aber auch die Sicht nach hinten beeinträchtigt und wurde immer wieder kritisiert. Wie Audi das bei der elektrischen Neuauflage lösen wird, dürfte es dann spätestens zur Weltpremiere im Herbst zu sehen geben.

Oder es werden schon vorab Erlkönige gesichtet. Denn der A2 e-tron soll als zweites Elektromodell nach dem Q6 e-tron ebenfalls im Stammwerk Ingolstadt vom Band laufen – auch das war schon 2024 durchgesickert. „Der A2 e-tron ist zentral für unsere Marke und auch für den Standort Deutschland. Mit der Produktion einer zusätzlichen vollelektrischen Modellfamilie in Ingolstadt sichern wir Arbeitsplätze und liefern E-Mobilität ‚made in Germany‘“, betont Döllner.

Und 2028 steht dann eine weitere, wichtige Neuerung an: „Wir setzen bewusst auf starke Partnerschaften und nutzen die Power des Konzerns. Schon 2028 soll der erste Audi mit der neuen E/E-Architektur von RV Tech kommen – ein Joint Venture des Volkswagen Konzerns mit Rivian“, so Döllner weiter.

audi-mediacenter.com (A2 e-tron), audi-mediacenter.com (RV Tech)

16 Kommentare

zu „Audi bestätigt A2 e-tron aus Ingolstadt“
dare100em
17.03.2026 um 14:52
So richtig Sinn ergibt das aktuell nicht. Der Q4 etron bekommt ja definitiv ebenfalls ein großes Facelift und ist eigentlich das Pedant zu ID.3 bzw. ID.4. Zudem war zusätzlich von einem A3 etron die Rede. 3 Modelle auf MEB(+) mit sehr ähnlicher Geometrie ergeben keinen Sinn.Entweder möchte man strategisch Zwickau komplett relevante Stückzahlen entziehen (was denkbar ist) und den Q4 etron nicht mehr verkaufen oder man will diesen perspektifisch über die SSP höher positionieren und nur noch in den USA fertigen.Eventuell handelt es sich auch um eine MEB+ entry Modell von Audi - daher ein ID.Polo bzw. ID.Cross Pedant von Audi. Dass würde auch besser zur A2 Historie passen, daher sparsamer, leichter und geräumiger Einstiegs-Audi.
Tom
18.03.2026 um 07:29
....der Q4 ist Audis ID.4 aber nicht das Pedant zum ID.3!
Josef
17.03.2026 um 16:23
Aha, A3 (4) Modelle machen keinen Sinn...die MQB Plattform für Verbrenner hat, Golf, Octavia, Leon, A3 ergeben. Was ist also daran neu das es von der MEB+ von allen Marken ein Derivat geben soll? Genau, nichts.
dare100em
17.03.2026 um 17:01
Von allen Marken ja, keine Frage.In dem Fall hätte aber Audi mehr Derivate auf MEB+ in der EXAKT gleichen Kategorie wie VW selbst:VW: ID.3 und ID.4 Audi: A2 etron plus (?) A3 etron plus Q4 etron... ALLE selbe Basis mit selben Antrieben (APP350 und APP550), selbe Batterien (bis 79 kWh), selbes 400V-System
Oliver
17.03.2026 um 23:01
Es gibt keinen A3 e-tron. Das was unter dieser Bezeichnung gemunkelt wurde ist jetzt der A2 e-tron.
kokolores
17.03.2026 um 14:54
... und es kommt bestimmt noch ein Q2e-tron Crossover-SUV Dingens!
RUDOLF ROTHMÜLLER
17.03.2026 um 15:39
Ich fahre noch heute einen A2 Benziner der ersten Generation BJ. 2001 bin damit hoch zufrieden und hoffe das der neue A2e-tron ähnliche praktische Details mit bringt.
NoFake
18.03.2026 um 07:46
ASF, bestimmt nicht, lässt die Plattform nicht zu; die praktische Größe -auch nein, lässt die notwendige Akkukapazität zwangsläufig nicht zu. Das Raumkonzept mit den halben doppelten Boden auch nein, das schließt die Akkuhöhe aus. Die gute Aerodynamik wohl auch eher nein, im Verhältnis zum 1.2TDI und dessen cWA von 0,545 dürfte auf MEB-Plattform mit cWA von 0,63 keine grundlegenden Verbesserungen "befürchtet" werden. Gewicht noch viel weniger, wobei dafür nicht bis an die Untergrenze ausgelegte Dinge wie Lager, Fahrwerksteile aufgrund der Plattform mehr Dauerhaltbarkeit versprechen dürften. Die "alte Qualität" wohl auch nein, in Anbetracht dessen was die Plattformfahrzeuge aus dem Hause Audi heute aufweisen. Das ist jetzt nicht zwangsläufig negativ gemeint, zumal sich alle Fahrzeuge größen- und gewichtstechnisch opulent entwickeln. Den Spirit des seeligen 8Z oder Legacy-A2 können wir nicht erwarten, diese Zeiten lassen sich nicht auch nur ansatzweise zurückdrehen. Aber so lassen wir uns doch überraschen, ob die Ingenieure, vielmehr noch die Controller in der Lage sind, eine logische Weiterentwicklung auf die Beine zu stellen, oder es bei dem üblichen Marketing-Geplänkel bleibt.
Beat Kohler
17.03.2026 um 16:52
Endlich wieder ein vernünftiger Kommentar. Danke
tacjazo
18.03.2026 um 00:28
Premiumelektromobilität - bescheuertes Wort. Zumal es mit der MEB Plattform bei 400V bleibt und die Plattform damit keineswegs Premium ist. Weiterhin brauchen die interessierten Kunden nicht das nächste ID.3-Derivat, sondern günstige Optionen als Einstieg in die Elektromobilität. Naja, vielleicht wissen die in Ingolstadt ja mehr als ich. Zum Beispiel wie man den Laden mit dem festhalten an Technologieoffenheit runter rockt
Peter F.
18.03.2026 um 11:06
Verwirrender Kommentar. Einerseits 800V fordern, andererseits soll es möglichst günstig sein und hier geht es um Audi... Passt alles nicht zusammen.Ein kleines Modell wie ein A2 wird keine riesigen Akkus haben. Da bekommt man auch locker mit 400V und klugem BMS sehr gute Ladezeiten hin. Alles immer nur an 800V zu messen ist vollkommener Unsinn. Es gibt 800V Autos, die derart ineffizient fahren, dass es man mit effizienten 400V Autos viel schneller auf Langstrecke ankommt. Das ist so, als würde man bei Verbrennern nur auf das Fassungsvermögen des Tanks schauen und den Rest ignorieren.
erFahrer
18.03.2026 um 07:52
Retro ist wohl angesagt um auch vorsichtige Käufer zu erreichen. Anders als der Renault R4 und 5, wurde der A2 als Elektroauto entwickelt. Alu-Leichtbau, Zwischenboden für die Akkus etc. und dann nur als umgebauter Verbrenner produziert. Das jedoch so gut, dass es nach dessen unverständlichen Produktionsstop sofort zu gefragten Gebrauchten wurde, was sich bis heute nicht geändert hat. Denn er ist wohl einer der effizientesten Fahrzeuge aus Ingolstadt bis heute. Hätte, hätte, Fahradkette etwa schon 25 Jahren ein lokales Unternehmen den globalen Start der eMobilität in den Händen gehabt? Gute Laptop-Akkus gab es schon und manche DIY haben das auch genutzt. Auch wenn dieses mal den vier Ringen nur das Veredeln bleibt, das können sie ebenfalls und man darf wünschen, dass es nun, nach 25 Jahre. Lieferzeit, das für lange Zeit das beste Elektroauto für sehr viele Kunden wird. Solaranlagen u.v.m für eine sauberer Produktion sind hierzu schon auf den Dächern in Ingolstadt und Gör.
David W
18.03.2026 um 10:16
Der Ur-A2 war und ist ein sensationell gutes Auto - so ein Auto für die Ewigkeit. Sieht man heute noch viele rumfahren, im Gegensatz zu den ganzen Golfs, Astras usw. dieser Zeit. Vom Konzept, Qualität, Gewicht, cw Wert und Nutzvolumen im Verhältnis zu seiner Größe. Ähnlich wie der ur-BMW i3 der dem A2 konzeptionell recht ähnlich ist. So etwas entsteht wenn man gute Ingenieure mal machen lässt und den Fokus auf Effizienz, Qualität und Werthaltigkeit legt. Und nicht darauf immer noch protzigere Autos zu schaffen bei denen dann nach 5 Jahren die Heckklappe rostet weil man eigentlich nur die ersten 3 Jahre Leasing irgendwie durchhalten will. Hoffe der neue A2 knüpft an diese Philosophie seines Urahn an und verspielt den guten Ruf nicht.
sig
18.03.2026 um 15:18
na ja der i 3 hat als Mega City Vehicle eigentlich recht wenig Kofferaum und umklappen oder rausheben der Rücksitze ist auch nicht.
gerd
19.03.2026 um 07:42
bitte kein Soft Touch und kein geklebter Dachhimmel Macht das dach als Solarzelle, Sono Motors z.B.
Jörg
21.03.2026 um 00:13
„ dass der A2 e-tron rein elektrisch sein wird“ - da hat ja das deutsche Erfolgsmodell hocheffizienter Verbrenner nicht lang überlebt….

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